{"id":1423,"date":"2009-01-13T13:03:52","date_gmt":"2009-01-13T12:03:52","guid":{"rendered":"http:\/\/onsoftware.softonic.de\/android-handy-g1-schon-fur-google-fans\/"},"modified":"2024-03-08T07:25:44","modified_gmt":"2024-03-08T06:25:44","slug":"android-handy-g1-schon-fur-google-fans","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/cms-articles.softonic.io\/de\/android-handy-g1-schon-fur-google-fans\/","title":{"rendered":"Android-Handy G1: Sch\u00f6n f\u00fcr Google-Fans"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/articles-images.sftcdn.net\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2009\/01\/g1post2b.jpg\" align=\"right\" height=\"252\" width=\"127\" \/><\/p>\n<p>Mit dem mobilen Betriebssystem Android will sich Google seinen Platz im hart umk\u00e4mpften Handy-Markt sichern. Mit dem G1 schicken Google und T-Mobile ein ersten Ger\u00e4t als Konkurrenz zu Nokia und Apple iPhone in den Ring. Das Handy wird von HTC produziert und in Deutschland voraussichtlich mit der Cebit Anfang M\u00e4rz eingef\u00fchrt. Wir durften das HTC-Google-Handy in der Developer Edition schon einmal testen: Unser erster Eindruck: Das G1 entpuppt sich als interessanter Konkurrent zu Apples iPhone, Nokia und Windows Mobile, weist aber auch einige Schattenseiten auf.<\/p>\n<h3>Hardware<\/h3>\n<p>\u00dcberraschend h\u00fcbsch ist die dunkle Version des Handys. Nach all den faden Fotos wei\u00dfer Ger\u00e4te, die wir bisher kannten, erweist sich das anthrazitfarbene Developer-Modell geradezu als eine Designerleistung<em> <\/em>und liegt auch gut in der Hand. Etwas ungewohnt ist die Kr\u00fcmmung des unteren Ger\u00e4teteils, die sich gut als Thermometer f\u00fcr die Auslastung eignet, da sich darunter der Prozessor versteckt. Bruchgefahr beim Drauflegen von B\u00fcchern besteht trotzdem nicht.<!--more--><\/p>\n<p>Was die Bedienung des Google-Handys angeht, ist vieles intuitiv, einfach und gut durchdacht: Vier Knopftasten und ein kleiner Trackball, der auch als OK-Taste dient, erm\u00f6glichen eine bequeme Navigation. Das Android-Handy besitzt die zwei \u00fcblichen Telefontasten, mit denen man, ohne\u00a0 mit dem Finger auf dem Display herumzurutschen,  anw\u00e4hlen und auflegen kann. Mit der gr\u00fcnen Telefontaste gelangt man dabei sofort in das Telefonmen\u00fc, Nummern gibt man per virtuelles Tastenfeld ein.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/articles-images.sftcdn.net\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2009\/01\/g1post3.jpg\" align=\"left\" \/>Auflegen und Anrufen sind also eher konventionell, daf\u00fcr schnell und auch mit einer Hand zu erledigen. Die Kr\u00fcmmung kommt dem Nutzer dabei entgegen: Die wenigen Millimeter machen den Unterschied zwischen bequem und unbequem f\u00fcr den Daumen  aus. Die Men\u00fctaste f\u00fchrt immer zum Startmen\u00fc, w\u00e4hrend eine Zur\u00fcck-Taste jeweils eine Men\u00fcebene zur\u00fcckf\u00fchrt. Beschleunigungssensor und Touchscreen sind \u00fcbrigens erstaunlich fein justiert und reagieren auch auf kleinste Bewegungen, was erst bei Balance-Spielen so richtig zur Geltung kommt.