{"id":4485,"date":"2010-03-29T16:09:03","date_gmt":"2010-03-29T15:09:03","guid":{"rendered":"http:\/\/onsoftware.softonic.de\/indoor-maps-blick-in-das-innere-von-gebauden\/"},"modified":"2024-03-08T07:13:47","modified_gmt":"2024-03-08T06:13:47","slug":"indoor-maps-blick-in-das-innere-von-gebauden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/cms-articles.softonic.io\/de\/indoor-maps-blick-in-das-innere-von-gebauden\/","title":{"rendered":"Indoor-Maps: Blick in das Innere von Geb\u00e4uden"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/articles-images.sftcdn.net\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2010\/03\/blog3b.jpg\" align=\"right\" \/>Zur Zeit tobt eine hitzige Debatte um den Einsatz von Google Street View in Deutschland. Nicht auszudenken, was los w\u00e4re, wenn Kartensoftware Geb\u00e4ude nicht nur von der Stra\u00dfe aus abfotografieren w\u00fcrde, sondern auch noch einen Blick in das Innere gew\u00e4hren w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Genau das steht aber an, und zwar nicht seitens des Buhmanns Google Street View, sondern via Handy-Karten wie den <a href=\"http:\/\/nokia-ovi-maps.softonic.de\/symbian\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Ovi Maps<\/a> von Nokia. In kleinem Umfang gibt es das bereits schon, beispielsweise bietet <a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/micellomaps\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Micello<\/a> in dem US-Store von iTunes eine kostenlose App namens <a href=\"http:\/\/itunes.apple.com\/us\/app\/micello-indoor-maps\/id349747050?mt=8\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Indoor Maps<\/a> mit Karten zu Einkaufszentren in San Francisco.<!--more--><\/p>\n<p>Schon zur Handymesse in Barcelona k\u00fcndigte Nokia an, dass die Karten in Nokias Ovi Maps mit ihren drei Millionen Downloads demn\u00e4chst auch noch mit Bildern, beziehungsweise Kartenskizzen, aus dem Inneren der Geb\u00e4ude geschm\u00fcckt w\u00fcrden. Kollegen von <a href=\"http:\/\/en.onsoftware.com\/nokia-set-to-add-3d-indoor-maps-to-ovi\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">OnSoftware<\/a> befragten hierzu Christof Hellmis, Vizepr\u00e4sident f\u00fcr Product Location Services bei Nokia, der bereitwillig Auskunft zu Nokias Pl\u00e4nen in Sachen Ovi Maps gab.<\/p>\n<p>Hellmis weist darauf hin, dass Nokia mit dem Kauf des Kartenherstellers Naviteq vor zwei Jahren die Anstrengungen darauf richtet, den Ovi-Nutzern ein noch intensiveres Kartenerlebnis zu vermitteln. 3D-Ansichten und die sogenannte <em>augmented reality<\/em> sind dabei laut Hellmis nur ein Schritt weiter zum n\u00e4chsten Stadium mobiler Navigation.<\/p>\n<blockquote><p>Als wir unsere 3D-Kartenplattform herausbrachten, betrachteten wir das nicht als ein neues Kapitel in unserer Produktentwicklung, sondern als ein komplett neues Buch mit einer unbeschriebenen ersten Seite. Wir sahen den Kontext der Bewegung von einer flachen zweidimensionalen Karte auf drei Dimensionen und aus diesem Grund kauften wir Navteq. Das Unternehmen besitzt ein 100.000 Dollar teures Laseruhren-Equipment, mit dem man sehr exakt Bilder von Stra\u00dfen und Geb\u00e4uden aufnehmen kann. Dies Aufnahmen sind nach oben skalierbar und wir werden weiterhin mehr und mehr detaillierte 3D-Bilder von Geb\u00e4uden in Ovi Maps integrieren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/en.onsoftware.