So verschlüsselst du deinen Online-Datenverkehr

Es gibt viele Gründe warum du deinen Online-Datenverkehr verschlüsselst solltest. Ob du deine Internet Recherchen vor dem Internetdienstleister -Tracking vertuschen willst oder vielleicht deine Sicherheit im Internet verbessern und deine Daten vor Cyberkriminellen schützen möchtest.

Was auch immer deine Motivation ist, wir zeigen dir was Verschlüsselung ist und warum sie so wichtig ist.

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Ein Leitfaden für die Internet-Verschlüsselung

Warum ist Internet-Verschlüsselung wichtig?

Die Verschlüsselung des Internetverkehrs ist für viele Benutzer mittlerweile sehr wichtig geworden angesichts der jüngsten Gesetze zur Informationspflege auf der ganzen Welt. Der Internetdienstleister, kurz ISP genannt, hat es möglich gemacht Kundeninformationen aufzuzeichnen und zu pflegen. Freie Verbindungen und Offenheit im Internet sind das Recht der Nutzer  und dennoch gibt es zahlreiche Länder und Organisationen die diese Freiheit einschränken. Sie überwachen die Aktivitäten der Nutzer und wollen beispielsweise bestimmte Inhalte im Internet zensieren. In solchen Fällen ist der Datenschutz im Internet sehr wichtig.

Durch die Verschlüsselung deines Internet-Datenverkehrs kannst du deine Online-Aktivitäten vor der Überprüfung durch den ISP verbergen und sicherstellen, dass sensible Informationen wie Passwörter und gesuchte Ergebnisse nicht an Internetdienstleister und möglicherweise von dort an Regierungen oder andere Organisationen weitergeleitet werden. Das sollte ein Grund sein deinen Internetverkehr zu verschlüsseln.

Es gibt zahlreiche Ansätze zur Verschlüsselung des Internetverkehrs: VPNs, https, Schnittstellen zu Tor-Programmen, verschlüsselte Messaging-Anwendungen und Browsererweiterungen. Wir erklären dir jede einzelne Möglichkeit.

Virtuelles privates Netzwerk – VPN

Wie der Name schon sagt, ist ein virtuelles privates Netzwerk oder VPN eine private und verschlüsselte Route um sich über das Internet mit einem anderen privaten System zu verbinden. Es erfordert eine anfängliche Einrichtung und Validierung. Danach werden alle Aktivitäten zwischen den Servern von Drittanbietern  verschlüsselt. Die Verwendung eines verschlüsselten VPN-Tunnels ermöglicht es dem Benutzer das Internet mit einer maskierten IP-Adresse zu durchsuchen, die scheinbar vom VPN-Server kommt und die Rückverfolgung des Benutzers erschwert.

Dein Internetverkehr kann jedoch von den VPN-Diensten selbst gesehen, angepasst und protokolliert werden. Obwohl viele VPN-Dienste garantieren, dass sie keine Protokolle über Ihren Internetverkehr führen und zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ergreifen, ist dies  sehr schwierig zu überprüfen. Und tatsächlich ergab eine kürzlich durchgeführte Untersuchung, dass viele VPN-Apps für Android Malware enthalten, die Benutzer verfolgen soll. Du solltest also deine Hausaufgaben machen bevor du einen VPN-Anbieter nutzt.

Tor – der Zwiebelrouter

Tor ist ein Netzwerk zur Anonymisierung von Verbindungsdaten das die Bewegung des Internet-Datenverkehrs durch Verschlüsselung der IP-Adresse an jedem Rücksprungpunkt weiterleitet. Bei jeder Weiterleitung ist nur der letzte und nächste IP-Standpunkt verfügbar.

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Tor ist einer der sichersten Browser der Welt, da er deine Aktivität vor den Internetdienstleister verbirgt. Wenn du einen Tor-Browser verwendest, wird dein Internetdienstleister (ISP) nur feststellen, dass du mit einem Tor-System verbunden bist, aber dein Ziel kann nicht bestimmt werden.

Tor kann die Erkennung von allen Aktivitäten, außer den leistungsfähigsten staatlich kontrollierten Überwachungsmaschinen, vermeiden. Selbst die NSA hat Schwierigkeiten, Tor zu brechen. Es ist also eine gute Lösung um das Browsen zu schützen. Wenn ein Unternehmen jedoch Ressourcen und Zeit investieren kann, ist Rückverfolgung dennoch möglich.

Browsererweiterungen

Browsererweiterungen sind auch nützliche Sicherheitstools. Es stehen Erweiterungen zur Verfügung, mit denen du deinen Internetverkehr steuern, Anzeigen auf den von dir besuchten Websites blockieren, Spuren und Cookies löschen kannst. Dies bedeutet nicht, dass du vollständig auf diese Erweiterungen zählen kannst, aber es ist gut solche Programme in der Toolbox zu haben.

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Auch wenn du Browsererweiterungen verwendest, sollst du überprüfen ob dein DNS ein Leck aufweist. DNS-Leaks können ein großes Sicherheitsrisiko darstellen, da sie deinem Internetdienstanbieter Daten über den Internetverkehr übermitteln könnten. Die Internetdienstleister können den DNS-Lecktest verwenden, um festzustellen ob du Probleme mit deinem Gerät hast.