<\/p>\n<p>Am linken Rand findet man die Volumentasten und den Schacht f\u00fcr die Mikro-SD-Karte. Der USB-Anschluss auf der Unterseite dient sowohl dem Aufladen des Akkus \u00fcber eine Steckerverbindung als auch der PC-Verbindung. So ist so es leider nicht m\u00f6glich, ein Ger\u00e4t mit leerem Akku gleichzeitig mit dem PC zu verbinden und aufzuladen. Unpraktisch &#8211; das sollte sich in der marktreifen Version auf jeden Fall \u00e4ndern. In dem Akkufach legt man die SIM-Karte ein. Zur Verf\u00fcgung stehen Triband, Quadband, GPRS\/EDGE, UMTS, WLAN, Bluetooth, HSDPA\/HSUPA.<\/p>\n<p>Zur QWERTY-Tastatur gelangt man \u00fcber einen Federmechanismus, der das Display seitlich wegschiebt und die darunter liegende Tastatur aufklappt. Hier tippt man sehr bequem dank rutschfester Kn\u00f6pfe.<\/p>\n<h3>Software<\/h3>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/articles-images.sftcdn.net\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2009\/01\/g1post1.jpg\" align=\"right\" \/>Das Handy-Erlebnis des G1 ist gepr\u00e4gt von Google und l\u00e4sst sich unter dem Stichwort mobile soziale Netze und lokale Dienste zusammenfassen. Beeindruckend ist die Integration der mitgelieferten Google Maps. Die Googlekarten ruft man vom Home-Bildschirm auf. Mit der Men\u00fctaste ruft man im \u00dcbrigen in fast in allen Applikationen die jeweiligen Programm-Men\u00fcs auf.<\/p>\n<p>Auf dem Display surft man bequem und gestochen scharf in der Satellitenansicht und selbst in der Street View-Ansicht der Onlinekarten. Auch viele kostenlose Anwendungen nutzen die Google-Karten f\u00fcr diverse Zusatzfunktionen. Man kann damit eigene lokale Infos hinzuf\u00fcgen und auf eine Onlineplattform hochschieben oder eigene Routen mit Zusatzinformation und Reisef\u00fchrer zusammenstellen. Der Fantasie in Sachen Google Maps sind fast keine Grenzen gesetzt. Hier merkt man auch als Nutzer schnell, wie der Google-Hase l\u00e4uft.<\/p>\n<p>Das G1 hat in der von uns getesteten Version wenig Zusatzsoftware mit an Bord. Man ist daher auf den im Betriebssystem integrierten Softwareshop Android Market angewiesen. Dazu braucht es eine Onlineverbindung. Die Einrichtung eines WLAN-Internetzugangs \u00fcber ein lokales Netzwerk verlief problemlos und lieferte gute Geschwindigkeiten.<\/p>\n<blockquote><p>Videos spielt das Ger\u00e4t nur in den Formaten MP4 und 3GP ab. Ein Zeichen, dass das G1 nicht unbedingt als Entertainment-Handy konzipiert ist.<\/p><\/blockquote>\n<p>Der Software-Shop ist sehr bequem zu nutzen. Man surft durch den Katalog und l\u00e4dt die gew\u00fcnschten Anwendungen herunter. Zu jedem Programm gibt es eine Kurzbeschreibung. Download und Installation sind getrennte Prozesse. Das ist insofern erfreulich, da das Betriebssystem den User noch vor der Installation \u00fcber alle von der Software benutzten Schnittstellen informiert &#8211; so kann man den Installationsprozess bei Bedarf abbrechen. Praktisch ist auch Androids Uninstall-Option, mit der man Programme zwar deinstalliert, aber nicht komplett l\u00f6scht, sondern auf Halde h\u00e4lt und sp\u00e4ter bei Bedarf erneut installiert.