{"id":61026,"date":"2014-09-10T15:42:10","date_gmt":"2014-09-10T14:42:10","guid":{"rendered":"http:\/\/onsoftware.softonic.de\/?p=61026"},"modified":"2024-03-08T05:54:58","modified_gmt":"2024-03-08T04:54:58","slug":"meinung-denken-gibts-dafur-eine-app","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/cms-articles.softonic.io\/de\/meinung-denken-gibts-dafur-eine-app\/","title":{"rendered":"Meinung: Denken &#8211; gibt&#8217;s daf\u00fcr eine App?"},"content":{"rendered":"<p>Es gibt f\u00fcr fast alles eine App. Software unterst\u00fctzt heute so ziemlich jeden Aspekt unseres Lebens: Kleine Helfer wie Kartendienste, Kalender, Musikplayer oder Social-Media-Anwendungen &#8211; die Apps auf unseren Smartphones erleichtern unseren Alltag. Doch nicht nur das: <strong>Jetzt wollen uns die Apps auch noch das Denken abnehmen. <\/strong><\/p>\n<p>Das nervt.<\/p>\n<p>Meine Fitness-App begn\u00fcgt sich nicht nur damit, die unter gr\u00f6\u00dfter k\u00f6rperlicher Anstrengung abgespulten Kilometer aufzuzeichnen und gnadenlos zu analysieren. Nein &#8211; die Software erinnert mich dank des strikt kalkulierten Trainingsplans auch regelm\u00e4\u00dfig daran, <strong>wann es Zeit f\u00fcr mich ist, die Jogging-Schuhe zu schn\u00fcren<\/strong>.<\/p>\n<p>Die Wecker-App denkt auch mit und m\u00f6chte mich dazu \u00fcberreden, meinen Sch\u00f6nheitsschlaf m\u00f6glichst effizient zu gestalten. Das l\u00e4uft dann darauf hinaus, dass die App nicht nur p\u00fcnktlich morgen klingelt sondern<strong> mir auch per Nachricht mitteilt, wann ich ins Bett zu gehen habe<\/strong>. Zuwiderhandlungen k\u00f6nnten negative Auswirkungen auf meinen Schlaf-Zyklus haben.<\/p>\n<p>Nicht zu schweigen von den zahlreichen Social-Media-Apps wie beispielsweise Facebook, die per scheinbar intelligentem Algorithmus von Haus aus wissen, welche Nachrichten wichtig f\u00fcr mich sind und <strong>mich ohne zu fragen st\u00e4ndig mit Informationen bombardieren<\/strong>.<\/p>\n<p>Ganz weit vorn sind auch die Apps von Unternehmen, beispielsweise Fluggesellschaften. Da installiere ich mir die App, um die besten und g\u00fcnstigsten Flugverbindungen zu suchen. Prompt bekomme ich Push-Werbenachrichten auf mein Handy geschickt, die\u00a0 mich auffordern, <strong>jetzt und sofort<\/strong> die tollen Angebote zu nutzen und einen Flug zu kaufen.<\/p>\n<p>Es ist toll, dass App-Entwickler ihre Produkte immer weiter optimieren, um unser Leben zu erleichtern.<\/p>\n<p><strong>Aber bitte, bitte<\/strong>: H\u00f6rt auf, mir per App vorschreiben zu wollen, wann ich was zu machen, zu kaufen, zu lesen oder zu teilen habe. Ich kann und will immer noch selbst entscheiden, ob ich tats\u00e4chlich eine Runde im Park drehe oder lieber faul herumliegen will. <strong>Mir zu sagen, wann ich ins Bett zu gehen habe, hat irgendwie noch nie funktioniert<\/strong> und l\u00f6st ziemliche negative Gedanken aus. Empfohlene Tweets oder Werbeangebote ignoriere ich schon aus Prinzip.<\/p>\n<p>F\u00fcr einen alten Windows-Nutzer wie mich gibt es nur eine App, die f\u00fcr das Denken zust\u00e4ndig ist: <em>Brain.exe<\/em>.<\/p>\n<p><em>Dem Autor Wolfgang Harbauer auf <strong><a href=\"https:\/\/twitter.com\/wolfgangh_\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Twitter<\/a><\/strong> folgen.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gibt f\u00fcr fast alles eine App. Software unterst\u00fctzt heute so ziemlich jeden Aspekt unseres Lebens: Kleine Helfer wie Kartendienste, Kalender, Musikplayer oder Social-Media-Anwendungen &#8211; die Apps auf unseren Smartphones erleichtern unseren Alltag. Doch nicht nur das: Jetzt wollen uns die Apps auch noch das Denken abnehmen. Das nervt. 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