Samsung hat nach eigenen Angaben am 22. Juli 2026 bei Samsung Unpacked in London drei neue Foldables für Android gezeigt: das Galaxy Z Fold 8, das Galaxy Z Fold 8 Ultra und das Galaxy Z Flip 8. Laut Hersteller kommen diese Modelle als erste Smartphones direkt mit Googles On-Device-Modell Gemini Nano 4 auf den Markt.
Galaxy Z Fold 8, Z Fold 8 Ultra und Z Flip 8 mit Gemini Nano 4
Vorgestellt wurden die drei Geräte laut Samsung am 22. Juli 2026 bei Samsung Unpacked in London.
Vorbestellen lassen sich die Smartphones nach Unternehmensangaben ab sofort in Märkten und Regionen wie den USA, Großbritannien, Europa, Indien und Singapur.
Der reguläre Verkaufsstart ist laut Samsung für den 7. August 2026 geplant.
Gemini Nano 4 ist Samsung zufolge die technische Grundlage für die neuen Gemini-Intelligence-Funktionen des Unternehmens.
Dazu zählen nach Angaben von Samsung unter anderem Foto- und Videobearbeitung direkt auf dem Gerät, Echtzeit-Übersetzungen, erweiterte Textzusammenfassungen und mehrstufige Abläufe über mehrere Apps hinweg.
Ein Beispiel stellt Samsung besonders heraus: Erkennt das System auf einem Foto ein Wahrzeichen, lässt sich anschließend über einen anderen Dienst ein Hotel in der Nähe buchen, etwa über Expedia.
Solche appübergreifenden Abläufe sollen aus Sicht von Samsung zeigen, dass die neuen Funktionen Inhalte nicht nur erkennen und einordnen, sondern auch ganz konkrete Aktionen anstoßen können.
Mehr Funktionen direkt auf dem Smartphone
Bei seinen Premium-Geräten setzt Samsung damit noch stärker auf lokale Verarbeitung.
Nach Darstellung des Herstellers sollen Abläufe dadurch schneller werden, Reaktionszeiten sinken und zugleich weniger Daten in die Cloud wandern.
Wenn Aufgaben direkt auf dem Smartphone laufen, fallen viele Wartezeiten weg, die sonst durch Server-Anfragen entstehen.
Gerade bei Übersetzungen, bei einzelnen Bearbeitungsschritten oder beim Zusammenfassen von Texten kann das im Alltag spürbar sein.
Trotzdem bleibt offen, wie groß der praktische Nutzen am Ende wirklich ist.
Samsung und Google müssen erst noch zeigen, dass solche Werkzeuge nicht nur in Demos gut aussehen, sondern auch im Alltag regelmäßig genutzt werden.
Und auch beim Umgang mit sensiblen Daten sind nicht automatisch alle Fragen beantwortet, selbst dann nicht, wenn ein größerer Teil der Verarbeitung lokal stattfindet.
Neues Fold-Format und höhere Preise
Beim Galaxy Z Fold 8 hat Samsung nach eigenen Angaben außerdem am Format gearbeitet.
Das Gerät ist laut Hersteller breiter und etwas kürzer als der Vorgänger.
Marktbeobachter werten das als Versuch, Foldables für eine größere Nutzergruppe interessanter zu machen und die eigene Position zu festigen, bevor Apple womöglich ein faltbares iPhone vorstellt.
Auch bei den Preisen geht es weiter nach oben.
In den USA startet das Galaxy Z Flip 8 nach Angaben von Samsung bei 1.199 Dollar, das Galaxy Z Fold 8 Ultra bei 2.099 Dollar.
Das ist ein Aufpreis von rund 100 Dollar, den Samsung unter anderem mit der weltweiten Knappheit bei Speicherchips begründet.
Gemini Nano 4 bleibt vorerst Oberklasse vorbehalten
Noch ist Gemini Nano 4 klar ein Thema für High-End-Hardware.
Branchenexperten weisen darauf hin, dass aktuelle Prozessoren und mindestens 12 GB RAM nötig sind, damit die Funktionen flüssig direkt auf dem Gerät laufen.
Für günstigere Smartphones dürfte die Technik damit vorerst außer Reichweite bleiben.
Für Samsung ist der Start trotzdem ein wichtiger Schritt: Die neuen Foldables sollen nicht allein über flexible Displays punkten, sondern mit Funktionen, die man im Alltag auch tatsächlich merkt.
Ob das reicht, um faltbare Smartphones aus der Nische zu holen, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.