Mozilla über Google Chrome: “Es ist ein Experiment”

Google ChromeInzwischen hat ja wohl jeder den Start des neuen Internet-Browsers Chrome aus dem Hause Google mitbekommen. Internetexperte Michael Arrington bezeichnete den Navegator gar als “Windows Killer“. Dabei dürfte der Hauptkonkurrent für Chrome eher Mozilla Firefox sein. OnSoftware sprach mit Zbigniew Braniecki, Mitglied des Europäischen Mozilla-Vorstandes, um die ersten Reaktionen des Open-Source Giganten zu dem Google-Konkurrenten zu erfahren. Bezüglich des neuen Starts kommentiert Braniecki Folgendes:

Ich bin froh, dass ein neuer Browser den Markt betritt: Google hat sehr talentierte Entwickler. Sie schaffen einen Browser, der unseren [Mozillas] Wertvorstellungen  entspricht – Offenheit, Einhaltung der Internetstandards, Sicherheit und Datenschutz.  Was am Ende dabei herauskommt, wird sich noch zeigen.

Google ist natürlich ganz anders als Mozilla aufgestellt, und so weichen auch die Zielvorstellungen ab:

Wir glauben, dass Mozilla als gemeinnützige Organisation weiterhin eine Schlüsselrolle als treibende Kraft für Innovation und Alternativen im Internet spielt. Kurz gefasst: Google ist nur ein Unternehmen, wie Apple, Flock und andere. Der Mozilla Stiftung hingegen kommt eine besondere Stellung und Verantwortung bei der Entwicklung des Internets zu.

Über den neuen Browser und seine Besonderheiten, (wobei über die Eigenständigkeit offener Tabs von Google und Anderen schon viel gesagt worden ist) Continue reading “Mozilla über Google Chrome: “Es ist ein Experiment””

Google Chrome: Erste Eindrücke

Schon seit Jahren geht im Netz das Gerücht um, dass Google einen eigenen Browser entwickelt. Am Dienstagabend kurz nach 21.00 Uhr war es dann endlich soweit. Seitdem steht der Browser unter http://www.google.com/chrome – vorerst nur für Windows – zum Download bereit. Der Name des neuesten Geniestreiches des Internet-Giganten: Google Chrome. In der OnSoftware-Redaktion haben wir uns den Browser natürlich sehr genau angeschaut.

Zunächst fällt einmal auf, dass der Google-Browser – zumindest gefühlt – wahnsinnig schnell ist. Das liegt wohl zum einen daran, dass Chrome die auch von Safari verwendete Webkit-Engine nutzt. Zum anderen hat Google dem Browser die selbstentwickelte JavaScript-Engine V8 spendiert.  Das macht Google Chrome besonders geeignet für JavaScript-lastige Online-Anwendungen wie zum Beispiel Google Mail oder Google Docs. Webapplikationen speichert die Software bei Bedarf als Verknüpfung auf dem Desktop. Allerdings sieht man die Sache mit der Geschwindigkeit im Netz recht unterschiedlich. So zeigt man sich Golem von den Benchmarks beeindruckt, während man beim Wall Street Journal Firefox und Safari vorne sieht.

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Google zieht die Grenzen neu ;-)

Wie oft hat uns wohl Google schon den Weg gezeigt? Seit dem Erscheinen von Google Earth und Google Maps finden wir dank den virtuellen Karten und Weltansichten sicher an nahezu jedes Ziel. Umso überraschter waren wir daher in der OnSoftware-Redaktion, als wir in dem Google Chrome-Comic diese Europa-Karte mit recht ungewöhnlichem deutschen Grenzverlauf entdeckten:

Da stellt sich zwangsläufig die Frage: “Ja haben die da bei Google denn kein Maps und auch kein Earth?”

Willkommen im Wunderland der Wallpaper

Manch einer liebt Computer von der Stange und schaltet in dem Windows-Betriebssystem so ziemlich alles aus, was den virtuellen Schreibtisch optisch aufpeppt. Im krassen Gegensatz zu diesen Old-School-Puristen stehen all jene Anwender, die mit einer ganzen Vielzahl von Desktop-Elementen das Betriebssystem optisch komplett umkrempeln.  Mit nur wenigen Mausklicks passen auch Anfänger Programmicons, Cursorsymbole oder das komplette System individuell an. Wir stellen drei kostenlose Programme vor, die Schreibtischhintergründe – die so genannten Wallpaper – automatisch wechseln.

Adolix Wallpaper ChangerDie kostenlose Software Adolix Wallpaper Changer zeigt die eigenen Lieblingsbilder im regelmäßigen Wechsel als Bildschirmhintergrund. Über das Kontrollfeld lädt man Bilder oder Bildserien in den Adolix Wallpaper Changer und bestimmt die Frequenz der Bildwechsel. Die Software enthält eine Reihe von Vorlagen. Darüber hinaus erstellt der Nutzer Favoritenlisten und legt darin Größe, Lage oder Farbhintergrund für jedes Bild fest.

