Anonym Surfen: Tor, JonDo, VPN und Web-Proxies im Vergleich

Nur mit Spezialsoftware ist man im Netz wirklich anonym unterwegs. Anhand der Verbindungsdaten ist fast jeder Internetnutzer leicht identifizierbar. Wir stellen die Werkzeuge Tor, JonDo, VPN und Web-Proxies mit den jeweiligen Vor- und Nachteilen vor.

Grundlage aller Anonymiesierungsdienste ist die Verschleierung der IP-Adresse. Die IP-Adresse ist ein vom jeweiligen Internetanbieter vergebene eindeutiger Zahlencode. Ähnlich wie bei einer Telefonnummer ermöglicht erst die IP-Adresse die eindeutige Zuordnung verbundener Rechner. Wie der eigene Internetprovider können Webseiten die IP-Adressen der Besucher einfach protokollieren.

In Deutschland und einigen anderen Ländern müssen Internetprovider die Verbindungsdaten ein halbes Jahr lang aufbewahren. Auf diesem Weg werden beispielsweise Straftäter im Netz überführt. Die Verbindungsdaten können jedoch auch in die Hände von Datendieben oder geheime Überwachungsprogramme wie PRISM gelangen.

Tor

Tor verschleiert die IP-Adresse der Nutzer durch in Reihe geschaltetete Proxy-Server. Der Rechner daheim kommuniziert nur mit dem ersten Proxy-Server im Tor-Netzwerk. Von dort leitet der Dienst die Daten mit einer anderen IP-Adresse weiter. Für Webseiten im Netz ist die Identität des Seitenbesuchers anhand der IP-Adresse nicht ermittelbar. In unserem Artikel Anonym surfen: So funktioniert der Tor-Browser stellen wir die Software detailliert vor.

Installation

Der Name Tor steht für eine im Hintergrund arbeitende Software, welche auf Wunsch den kompletten Internetverkehr des Webbrowsers über das Tor-Netzwerk umleitet. Bedient wird Tor über eine grafische Oberfläche mit dem Namen Vidalia. Man kann Vidalia einzeln installieren oder alternativ mit dem so genannten Tor Browser Bundle.

Das Tor Browser Bundle installiert neben Vidalia eine auf Sicherheit optimierte Version von Mozilla Firefox. Ohne Spezialkenntnisse sollte man Vidalia nicht alleine nutzen. Das Tor Browser Bundle ist die erste Wahl.

Bedienung

In Tor genügt nach der Installation ein Mausklick, um sicher loszusurfen. Tor startet die Vidalia-Software, stellt automatisch eine Verbindung zum Tor-Netzwerk her und lädt dann die optimierte Tor-Version von Firefox.

Per Mausklick kann man in Vidalia die Verbindung zum Tor-Netzwerk trennen. Der Tor-Firefox funktioniert dann nicht mehr. Man kann den Tor-Browser mit Vidalia und eine normale Version von Firefox parallel betreiben und so nur bei Bedarf auf Tor zurückgreifen.

Neben der Tarnung der IP-Adresse sorgt der Tor-Browser mit optimierten Einstellungen und den Add-ons HTTPS-Everywhere und NoScript für zusätzliche Sicherheit. Statt Google kommen als sichere Suchmschine Startpage oder wahlweise Duckduckgo zum Einsatz. Über die Symbolleiste kann man die erweiterten Funktionen bedienen und einstellen.

Geschwindigkeit

Tor erlaubt halbwegs flüssiges Surfen im Netz. Bei großen Downloads, Video-Streaming oder Filesharing muss man mit Tor aber Abstriche machen. In unserem Download-Test erreichte der Browser einen mittleren Datendurchsatz von 240 KB pro Sekunde. Je nach übertragenen Daten und momentaner Auslastung des Tor-Netzwerks kann der Wert höher oder niedriger sein.

Sicherheitsfaktor

Hat man nicht gerade den Geheimdienst oder die Polizei auf den Fersen, ist Tor sehr sicher. Ein umfassender Sicherheitstest bei ip-check.info zeigt, wie gut Tor die tatsächliche ID verschleiert.

Ein theoretisches Sicherheitsrisiko besteht bei Tor jedoch im möglichen Abhören des Datenverkehrs der Proxy-Server. Tor arbeitet nach einer Art Filesharing-Prinzip mit freiwilligen Teilnehmern. In den Vidalia-Einstellungen kann man den eigenen Rechner als Proxy-Server für das Tor-Netz bereitstellen. Nur durch diese Aufteilung der Datenlast ist ein kostenloser Betrieb von Tor möglich.

