{"id":4296,"date":"2010-03-02T17:08:49","date_gmt":"2010-03-02T16:08:49","guid":{"rendered":"http:\/\/onsoftware.softonic.de\/avira-interview-virenschutz-muss-transparent-fur-die-anwender-sein\/"},"modified":"2024-03-08T07:14:44","modified_gmt":"2024-03-08T06:14:44","slug":"avira-interview-virenschutz-muss-transparent-fur-die-anwender-sein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/cms-articles.softonic.io\/de\/avira-interview-virenschutz-muss-transparent-fur-die-anwender-sein\/","title":{"rendered":"Avira-Interview: \u201cVirenschutz muss transparent f\u00fcr die Anwender sein\u201d"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/articles-images.sftcdn.net\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2010\/03\/logo_web.gif\" align=\"right\" \/>Das schw\u00e4bische Unternehmen Avira spielt auf dem Markt f\u00fcr Antivirus- und Sicherheitssoftware seit Jahren eine wichtige Rolle. Bei Softonic ist die kostenlose Software <a href=\"http:\/\/avira-antivir-personal-free-antivirus.softonic.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Avira AntiVir Personal Free Antivirus <\/a>stets unter den Top-Downloads vertreten. In K\u00fcrze erscheint die Software bereits in der zehnten Version. OnSoftware blickt im Gespr\u00e4ch mit Chief Technical Officer Stefan Schiffert auf der CeBIT hinter die Kulissen der erfolgreichen deutschen Softwareschmiede.<\/p>\n<p><strong>OnSoftware:<\/strong> Avira bietet neben dem kostenlosen Avira AntiVir Personal Free Antivirus eine Vielzahl weiterer, kostenpflichtiger Sicherheitsl\u00f6sungen an. Wie ist das Verh\u00e4ltnis zwischen Gratis- und Kaufsoftware?<\/p>\n<p><strong>Stefan Schiffert:<\/strong> Im kostenlosen Bereich haben wir rund 150 Millionen User weltweit. Weitere f\u00fcnf bis sechs Millionen Anwender greifen auf unsere Premium-Versionen zur\u00fcck. Laut einer k\u00fcrzlich ver\u00f6ffentlichten Studie haben 27 Prozent der Menschen weltweit einen Internetanschluss. Trifft diese Quote zu, so ist auf jedem zehnten PC oder Laptop Avira AntiVir Personal installiert.<\/p>\n<p><strong>OnSoftware:<\/strong> Das Anbieten einer so weit verbreiteten Software ist mit nicht unerheblichen Kosten unter anderem f\u00fcr das Hosting und die regelm\u00e4\u00dfigen Updates der Virusdatenbanken verbunden. Tr\u00e4gt der Verkauf der Premium-Produkte diese Kosten denn?<!--more--><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/articles-images.sftcdn.net\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2010\/03\/stefan-schiffert.jpg\" align=\"left\" height=\"164\" width=\"164\" \/><strong>Schiffert<\/strong><strong>:\u00a0<\/strong> Auf alle F\u00e4lle. Dabei kommt uns der modulare Aufbau unserer Produkte entgegen. Wir verwenden in der kostenlosen Version Module, die auch in den Kaufversionen enthalten sind. Somit sind die Entwicklungskosten nicht besonders hoch. Aber klar, die Bereitstellung der Bandbreite f\u00fcr Updates oder neue Produkte wie die am 23. M\u00e4rz erscheinende Version 10 unserer Software kostet nat\u00fcrlich eine Menge Geld. Wenn 150 Millionen mal 15 Megabyte heruntergeladen werden, so summiert sich das gewaltig.<\/p>\n<p><strong>OnSoftware:<\/strong> Bietet die kostenlose Version von Avira den selben Schutz wie die Premium-Variante?<\/p>\n<p><strong>Schiffert<\/strong><strong>:\u00a0<\/strong> Was den reinen Virenschutz angeht: Ja, da bieten alle Produkte die selbe Sicherheit, da gibt es auch keinerlei Unterschiede in der Datenbank. Die Premium-Variante bringt jedoch zus\u00e4tzliche Optionen wie beispielsweise einen Mailguard mit, der mit Viren verseuchte E-Mails direkt abf\u00e4ngt. Die kostenlose Variante l\u00f6scht solche Schadsoftware selbstverst\u00e4ndlich auch, aber erst wenn die betroffene Datei bereits auf der Festplatte gelandet ist.