Die Freeware X-Fusions Wallpaper bringt eine reich gefüllte Wallpaper-Sammlung auf den PC. In Kategorien geordnet, bietet die kostenlose Software Desktop-Motive aus Sport, Luftfahrt, Natur, Film, Fernsehen und vielem mehr. Auf einer Art Fototisch breitet X-Fusions Wallpaper thematisch sortiert alle enthaltenen Wallpaper und Bildschirmhintergründe aus. In 13 Kategorien bietet das Gratis-Paket unter anderem 103 Motive aus dem Bereich Luftfahrt, 82 Landschaftsansichten, 50 digitale Kunstwerke und einige wenige Wallpaper aus Sport, Auto und Tierwelt.

DesktoptopiaDie kostenlose Systemerweiterung Desktoptopia blendet automatisch wechselnde Hintergrundbilder ein. Der Anwender stellt Desktoptopia über die Programmoberfläche nach Belieben ein. Man definiert die Verweildauer der Hintergrundgrafik, die Auswahl der Bild-Quellen und Kategorien. Favorisierte Wallpaper hält der Nutzer mit einem Klick auf Pause dauerhaft auf dem Schreibtisch fest. Weniger ansprechende Hintergründe überspringt man per Klick. Die Freeware lädt die Wallpaper in Echtzeit aus dem Internet. Desktoptopia gibt es auch in einer Version für Mac-Anwender.

Fehlerberichte auf dem Mac deaktivieren

Wenn ein Programm auf dem Mac abstürzt, erscheint ein Dialog, mit dem man einen Fehlerbericht an Apple senden kann. Hat man nicht vor das zu tun, stört dieser Dialog eher.

Mit einem Terminal-Befehl deaktiviert man diese Funktion. Dazu ruft man das Terminal auf. Es befindet sich im Verzeichnis Dienstprogramme im Programme-Ordner. Hier gibt man den folgenden Befehl ein:

defaults write com.apple.CrashReporter DialogType none

Nun nervt OS X  bei eventuellen Programmabstürzen nicht mehr mit dem Fehlerbericht-Dialog. Allerdings bekommt man den Programmcrash jetzt eventuell nur noch durch das verschwindende Dock-Icon mit.

via TUAW

Symbian-Software und das Zertifikatsproblem

So mancher Handynutzer kennt das Problem: Nach stundenlangem Suchen nach einer bestimmten Software lädt man sie endlich auf das Handy und erhält als erstes eine Fehlermeldung, weil die Software unsigniert ist. Diese so genannten Zertifikatsfehler sind dann sehr ärgerlich.

Der Grund dafür liegt in der Sicherheitspolitik des mobilen Betriebssytems Symbian. Seit Version 9 gibt es eine Sicherheitsschranke namens Symbian Signed. Dieser Mechanismus wird nur bei Programmen aktiv, die direkt auf das Betriebssystem zugreifen. Aus Sicherheitsgründen fordert das Symbian-System bei der Installation solcher Programme eine Garantie des Entwicklers in Form eines Zertifikats. Damit soll sichergestellt werden, dass die Software das Betriebssystem nicht beschädigt. Das Prinzip ähnelt dem, das auch Windows anwendet. Eine unsignierte Software auf einen Handy mit Symbian 9 oder höher, die auf die Schnittstelle (API) des Betriebssytems zugreifen möchte, kann ohne Zertifikat auf keinen Fall installiert werden.

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Hacker knacken Neonazi-Server

Politisch der linken Szene zugeordnete Hacker haben Daten der in Deutschland verbotenen Neonazi-Gruppe Blood and Honour von deren Server gestohlen und für alle zugänglich im Internet veröffentlicht. Insgesamt fischten die Hacker mehr als 30.000 Datensätze von dem Internetserver. 500 Mitglieder sollen nach Angaben der Frankfurter Rundschau aus Deutschland stammen. Für diese Personen sollen sich nun auch bundesdeutsche Ermittler interessieren. Seit September 2000 ist Blood and Honour in Deutschland verboten.

Die Aktion der Hacker erreichte weltweit eine große Aufmerksamkeit. Je nachdem von wo aus die Daten gehackt wurden, und wo sich der betreffende Server befand haben die Hacker jedoch eine oder gar mehrere Straftaten begangen. Datenklau ist schließlich verboten. Was für eine Meinung haben die OnSoftware-Leser? Ist eine solche Aktion im Falle der Aufdeckung gesetzeswidrigen Verhaltens legitim? Oder ist Gesetz nunmal Gesetz? Zur Umfage im Softonic-Forum geht es hier.