Theoretisch ist es möglich, dass Abhörinstitutionen wie die NSA mit vielen Rechnern am Tor-Netzwerk aktiv teilnehmen, um Zugriff auf übertragene Daten zu bekommen. 2007 demonstrierte ein Hacker diese Anfälligkeit von Tor und erlangte mit nur fünf am Tor-Netz teilnehmenden Rechnern Zugriff auf sensible Zugangsdaten. Alle nicht via HTTPS/SSL übertragenen Daten sind besonders leicht abgreifbar. Doch auch die Entschlüsselung von SSL-Verbindungen ist technisch möglich.

JonDo

JonDo, auch als JAP oder Java Anonym Proxy bekannt, arbeitet wie Tor ebenfalls durch in Reihe geschaltetete Proxy-Server und verschleiert auf diesem Weg die persönliche IP-Adresse. Im Gegensatz zu Tor kommen von den Entwicklern mehrere definierte Proxy-Netzwerke zum Einsatz, aus denen der Anwender eines nach Ländern auswählen kann. Neben einem kostenlosen Zugang bietet JonDo auch ein Bezahlmodell für höhere Geschwindigkeit an.

Bild: anoym-surfen.de

Installation

Wie Tor setzt JonDo auf einen zwischen Browser und Internet platzierten IP-Wechsler. Nach der Installation des JonDo-Programms kann man mit beliebigen Browsern darauf zugreifen. Für erhöhte Sicherheit bietet JonDoFox ein optimiertes Profil für Firefox sowie den auf Firefox basierenden JonDo Browser an. Die korrekte Verbindung zwischen dem JonDo IP-Wechsler und Webbrowser stellt man manuell in den Proxy-Einstellungen des Browsers ein. Wir empfehlen den Einsatz mit dem JonDoBrowser.

Bedienung

Die JoDo-Proxysoftware und der JonDoBrowser müssen einzeln gestartet werden. In der Proxysoftware kann man unter verschiedenen Proxy-Netzen eines auswählen. Die im jeweiligen Netz genutzten Standorte werden durch Flaggen gekennzeichnet.

Mit dem Ein-Schalter startet man die Anonymisierung. Über den Bezahlen-Knopf kann man Datenpakte für schnellere Geschwindigkeit kaufen. Im Gegensatz zu Tor kann man JonDo auch abschalten und mit dem gleichen Browser ohne Anonymisierung surfen. Ein Parallelbetrieb mehrerer Browser ist nicht erforderlich.

Der JonDo Browser gleicht dem Tor Browser bei der Bedienung  bis ins Detail und ist ebenfalls eine angepasste Version von Firefox. Auch hier kommen Add-ons wie HTTPS-Everywhere und No Scripts zum Einsatz. Bei den voreingestellten Suchanbietern bietet JonDo Browser eine größere Auswahl als Tor. Neben Duckduckgo und Startpage finden sich auch ixquick und metager sowie mit Verschlüsselung arbeitende Profile für Wikipedia und Google.

Geschwindigkeit

JonDo limitiert die Geschwindigkeit im kostenlosen Betrieb auf 50 KB pro Sekunde. Das ist nur ein Fünftel von der Leistung von Tor. Flüssiges Surfen ist damit kaum möglich. Gegen Bezahlung kann man JonDo bei Bedarf aber auch mit über 600 KB pro Sekunde nutzen.

Sicherheitsfaktor

Das JonDo-Netzwerk arbeitet ausschließlich mit Proxy-Servern von zertifizierten Partnern. Eine Aufteilung der Datenlast auf viele Mitglieder wie bei Tor ist mit JonDo nicht möglich. Durch diesen Faktor ist JonDo zwar langsamer, aber auch sicherer. Nur durch Herausgabe der Verbindungsdaten durch alle vom Anwender genutzten Proxy-Betreiber ist eine Identifizierung theoretisch möglich. Ein Großteil der Partner verzichtet aber auf die Erfassung der Verbindungsdaten.