<\/p>\n<p>Das Angebot des Android Markets ist\u00a0 zur Zeit noch komplett kostenlos und eher d\u00fcrftig. GPS-Anwendungen, Karten und Reisef\u00fchrer dominieren, aber nat\u00fcrlich gibt es auch eine nette Auswahl an Spielen. Bei Multimedia-Anwendungen ger\u00e4t man schon ins Schwitzen. Hier mangelt es im Vergleich zu anderen mobilen Betriebssystemen noch an der Auswahl. Das ist nat\u00fcrlich nur eine Frage der Zeit, erweist sich aber f\u00fcr die Nutzer der ersten Ger\u00e4te-Generation leicht nervig. Ein Zeichen, dass das G1 nicht unbedingt als Entertainment-Handy konzipiert ist. Videos spielt das Ger\u00e4t nur in den Formaten MP4 und 3GP ab, den Player muss man im Softwareshop herunterladen. Die Bildqualit\u00e4t ist daf\u00fcr, beispielsweise bei Youtube-Videos, ganz passabel.<\/p>\n<p>Und damit kommen wir zu einem der Mankos des Handys: Eigene Dateien bekommt man nur \u00fcber eine Mikro-SD-Karte auf das Handy. Die 256 MB Festspeicher des G1 sind nicht vom Nutzer direkt ansprechbar und werden schon von Betriebssystem und Software zur Gen\u00fcge beansprucht. Man muss sich daher vorher schon gut \u00fcberlegen, was man auf die Speicherkarte l\u00e4dt, wenn man ohne Notebook unterwegs ist und das Handy als Spielzeug, Kamera oder MP3-Player nutzen m\u00f6chte. Eine bescheidene MP3 Sammlung und ein paar Videos bringen die Karte sehr schnell an die Grenze der Speicherkapazit\u00e4t. Damit scheidet das G1 als Ersatz f\u00fcr einen Multimediaplayer aus.<\/p>\n<p>Das liegt anscheinend auch nicht im Interesse des Providers. Das Konzept des Android-Handys ist eindeutig auf die Integration mit Google und Onlineaktivit\u00e4ten ausgerichtet. Problemlos gelangt man in Googlemail und auch die GPS- und Kartenanwendungen sind spitze. Die Versuche, andere Mailaccounts einzurichten, schlugen allesamt fehl. Lediglich mit einem Multimessenger-Client funktionierten Messenger-Anbieter wie Yahoo oder MSN. Daf\u00fcr ist das Surferlebnis hervorragend. Schnelle Ladezeiten, bequeme Such- und Adressleisten und die Tastatur erleichtern alles, was man auf einem kleinen Display im Internet anstellen kann: Mailen, Chatten, Nachrichten abrufen oder kurze Blogposts hochschieben.<\/p>\n<blockquote><p>Der Internet- und Googlezwang, der von diesem Handy ausgeht, nervt schnell. Google-Fans allerdings werden von dem Handy vollauf begeistert sein.<\/p><\/blockquote>\n<p>Das bisherige Fehlen einer PC-Suite erschwert den Umgang mit eigenen Dateien enorm. Die PC-Integration ist noch nicht vorhanden: Man kann weder die eigenen Mails noch andere Informationen direkt auf einfache Weise mit dem PC synchronisieren. Der Internet- und Googlezwang, der von diesem Handy ausgeht, nervt schnell. Denn wer das Androidsystem nicht selbst f\u00fcr eigene Bed\u00fcrfnisse umfunktioniert, ger\u00e4t als privater Normalnutzer schnell in den Google-Sog und unterliegt den gleichen Zw\u00e4ngen wie Apple-Nutzer. Google-Fans allerdings werden von dem Handy vollauf begeistert sein.<\/p>\n<p>Bleibt zu sehen, was andere Provider und andere Hersteller mit dem offenen Betriebssystem Android anfangen. F\u00fcr Entwickler und all diejenigen, die sich ein Handy-System ma\u00dfschneidern k\u00f6nnen, \u00f6ffnen sich sicherlich ganz neue Perspektiven. Normale Durchschnittsnutzer und Privatkunden werden aber das nutzen, was aufs Ger\u00e4t kommt und damit vor allem Googles Onlinedienste.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit dem mobilen Betriebssystem Android will sich Google seinen Platz im hart umk\u00e4mpften Handy-Markt sichern. 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