Über viele Jahre hinweg waren digitale Bedrohungen relativ leicht zu erkennen: holprig formulierte E-Mails, auffällige Pop-ups beim Surfen oder drastische Warnhinweise zu angeblichen Problemen mit dem eigenen Bankkonto. Dieses Bild hat sich grundlegend verändert.
Ende 2025 tritt Online-Betrug kaum noch als etwas Fremdes auf. Stattdessen fügt er sich nahtlos in den digitalen Alltag ein– verborgen in Anzeigen, Videos, Social-Media-Beiträgen oder Nachrichten, die auf den ersten Blick völlig harmlos wirken.
Der Gen Threat Report Q4 2025, der auf der weltweiten Telemetrie von Gen und seiner Cybersicherheitsmarken wie Norton, Avast, Avira und AVG basiert, bestätigt diesen Wandel deutlich.
Der Bericht analysiert die Bedrohungslage zwischen Oktober und Dezember 2025 und zeigt, dass erfolgreiche Angriffe heute nur selten auf besonders komplexe Malware oder hochentwickelte technische Tricks setzen. Entscheidend ist vielmehr, dass sie an alltägliche Nutzergewohnheiten anknüpfen und Betroffene Schritt für Schritt dazu bringen, selbst den letzten, entscheidenden Schritt auszuführen. Betrug geschieht dabei nicht abrupt, sondern beinahe unmerklich.
Ein Klick auf einen Link, das Scannen eines QR-Codes, das Bestätigen einer Kopplung oder die Eingabe eines Einmalcodes – alltägliche Handlungen, fest im digitalen Leben verankert, sind inzwischen häufig der Einstieg in besonders folgenreiche Betrugsfälle. In diesem Umfeld wird es zunehmend schwieriger, klar zwischen legitimem und betrügerischem Verhalten zu unterscheiden. Umso wichtiger ist es, bereits auf Basisebene auf Schutzlösungen zu setzen, die dabei helfen können, Risiken frühzeitig zu erkennen – etwa durch eine aktive Gerätesicherung wie Avast Free Antivirus, das als grundlegende Schutzlösung im Alltag unterstützen kann.
Die Normalisierung des Betrugs: der Trend zum „Scam-Yourself“
Eines der zentralen Konzepte im Gen Threat Report Q4 2025 ist der Begriff „Scam-Yourself“. Dahinter verbirgt sich keine neue Malware-Variante, sondern ein wiederkehrendes Muster: Der Angriff ist erst dann erfolgreich, wenn der Nutzer – im Vertrauen auf eine scheinbar vertraute Umgebung – selbst die finale Handlung ausführt.
Allein in Deutschland stieg diese Art von Bedrohung im letzten Quartal 2025 um 28 %. Diese Entwicklung ist kein lokales Phänomen, sondern zeigt sich in ähnlicher Form auch in anderen europäischen Märkten. Es geht dabei weniger um technische Schwachstellen als um Situationen, die völlig normal wirken, bis sich der Schaden bemerkbar macht.
Angreifer bewegen sich heute gezielt in den gleichen digitalen Räumen wie ihre Opfer: in Browsern, sozialen Netzwerken, Streaming-Diensten, Messenger-Apps oder Finanzanwendungen. Sie zwingen keinen Zugriff, sondern beobachten typische Nutzungsmuster und bilden diese täuschend echt nach. Genau hier können Sicherheitslösungen wie Avast Free Antivirus helfen, indem sie potenziell riskante Seiten, Links oder Prozesse erkennen und entsprechende Warnhinweise geben können..
Scams, Fake-Shops und Malvertising im digitalen Alltag
Der letzte Jahresabschnitt 2025 hat erneut bestätigt, wo Betrug besonders erfolgreich ist: dort, wo Nutzer ihre meiste Zeit online verbringen. Soziale Netzwerke, Video-Plattformen und digitale Einkaufsumgebungen sind zu zentralen Schauplätzen für groß angelegte Betrugskampagnen geworden.
Die Zahlen aus dem Gen Threat Report Q4 2025 sprechen eine klare Sprache: Über 45 Millionen Angriffe durch Fake-Shops wurden allein im vierten Quartal blockiert, was mehr als der Hälfte aller im gesamten Jahr registrierten Fälle entspricht. Besonders deutlich war der Anstieg während der Weihnachtszeit. In Deutschland wuchs der E-Commerce-Betrug im Jahresvergleich um 123 %, eine Entwicklung, die sich auch in anderen europäischen Ländern mit ähnlichen Kaufgewohnheiten zeigt.
Auffällig ist dabei, dass die meisten Betrugsversuche nicht in obskuren Nischen stattfinden, sondern auf großen, alltäglich genutzten Plattformen wie Facebook, YouTube oder Reddit. Dort treten Fake-Shops häufig in Form professionell gestalteter Anzeigen oder Beiträge auf. In solchen Situationen kann ein grundlegender Geräteschutz wie Avast Free Antivirus dabei helfen, den Zugriff auf bekannte betrügerische Seiten zu blockieren und so das Risiko unbedachter Käufe zu reduzieren.
Malvertising – also betrügerische Werbung, die gezielt zu Fake-Shops oder Phishing-Seiten führt – machte 2025 rund 41 % aller Verbraucherangriffe aus. Das Besondere daran: Diese Anzeigen fügen sich optisch und inhaltlich nahezu perfekt in den normalen Nachrichten- oder Video-Feed ein. Betrug unterbricht die Nutzererfahrung nicht mehr, sondern tarnt sich als Teil davon.