VPN

VPN steht für Virtual Private Network und ist vereinfacht gesagt eine geschützte direkte Netzwerkverbindung zweier Rechner über das Internet. Die Technik eignet sich neben dem geschützten Zugriff auf Unternehmensnetze auch zum anonymen Surfen. Dabei werden alle vom Anwender gesendeten und empfangenen Daten über einen so genannten SSL-VPN-Server verschlüsselt über andere Browser umgeleitet. Für Webseitenbetreiber ist die IP-Adresse des VPN-Servers die sichtbare Gegenstelle und nicht die tatsächliche IP-Adresse des Anwenders.

Anonymisierende VPN-Dienste setzen in der Regel auf kostenpflichtige Abonnements. Eine gute Übersicht verschiedener Dienstleister findet man bei der Webseite Best VPN Service.

Installation und Bedienung

VPN-Anbieter arbeiten wie Tor und JonDo mit einer eigenen Software oder leiten den Datenverkehr über einen direkt erreichbaren Proxy-Server um. Ein besonderer Browser ist dafür nicht erforderlich. Es ist jedoch möglich, die Browser von Tor und JonDo ausschließlich mit VPN-Diensten zu nutzen oder mit den Anonymisierungsnetzwerken zu koppeln.

Geschwindigkeit

VPN-Dienste leiten die Daten nicht über eine Vielzahl von Servern um und sind in der Regel sehr schnell. Mit einem entsprechenden Datentarif surft man fast genauso schnell wie gewohnt.

Sicherheitsfaktor

Durch statistische Analyse der zum VPN-Dienst übertragenen Pakete ist theoretisch eine ziemlich genaue Schätzung der angesurften Webseiten möglich. Ein wissenschaftlicher Artikel zu dem Thema gibt eine Treffgenauigkeit von bis zu 90% an. Zwar wird durch Verschlüsselung eine hohe Privatspähre gewährleistet. Anonymität können VPN-Dienste aber nur schlecht garantieren. Die JonDo-Betreiber raten vom Einsatz von VPN zur Anonymisierung ab.

Die Sicherheit hängt bei VPN-Diensten zusätzlich von der Vertrauenswürdigkeit der Anbieter ab. Der VPN-Dienst kann Verbindungsdaten sammeln und diese weitergeben. Oder die Server des Anbieters sind nicht ausreichend gesichert und werden unbemerkt überwacht.

Wer trotzdem auf VPN setzt, sollte als Sicherheitskriterium den Server-Standort der Firma berücksichtigen. Dienste in Ländern wie Deutschland oder der Schweiz sind sicher eine bessere Wahl als ein Anbieter aus den USA.

Web-Proxies

Neben den vorgestellten Diensten werben auch Web-Proxies mit Anonymität. Statt in die Adresszeile des Browsers ruft man Webseiten über ein Eingabefeld des Web-Proxy auf. Der Web-Proxy stellt die Inhalte auf der eigenen Seite dar. Der VPN-Anbieter Hide My Ass bietet einen derartigen Web-Proxy an.

Sicherheitsfaktor

Laut Testergebnissen mit ip-check.info sind Web-Proxies als Anonymisierungsdienste unbrauchbar. Insbesondere mit Hilfe von Javascript kann die IP-Adresse in den meisten Fällen leicht ermittelt werden. In manchen Diensten kann man Javascript zwar deaktivieren. Dadurch werden viele Webseiten allerdings unbrauchbar. Auf den Webseiten von JonDo findet man einen Vergleich mehrerer Anbieter.

Bild: anoym-surfen.de

Fazit

Für sicheres anonymes Surfen kommt nur JonDo wirklich in Betracht. Tor ist etwas schneller und theoretisch auch anonym. Die Gefahr einer großangelegten Überwachung von Tor durch Geheimdienste sollte nach den PRISM-Enthüllungen aber nicht unterschätzt werden. VPN-Dienste sichern nur die Privatsphäre zuverlässig, für anonymes Surfen sind die Anbieter kaum empfehlenswert. Web-Proxies sollte man schlicht meiden!

Downloads

Tor Browser Bundle für Windows

Tor Browser Bundle für Mac

JonDo für Windows

JonDo für Mac/Linux

JonDoBrowser für Windows

JonDoBrowser für Mac/Linux

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Ich Einfach Unverbesserlich: Minion Rush ist beliebter als Candy Crush

Der Endless-Runner zum aktuellen Kino-Film Ich – Einfach Unverbesserlich 2 stürmt gerade die iTunes-Charts. Unter den kostenlosen Programmen für iPhone und iPad belegt das Spiel um die gelben Minions den ersten Platz.