<\/p>\n<p><strong>OnSoftware:<\/strong> Anwender nutzen den Computer auf h\u00f6chst unterschiedliche Art und Weise. E-Mails versenden, im Internet surfen oder Dateien aus P2P-Netzen laden. Wo drohen die gr\u00f6\u00dften Gefahren?<\/p>\n<p><strong>Schiffert<\/strong><strong>:\u00a0<\/strong> Am weitesten verbreitet sind derzeit die so genannten Drive-By-Viren, die man sich beim Surfen im Internet einf\u00e4ngt. Diese Viren nutzen Sicherheitsl\u00fccken im Betriebssystem oder im Internetbrowser aus. Oft bemerkt man gar nicht, dass man sich Schadsoftware eingefangen hat. H\u00e4ufig schlummern diese Viren wochen- oder monatelang auf der Festplatte, bis sich der PC irgendwann mal komisch verh\u00e4lt. Da kann es dann schon zu sp\u00e4t sein und beispielsweise ein Keylogger hat l\u00e4ngst alle Passw\u00f6rter ausspioniert. Eine weitere Gefahr wurde uns durch Gespr\u00e4che mit Kunden bewusst: Das ist die Verbreitung von Malware per E-Mails, die von Bekannten verschickt wurden. Und Bekannten vertraut man ja f\u00fcr gew\u00f6hnlich. Doch im Anhang droht das Unheil&#8230;<\/p>\n<p><strong>OnSoftware:<\/strong> Wie bleibt man als Antivirus-Spezialist immer auf dem neuesten Stand? Wie h\u00e4lt man die Datenbank aktuell?<\/p>\n<p><strong>Schiffert<\/strong><strong>:\u00a0<\/strong> Wir nutzen verschiedene Quellen, von denen wir best\u00e4ndig Malware beziehen. So haben wir etwa ein weltweites <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Honeypot\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Honeypot<\/a>-Netzwerk mit \u00fcber 1.000 Servern aufgebaut, das immerzu neue Viren auff\u00e4ngt. Dar\u00fcber hinaus tauschen wir uns mit anderen Herstellern von Sicherheitssoftware regelm\u00e4\u00dfig aus. Und nat\u00fcrlich liefern uns die Anwender wertvolle Informationen. In der in K\u00fcrze erscheinenden Version 10 f\u00e4llt es den Usern leicht, in der Quarant\u00e4ne isolierte Dateien an uns zu schicken. Allein unsere Kunden schicken uns pro Tag 1.000 bis 1.500 verd\u00e4chtige Dateien. Unverzichtbar ist nat\u00fcrlich auch eine gute Heuristik, die einerseits sch\u00fctzt und andererseits die Zahl von Fehlalarmen minimiert.<\/p>\n<p><strong>OnSoftware:<\/strong> Ein Kritikpunkt von einigen Softonic-Anwendern ist das sich \u00f6ffnende Werbefenster der kostenlosen Avira-Version, das zum Kauf der Premium-Version animiert. Da gibt es ja verschiedene Tools die dies verhindern. St\u00f6rt Sie das?<\/p>\n<p><strong>Schiffert<\/strong><strong>:\u00a0<\/strong> (lacht) Klar st\u00f6rt uns das und wir schauen regelm\u00e4\u00dfig nach, ob sich in der Registry etwas ge\u00e4ndert hat. Ist dies der Fall, so setzen wir wieder auf den Standardwert zur\u00fcck.<\/p>\n<p><strong>OnSoftware:<\/strong> Nach der Installation sch\u00fctzt Avira vom Start weg vor Viren. Klickt man sich in die Optionen, erscheinen die Konfigurationsm\u00f6glichkeiten recht \u00fcbersichtlich. Andere Produkte bieten da offensichtlich mehr. Fehlen bei Avira Funktionen, oder bieten Wettbewerber schlicht zu viel?<\/p>\n<p><strong>Schiffert<\/strong><strong>:\u00a0<\/strong> Das ist bewusst so gemacht. Virenschutz muss transparent f\u00fcr die Anwender sein. Avira hat einen Mittelweg gew\u00e4hlt. Zun\u00e4chst einmal ist unsere Software \u00fcbersichtlich. Wer mehr Konfigurationsm\u00f6glichkeiten\u00a0 ben\u00f6tigt, findet diese auch in dem Expertenmodus. F\u00fcr den Normalanwender reichen die Standardeinstellungen absolut aus.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das schw\u00e4bische Unternehmen Avira spielt auf dem Markt f\u00fcr Antivirus- und Sicherheitssoftware seit Jahren eine wichtige Rolle. Bei Softonic ist die kostenlose Software Avira AntiVir Personal Free Antivirus stets unter den Top-Downloads vertreten. In K\u00fcrze erscheint die Software bereits in der zehnten Version. 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