Deepfakes und KI-gestützter Betrug: Vertrauen als Angriffsziel
Neben Fake-Shops und Malvertising gewinnen Deepfakes zunehmend an Bedeutung. Der Einsatz künstlicher Intelligenz hat eine neue Betrugsebene geschaffen, bei der manipulierte Videos gezielt eingesetzt werden, um Vertrauen zu erzeugen.
Diese Inhalte zielen nicht auf Unterhaltung ab, sondern auf Überzeugung. Gefälschte Videos mit angeblichen Empfehlungen, Erfolgsgeschichten oder Investitionsangeboten kursieren vor allem zu Themen wie Finanzen, Kryptowährungen oder Geldanlagen. Laut Gen Threat Report Q4 2025 wurden die meisten KI-basierten Betrugsvideos auf YouTube blockiert, gefolgt von Facebook und X.
Besonders problematisch ist, dass diese Inhalte oft direkt innerhalb legitimer Plattformen konsumiert werden. Es sind keine verdächtigen Downloads notwendig- das Risiko entsteht während der Wiedergabe. In diesem Kontext bleibt ein kontinuierlicher Basisschutz wichtig, da Lösungen wie Avast Free Antivirus dazu beitragen können, begleitende Schadsoftware oder weiterführende Betrugsversuche zu erkennen, die im Umfeld solcher Inhalte auftreten.
Identitäts- und Finanzrisiken werden immer stärker verknüpft
Lange galt digitaler Betrug vor allem als Problem des Kreditkartenmissbrauchs. Die aktuellen Daten zeigen jedoch ein deutlich komplexeres Bild. Im vierten Quartal 2025 stiegen gemeldete Datenlecks gegenüber dem Vorquartal um 176 %. Diese Leaks bilden häufig die Grundlage für weitergehende Betrugsformen.
Auf Basis kompromittierter Daten kommt es zunehmend zu unautorisierten Kredit – oder Leasinganfragen, auffälligen Bankaktivitäten oder Missbrauch von Immobilien – und Eigentumsdaten. Für Betroffene wirkt Betrug dadurch weniger wie ein einzelner Vorfall, sondern eher wie eine Kette von Konsequenzen, die sich über Wochen oder Monate erstrecken kann.
Gerade in solchen Szenarien kann es hilfreich sein, zumindest einen grundlegenden Überblick über verdächtige Aktivitäten auf dem eigenen Gerät zu behalten. Auch hier kann Avast Free Antivirus als Teil eines mehrschichtigen Sicherheitsansatzes dazu beitragen, Auffälligkeiten frühzeitig sichtbar zu machen und so den Handlungsspielraum der Nutzer zu vergrößern.

Plattformübergreifende Angriffe ohne Gerätegrenzen
Ein weiterer klarer Trend ist das Verschwinden fester Gerätegrenzen. Angriffe beginnen auf dem Smartphone, setzen sich im Browser fort und enden auf dem Laptop – oder umgekehrt. Nutzer selbst fungieren dabei als Bindeglied zwischen den Plattformen.
Typische Beispiele sind gefälschte Anleitungen am Desktop, die zum Scannen eines QR-Codes mit dem Smartphone auffordern, oder Betrugsversuche, die in sozialen Netzwerken starten und in Messenger-Apps weitergeführt werden. Ein bekanntes Beispiel ist das sogenannte „GhostPairing“, bei dem ein scheinbar harmloser Bestätigungscode dazu führt, dass Angreifer Zugriff auf ein Konto erhalten.
Diese Methoden sind so erfolgreich, weil sie alltägliche Handlungen ausnutzen. Gerade deshalb wird es immer wichtiger, auf allen häufig genutzten Geräten zumindest eine grundlegende Schutzlösung zu nutzen. Avast Free Antivirus kann hier helfen, eine durchgängige Basissicherung bereitzustellen und so Lücken zwischen den Geräten zu verringern.
Ein dauerhaft aktives Bedrohungsumfeld
Die Ergebnisse aus dem letzten Quartal 2025 machen deutlich: Digitale Bedrohungen sind allgegenwärtig. Browser, soziale Netzwerke, Streaming-Dienste, Messenger und Finanzplattformen bilden ein zusammenhängendes Ökosystem, in dem Betrug jederzeit auftreten kann.
Die schwerwiegendsten Vorfälle beginnen dabei oft unscheinbar – mit einer spontanen Kaufentscheidung, einer überzeugenden Anzeige oder einem professionell wirkenden Video. In dieser Realität reicht es nicht mehr aus, nur offensichtliche Warnsignale zu erkennen. Entscheidend ist, auch scheinbar normale Situationen abzusichern. Der Gen Threat Report Q4 2025 ist damit weit mehr als eine Bestandsaufnahme. Er zeigt, wie sehr sich Betrug an den digitalen Alltag angepasst hat. In einer Welt, in der legitim und betrügerisch kaum noch zu unterscheiden sind, wird Sicherheit zur kontinuierlichen Aufgabe. Lösungen wie Avast Free Antivirus können dabei helfen, den digitalen Alltag ein Stück sicherer zu machen – nicht als Allheilmittel, sondern als unterstützende Grundlage in einem zunehmend komplexen Bedrohungsumfeld.