In Ich Einfach Unverbesserlich steuert der Spieler die gelben Helferlein des Superbösewichts Gru durch eine endlose Laufwelt. Angesiedelt in der Comic-Welt des Kinofilms sammelt der Spieler das Lieblingsessen der Kauderwelsche: Bananen. Auf dem Weg lauern neben lustigen Überraschungen auch Gefahren.

Ich Einfach Unverbesserlich: Minion Rush hat es in den USA-Charts auf den ersten Platz geschafft und auch den langen Kassenschlager Candy Crush Saga überholt. In Deutschland ist das Spiel bislang auf Platz 4 gelandet und liegt ebenfalls vor Candy Crush Saga. Anders sieht es auf Android-Smartphones aus. Im Google Play Store schafft es Ich Einfach Unverbesserlich: Minion Rush lediglich in die Top 10 und liegt fünf Plätze hinter Candy Crush.

Download Ich Einfach Unverbesserlich: Minion Rush für iOS

Download Ich Einfach Unverbesserlich: Minion Rush für Android

Download Candy Crush Saga für iOS

Download Candy Crush Saga für Android

Google Views: Panorama-Bilder in Google Maps veröffentlichen

Google hat mit Views eine neue Community rund um Google Maps gestartet. Nutzer veröffentlichen in Views eigene Panoroma-Bilder, mit denen andere Nutzer einen ersten Eindruck von fremden Orten erhalten.

Die Views-Seite richtet sich vornehmlich an Nutzer von Android-Smartphones und Tablets mit Android 4.2 und neuer. Die Kamera-App dieser Geräte unterstützt einen Photo Sphere genannten Modus, mit dem man sehr einfach 360 Grad Aufnahmen schießt. Nutzer können aber auch selbst gebaute Panorama-Bilder auf Google Views veröffentlichen.

Via Google Maps Blog

Download Google Maps für Android

Download Google Maps für iOS

PES 2014 angespielt – Der Ersteindruck unserer Spiele-Profis

Wir haben das neue Pro Evolution Soccer 2014 ausprobiert. Noch einen Monat dauert es, bis die offizielle Demo von PES 2014 auf den Markt kommt. Unsere italienischen Kollegen Alessandro und Daniel haben bereits ein erstes Fußball-Match gespielt. Ihre ersten Eindrücke haben die Fans von Juventus Turin und Lazio Rom hier zusammengetragen.

PES 2014: Grafik und Sound

Die neue Grafikengine Fluidity hat eine exzellente Performance. Die digitalen Avatare kommen den echten Spielern erstaunlich nahe. Auch das Stadion ist meiner Meinung nach reich an kleinen Details, angefangen bei der Bannerwerbung bis hin zu den Fotografen dahinter.

Am meisten begeistern mich allerdings die neuen Soundeffekte. Die Entwickler von Konami haben hier einen super Job gemacht. Nicht nur die Spielsounds selbst, sondern vor allem die Hintergrundgeräusche sind sehr gelungen. Gerade bei einem Fußball-Spiel ist das Publikum wichtig und es geht mit gelungenen Spielzügen euphorisch mit.

Eigentlich gibt es im Bezug auf die Grafik und den Sound wenig zu klagen. Die Grafik von Pro Evolution Soccer verbessert sich stetig und die Detailgenauigkeit von Publikum und Spieler sind besser als bei FIFA. Wenn man etwas Negatives anmerken möchte: Die Augen der Spieler sind schlecht definiert. Eigentlich sind nur die Pupillen erkennbar. Auch der Übergang zurück zum Spiel nach einem Foul ist nicht gelungen. Aber das kann auch daran liegen, dass wir PES 2014 in der Alpha-Version ausprobiert haben.

Von der gelungenen Stadionatmosphäre abgesehen wiederholen sich die Soundeffekte zu häufig und wirken künstlich. Bei einem Heimspiel erreichten wir ein 1:4 und das Publikum brach in ein surreales Getöse aus: Wann passiert das bei einem echten Spiel?

PES 2014: Physik-Engine und Animationen

Die Änderungen der neuen Physik Engine in PES 2014 im Vergleich zu Pro Evolution Soccer 2013 kann man am besten mit den Verbesserungen der Impact Engine in FIFA 12 vergleichen. Zusammenstöße und Kontakte entsprechen nun deutlich mehr der realen Welt.