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/hellmis.jpg\" alt=\"Hellmis\" align=\"left\" \/><\/p>\n<p>Nun besteht der Vorteil solch hoher Standards bei der Bilderfassung darin, dass die Kartografie des Geb\u00e4udeinneren m\u00f6glich wird, wenn man es richtig anstellt. Nokia hat schon einige Forschungsarbeit in Sachen Indoor Mapping betrieben und wir m\u00fcssen jetzt noch entscheiden, wie das am Besten gestaltet wird. Ich sehe eine Zeit kommen, in der Geb\u00e4ude mit \u00f6ffentlichem Interesse wie Einkaufszentren kartografisch erfasst werden und auf Ovi verf\u00fcgbar sind. Das w\u00fcrde eine neue Dimension in Sachen Werbung \u00f6ffnen, denn Werbekunden k\u00f6nnten Werbebotschaften an potenzielle Laufkundschaft senden. Indoor Mapping kann aber auch f\u00fcr Museen und andere \u00f6ffentliche Geb\u00e4ude interessant sein.<\/p><\/blockquote>\n<p>Die ersten 3D Indoor-Karten gibt es tats\u00e4chlich schon. Navteq hat, \u00e4hnlich wie die Google mit den Street View-Autos, bereits mit der entsprechenden Kameraausr\u00fcstung ausgestattete Wagen losgeschickt. Die Kameras erfassen teilweise das Innere von Hotels und Tagungszentren oder Einkaufszentren. Den Rest erledigt man auf andere Weise. Das Ergebnis gleicht noch den in Einkaufszentren \u00fcblichen Orientierungstafeln. Soweit also nichts allzu Spektakul\u00e4res, w\u00e4ren da nicht die m\u00f6glichen Erweiterungen mit realen Bildern.<\/p>\n<p>Letzteres w\u00e4re nat\u00fcrlich eine Traumvorstellung f\u00fcr die Werbeindustrie. Der Gedanke, Ladeninhabern in Einkaufszentren eine Karte des Geb\u00e4udeinneren als potentielle Werbefl\u00e4che pr\u00e4sentieren zu k\u00f6nnen, klingt verlockend. Wer eine Einkaufsmeile sogar nur virtuell betreten w\u00fcrde, bek\u00e4me Sonderangebote direkt auf das Handy <em>gebeamt<\/em>.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/en.onsoftware.com\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/camera.jpg\" alt=\"Navteq\" \/><\/p>\n<p>Navteq hat sich schon auf diesen Weg begeben. Das Unternehmen kooperiert mit <a href=\"http:\/\/www.nobexrc.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Nobex Radio Companion<\/a>. H\u00f6rer der Nobex Onlineradiodienste auf BlackBerrys, die an einem bestimmten Gesch\u00e4ft vorbei spazieren oder daran vorbei fahren, erhalten Werbung f\u00fcr Sonderangebote auf ihrem Smartphone.<\/p>\n<p>Dieses Gesch\u00e4ftsmodell steckt noch in den Kinderschuhen, bietet aber einen Ausblick auf das, was Handynutzern bevorsteht, wenn sich 3D-Karten kommerziell weiter entwickeln. Wer aus welchem Grund auch immer die Welt auf dem Handy erkunden m\u00f6chte, wird dies bald in bisher ungeahntem Ausma\u00df tun k\u00f6nnen. Wahrscheinlicher ist aus Nutzersicht allerdings, dass diese Technik eher den Blick in Museen, Hotels, Sportstadien, Flugh\u00e4fen und andere Arten \u00f6ffentlicher Geb\u00e4ude als in Kaufparadiese freigibt. Wenn Street View schon jetzt die Gem\u00fcter erhitzt, k\u00f6nnten sogenannte <em>Indoor Maps <\/em>bald der n\u00e4chste Dienst im Visier der Datensch\u00fctzer sein.<\/p>\n<p>Via <a href=\"http:\/\/en.onsoftware.com\/nokia-set-to-add-3d-indoor-maps-to-ovi\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">OnSoftware<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zur Zeit tobt eine hitzige Debatte um den Einsatz von Google Street View in Deutschland. Nicht auszudenken, was los w\u00e4re, wenn Kartensoftware Geb\u00e4ude nicht nur von der Stra\u00dfe aus abfotografieren w\u00fcrde, sondern auch noch einen Blick in das Innere gew\u00e4hren w\u00fcrde. 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