Worauf ich am längsten gewartet habe ist die neue Ball-Physik. Läuft ein Spieler mit dem Ball am Fuß, entspricht der rollende Ball nun einer natürlichen Bewegung. Zuvor ist er immer unrealistisch herum gehüpft. Außerdem klebt der Ball nun nicht mehr an dem Fuß des Spielers.

Die animierten Bewegungen der Spieler sind in PES 2014 so natürlich wie nie zuvor. Plötzliche Bewegungen in eine andere Richtung wirken nun weicher und harmonischer.

Alles in allem stimme ich zu. Die Physik und die Animationen hat Konami deutlich verbessert. Aber im Spiel, insbesondere nach dem Zusammenstoß von zwei Spielern, bleibt der Ball nahezu statisch zwischen den Spielern hängen. Auch Stürze der Spieler sind wenig realistisch – ein wenig so wie in der ersten Version der Impact Engine von FIFA 12.

Bei den Animationen ist in PES 2014 hat meiner Meinung nach die Spielgenauigkeit abgenommen. Die Bewegungen sind zwar sehr natürlich, nehmen dem Spiel aber einiges an Geschwindigkeit. Und dann die neuen Super-Schüsse. Es macht natürlich Spaß, den Ball in das Tor zu drehen, aber manchmal verlässt der Ball das Spielfeld, um kurz vorher doch noch zum Tor zu drehen.

Auf dem Spielfeld

Wenn ich PES 2014 in zwei Worten zusammenfassen müsste: Eleganz und Spektakel. Die noch genauere Steuerung mit Hilfe des L2- und LT-Knopfs macht ab der ersten Partie Spaß, ganz besonders wenn man einen Weltklassespieler wir Pirlo steuert.

Pro Evolution Soccer hat immer das ganze Spielfeld genutzt. Doch mit PES 2014 hat dieses Konzept ein neues Niveau erreicht. Über die Flügel kann man wie Philipp Lahm zum gegnerischen Tor stürmen und den Ball passgenau in die Mitte spielen.

Freistöße und Eckbälle kann man über die beiden Steuersticks und durch die neue Vorschau dorthin spielen, wo man den Ball sehen will. Mit dem rechten Stick bestimmt man die Richtung, mit dem linken Stick die Höhe und den Effekt.

Man sollte aber nicht vergessen, dass einige Bewegungen sehr schwierig sind. Manchmal hatte ich das Gefühl, nicht die volle Kontrolle über meinen Spieler zu haben. Natürlich wurde viel verbessert, aber das Gameplay ist etwas langsam oder beschwerlich – natürlich weniger stark als in Pro Evolution Soccer 2013.

Die Schiedsrichter haben mich allerdings nicht überzeugt. Sie nehmen ihren Job zu genau und ahnen auch kleinste Verstöße.

Torwarte

Der große Vorsprung von FIFA gegenüber PES lag zu großen Teilen an der schlechten Nummer 1. Denn der Sprung, den Konami mit PES 2014 gemacht hat, ist überwältigend. Der Torwart fängt nun keine Bälle mehr ab, die ein normaler Towart nie erreichen könnte. Auch die grundsätzliche Verlässlichkeit der letzten Männer im Spielfeld ist deutlich gestiegen.

Besonders gelungen ist, dass nun auch kleine Berührungen des Torwarts die Flugbahn des Balls verändern. Manchmal verhindert das ein Tor. Manchmal eben auch nicht. Wie im echten Leben.

Du hast schon Recht. Einige Neuerungen sind sehr gelungen und ich war nicht schlecht begeistert, als ich die Einlagen des Torwarts das erste Mal gesehen habe.

Aber immer dann, wenn man den Torwart selbst steuert, sind die Bewegungen ungeschickt und viel zu langsam.

Taktik und Strategie

Die Einstellungen bei der Taktik waren in PES immer schon ein Pluspunkt. Aber Pro Evolution Soccer 2014 übertrifft sich selbst. Alle Diagramme passen sich an die persönlichen Bedürfnisse an. Außerdem kann man schnell Spieler aus den letzten Reihen dazu holen und so entscheidende Tore schießen.

In Sachen Strategie kann man Werte wie Druck und Höhe der Verteidigungslinie verändern oder das Team näher zusammenrücken. Aber die eigentliche Raffinesse liegt in der Integration der Strategie. Ein konfigurierbares Menü teilt das Spielfeld in verschiedene Zonen ein. In jedem Gebiet kann man für die Spieler bestimmte Bewegungsabläufe und Strategien festlegen. Bis zu drei Strategien kann man in PES 2014 bestimmen und auf Wunsch abrufen.

PES hatte schon immer die Strategieeinstellungen und Menüs an der Seite. In diesem Jahr, so sehe ich das, gibt es zu wenige Standard-Taktiken. Ganz besonders im Vergleich zu FIFA hat man hier das Nachsehen.

Natürlich sind die insgesamt elf Formationen, die man durch das Versetzen eines einzelnen Spielers verändern kann, sehr gut. Aber das sind Beispiele für erfahrene Spieler. Freizeitfußballer werden diese Möglichkeiten nicht nutzen. Die Strategien sind sehr umfangreich, aber dementsprechend erfordert es viel Zeit, sie einzustellen.

Pro Evolution Soccer 2014

Das war unser erster Eindruck zur Vorabversion von PES 2014. Was denkt Ihr? Hat Pro Evolution Soccer in diesem Jahr alles, um das beste Fußball-Spiel des Jahres zu werden?

Windows 8.1 Enterprise Preview als Download verfügbar

Microsoft hat mit der Windows 8.1 Enterprise Preview eine Betaversion des Firmenablegers von Windows 8.1 veröffentlicht. Ende Mai war bereits die normale Windows 8.1 Preview mit vielen Neuerungen an den Start gegangen. Die kostenlose Testversion funktioniert bis 14. Januar 2014 und bietet den vollen Funktionsumfang von Windows 8.1.

Die finale Version von Windows 8.1 für alle Editionen wird im September oder Oktober erwartet. Bis zur Fertigstellung arbeitet Microsoft vor allem an Fehlerverbesserungen. Über die Windows 8.1 Preview hinausgehende Neuerungen sind kaum zu erwarten.

Wie die Standard-Preview von Windows 8.1 bringt die Windows 8.1 Enterprise Preview einige wichtige Verbesserungen an der Oberfläche mit. Hier unser ausführlicher Überblick. Das sind die Neuerungen zusammengefasst:

  • Rückkehr des Startknopfes auf den Desktop
  • Große Kacheln und Minikacheln für das Startmenü
  • Direkt in den Desktop booten
  • Internet Explorer 11 Beta
  • App-Ansicht mit Sortierfunktion nach Kategorie, Datum, häufiger Nutzung oder alphabetisch
  • flexiblerer Snap-Modus mit freier Bildschirmaufteilung
  • Bessere Suche
  • Neue Apps wie Essen & Trinken, Gesundheit & Fitness, Sound-Rekorder, Wecker und Taschenrechner

Die Enterprise-Version von Windows 8.1 bietet zusätzlich folgende Funktionen:

  • Windows To Go Creator zum Erstellen eines komplett vom USB-Stick lauffähigen Systems
  • Mögliche Einbindung von unternehmenseigenen Apps unabhängig vom Windows Store via Start Screen Control
  • Zugriffsrechteverwaltung für Dateien und Apps für Nutzer und Arbeitsgruppen
  • Remotezugriff auf Intranet-Ressourcen über die VPN-Alternative Directaccess
  • 3D-, USB- und Touchscreen-Unterstützung für Remote Desktop

Gerücht um iOS 7 beta 4: kommendes iPhone per Fingerabdruck entsperren?

Das nächste iPhone könnte einen Fingerabdruck-Scanner auf dem Home-Button erhalten. Erste Hinweise hierauf sind in der neuen Beta-Version des iPhone-Betriebssystems iOS 7 aufgetaucht.

Apple hat gestern Abend die Beta 4 des neuen iPhone- und iPad-Betriebssystem iOS 7 veröffentlicht. Neben verschiedenen Änderungen an der Benutzeroberfläche sorgt vor allem eine Entdeckung im Programm-Code für Schlagzeilen. Der selbstständige App-Entwickler Hamza Sood veröffentlichte auf Twitter ein Bildschirmfoto mit Teilen des Quell-Codes von iOS 7 beta 4.

iPhone Fingerabdruck-Scanner iOS 7

Im Quell-Code versteckt sich ein Text-Hinweis auf einen Finger-Abdruck-Scanner. Dieser Text beschreibt eine Animation auf dem Display, wenn der Nutzer auf dem Home-Button einen Fingerabdruck einscannt.

Apple hat vor gut einem Jahr das US-amerikanische Sicherheitsunternehmen AuthenTec übernommen. Das Unternehmen spezialisiert sich auf Sicherheits-Technologien wie die Fingerabdruckerkennung. Es ist deshalb nicht unwahrscheinlich, dass ein zukünftiges iPhone einen Fingerabdruck-Scanner erhält. Eine Garantie für eine solche Funktion ist der Fund aber nicht.

Weitere Änderungen in iOS 7 beta 4

Neben dem Hinweis auf einen Fingerabdruck-Scanner haben die Apple-Entwickler für die neue Beta unter anderem am Design von iOS 7 gefeilt. Verändert hat man unter anderem die Anzeige im Sperrbildschirm. Die Animation, die den Nutzer zum Wischen über das Display auffordert, passt sich nun farblich an das Sperrbildschirm-Foto an. Auch die Wählscheibe in der Telefon-App hat ein neues Design erhalten.

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In der Kamera-App findet sich der HDR-Modus nun zwischen den Einstellungen für den Blitz und dem Auswahl-Knopf für die Front-Kamera. Zudem sind die eingebauten Filter neu angeordnet.

Ebenfalls eine neue Anordnung erhielt die Spotlight-Suche. Das Suchfeld erscheint nun nicht mehr in der Mitte des Bildschirms, sondern am oberen Bildschirmrand. Der persönliche Assistent Siri hat mit iOS 7 beta 4 auch in Deutschland eine neue Stimme erhalten.

iOS-7-beta-4-Siri-Spotlight

Syrian Electronic Army: Pro-Assad Hacker attackieren Twitter-Feed von Thomson Reuters

Die Hacker der regierungsnahen Syrian Electronic Army haben gestern Abend den Twitter-Account des Nachrichtendienstes Thomson Reuters angegriffen und übernommen. Die Hacker veröffentlichten sieben politische Comics.

Der Name Syrian Electronic Army steht für eine Gruppe von Computer-Hackern. Ziel der Hacker sind vorrangig Twitter-Konten der syrischen Opposition oder westlicher Medien. Nach einem Angriff  auf den WhatsApp-Konkurrenten Viber haben die Hacker jetzt den Twitter-Account von Thomson Reuters zeitweise übernommen.

Die Aktion fand in den frühen Abendstunden amerikanischer Ostküstenzeit statt. Bis zur Sperrung des Nutzerkontos veröffentlichte die Gruppe sieben Comics. Die politischen Bilder unterstützen alle die syrische Regierung. Die Internetseite Buzzfeed hat die teilweise sehr radikalen Comics gesammelt und veröffentlicht.

Via All Things D

Apps in Android 4.3 Zugriffsrechte entziehen

Mit Android 4.3 kann man auf Wunsch Apps die Zugriffsrechte für Systemdienste und private Informationen entziehen. Ein neuer Dienst namens App ops listet den Zugriff von Apps auf Daten auf. Mit einer weiteren App kann man anschließend Zugriffsrechte entziehen und sorgt so für mehr Privatsphäre.

Beim Installieren erlaubt man einer App den Zugriff auf bestimmte Systemdienste oder persönliche Informationen wie das Adressbuch. Will man das nicht, kann man eine App nicht installieren. In Android 4.3 hat sich dies geändert.

Ein von Android Police entdeckter Dienst namens App ops überwacht alle Zugriffe von Apps und stellt sie übersichtlich dar. Die Funktion ist bislang nicht für die Öffentlichkeit gedacht. Mit einem Trick kann man App ops auf Smartphones mit Android 4.3 Jelly Bean sofort nutzen.

App ops teilt App-Aktivitäten in die vier Kategorien Standort, Persönliches, Nachrichten und Gerät ein und teilt anschließend in einer Liste mit, wann eine App welche Dateien oder Systemdienste genutzt hat.

Als Nutzer erhält man in Android 4.3 bislang keinen Zugriff auf diese Liste. Ein indisches Entwickler-Team hat jedoch eine App veröffentlicht, mit der man App ops nutzen kann. Permission Manager greift auf den Android-Dienst zu und erlaubt Nutzern einzelne Zugriffe von Apps zu unterbinden. Möchte man zum Beispiel nicht, das eine App wie Facebook auf die Kamera zugreift, kann man die Erlaubnis hierfür entfernen.

App ops ist bislang nicht ohne Fehler. Der Dienst ist so ausgelegt, dass er anzeigt, wenn eine App auf einen Dienst zugegriffen hat. Mit Permission Manager kann man daher erst einen Zugriff verbieten, wenn er einmal stattgefunden hat. Möchte man zum Beispiel WhatsApp verbieten, auf den Standort zuzugreifen, muss man hierzu erst einmal einen Standort versenden.

Via Android Police

Download Permission Manager für Android 4.3

Internet Explorer 11 Developer Preview für Windows 7: 30 Prozent schneller

Microsoft hat eine Vorabversion des Internet Explorer 11 für Windows 7 veröffentlicht. Der neue Browser soll zusammen mit Windows 8.1 im Herbst erscheinen. Eine Extra-Version für Windows 7 galt bislang nicht als gesichert.

Internet Explorer 11 soll deutlich schneller sein als der Vorgänger Internet Explorer 10 und auch andere Browser wie Chrome oder Firefox in den Schatten stellen. IE 11 verdankt den Geschwindigkeitszuwachs der verbesserten Hardwarebeschleunigung. Der Browser setzt noch stärker als der Vorgänger auf die zusätzliche Rechenkraft von Grafikkarten. Die Rechenleistung des Hauptprozessors wird dadurch ergänzt.

30 Prozent schneller

Laut Microsoft ist Internet Explorer 11 vier Prozent schneller als der Internet Explorer 10 und 30 Prozent schneller als der schnellste Browser unter den anderen Anbietern. Unabhängige Tests bestätigten den drastischen Geschwindigkeitszuwachs bislang jedoch nicht. Im Softonic-Benchmarkvergleich konnte der Internet Explorer 11 die Konkurrenten aber tatsächlich abhängen.

Silverlight nur mit PlugIn

Internet Explorer 11 für Windows 7 unterscheidet sich leicht von der Windows 8.1 Version. Streaming-Dienste wie Netflix nutzt man in Windows 8.1 ohne eine Installation von Silverlight. Unter Windows 7 ist die Installation des Plug-ins auch weiterhin Pflicht.

WebGL-Unterstützung

Zu den größten Schwächen des Browsers gehört die bislang noch fehlende Implementierung von WebGL. WebGL ist eine Grafik-Bibliothek für 3D-Grafikberechnungen direkt im Browser. Die finale Version von Internet Explorer 11 wird WebGL zwar unterstützen. Chrome, Firefox und Opera beherrschen WebGL bereits jetzt. Bewundern kann man das beispielsweise in der neuen Version von Google Maps.

Weitere wichtige Verbesserungen von Internet Explorer 11 sind die optimierte Prefetch-Funktion für Webseiten im Hintergrund sowie Unterstützung für hohe Auflösungen. Bei der Prefetch-Funktion analysiert Internet Explorer 11 die Verknüpfungen auf einer Webseite und lädt die wahrscheinlich vom Nutzer als Nächstes geladenen Seiten vorab in den Speicher. Der Seitenaufbau wird dadurch stark beschleunigt.

Eine vollständige Auflistungen aller Neuerungen findet man im Internet Explorer 11 Preview Handbuch für Entwickler.

Download Internet Explorer 11 Preview 32bit

Download Internet Explorer 11 Preview 64bit

Via IEBlog

Das muss auf den Rechner – Aktuelle Software-Tipps 245

OpenOffice, die kostenlose Alternative zu Microsoft Office, ist in der neuen Version 4.0 erschienen. Das Update verbessert insbesondere die Oberfläche und integriert eine neue Seitenleiste, mit der Nutzer einen direkten Zugriff auf wichtige Funktionen des Menüs erhalten. OpenOffice 4 gibt es für Windows, Mac und Linux.

GTA IV: San Andreas ist eine Erweiterung des Spielhits GTA IV. Im erfolgreichen Action-Adventure-Spiel schlüpft man in die Rolle eines Kleinkriminellen, der gerade in den USA angekommen ist. Der neue Teil der Serie, GTA V, befindet sich bereits in der Entwicklung. Bis dahin sollte man mit GTA IV üben, um in der Welt der Mafiosi und Drogenhändlern überleben zu können.

Geheimdienst-Projekte wie PRISM haben viele Menschen verunsichert. Möchte man seine Daten sicher verwahren, führt kein Weg an Verschlüsselung vorbei. TrueCrypt übernimmt diese Aufgabe und verschlüsselt und entschlüsselt Daten in Echtzeit. Das kostenlose Programm macht automatisch Dateien in bestimmten Ordnern unlesbar. Wie man mit TrueCrypt das komplette Windows-System verschlüsselt, erklären wir hier.

Alle aktuellen Software-Tipps