Verschlüsselte Chat-Apps

Viele moderne Chat-Anwendungen werden mit einer Methode namens End-to-End-Verschlüsselung verschlüsselt. Diese Methode stellt sicher, dass deine Chats vor der Überwachung geschützt sind. Die Strukturen der End-to-End-Verschlüsselung machen es praktisch unmöglich die übertragenen Daten zu entwirren. Zum Beispiel können Verbindungen die End-to-End-Verschlüsselung verwenden, die Nachrichten ihrer Kunden nicht an Dritte weitergeben. Wenn du einen Chat-Client verwendest und dich um deine Privatsphäre sorgst, stelle  sicher, dass deine Nachrichten verschlüsselt werden.

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Die Verschlüsselung deines Internetverkehrs ist von grundlegender Bedeutung. Insbesondere in einer Zeit, in der die Überwachung durch die Regierung und die zunehmende Gefahren durch Cyberkriminelle im Vordergrund stehen. Du kannst mit wenigen Schritten deinen Online-Datenverkehr vor Dritten schützen – nutze sie!

 

Wie aktivierst du den privaten Browsermodus bei verschiedenen Browsern

Jedes Mal, wenn du eine Webseite in deinem Browser öffnest, werden möglicherweise vertrauliche Informationen auf deiner Festplatte gespeichert. Daten die von deinem Browser gespeichert werden, werden für verschiedene Zwecke genutzt, z. B. zum Speichern eines Lesezeichens und zum Speichern von standortspezifischen Informationen in Form von Cookies, um deine Einstellungen für das nächste Mal aufrufen zu können.

Auch wenn diese Informationen lediglich dazu verwendet werden deine Browser-Erfahrung zu verbessern, sind diese Daten offen zugänglich und andere Personen sollten diese Informationen nicht sehen können. Besonders wenn du einen Computer teilst. Abhilfe schafft dir der private Browsermodus. In diesem Modus kannst du im Internet surfen ohne dass deine Daten für andere sichtbar werden.

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Der private Modus ist nicht für jeden Internetnutzer hilfreich da viele Vereinfachungen verloren gehen. Es werden beispielsweise beim öffnen einer Webseite keine Anmeldedaten wie die E-Mail, der Benutzername oder das Passwort hinterlegt da keine Cookies gespeichert werden. Wir empfehlen dir den privaten Browsermodus zu nutzen, wenn du öffentliche Computer verwendest.

Was privates Browsen bedeutet

Wenn du privat surfst, kann niemand der deinen PC benutzt deine Aktivitäten sehen. Der private Browsermodus bietet keine vollständige Sicherheit. Es wird lediglich verhindert, dass dein Browser deinen Verlauf, Cookies und Daten, die du in Formularen hinterlässt und andere private Informationen zwischen Browsersitzungen auf deiner Festplatte speichert.

Privates Surfen in Browsern aktivieren

Du kannst den Privat- oder Inkognitomodus in fast allen Browsern aktivieren. Hier zeigen wir dir wie du die Option in verschiedenen Browsern finden kannst.

Google Chrome

Google Chrome nennt seine private Browserfunktion Inkognito-Modus. Um den Inkognito-Modus zu öffnen, drückst du in der oberen rechten Ecke des Fensters Google Chrome anpassen. Nun werden drei vertikale Balken angezeigt. Jetzt musst du nur noch auf neues Inkognito-Fenster drücken.

Mit der Tastenkombination Strg + Umschalt + N kannst du den Inkognito-Moodus auch schnell aufrufen:

Mozilla Firefox

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Um das private Surfen in Mozilla Firefox zu aktivieren, musst du in der oberen rechten Ecke des Browserfensters auf Menü öffnen klicken. Du erkennst es durch drei vertikale Linien. Dort wählst du Neues privates Fenster aus.

Ein neues privates Fenster wird mit dem verfügbaren Tracking-Schutz geöffnet. Firefox erklärt dir, was privates Surfen  bedeutet. Ein wichtiger Unterschied zwischen Firefox und anderen Browsern besteht darin, dass Benutzer gewarnt werden, dass ihr ISP oder Arbeitgeber die Berechtigung hat, die von dir besuchten Seiten zu verfolgen. Firefox aktiviert standardmäßig den Tracking-Schutz. Daher können Online-Tracker keine Daten über deine Online-Aktivitäten sammeln. Für eine neue Verknüpfung drückst du Strg + Umschalt + P, um den privaten Browsermodus zu aktivieren.

Microsoft Edge

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Edge verwendet die gleichen Namen für seinen privaten Browsermodus wie der alte Internet Explorer, InPrivate Browsing. Um eine private Browsersitzung zu starten, musst du auf Einstellungen klicken in der oberen rechten Ecke. Drei horizontale Punkte werden dargestellt. In diesem Menü wählst du New InPrivate aus.

Leider gibt es hier keine Tastenkombination, um den privaten Browsermodus zu aktivieren. Die private Browsersitzung wird in der oberen linken Ecke des Fensters dargestellt und ist in einem blauen Quadrat mit InPrivate gekennzeichnet.

Opera

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Um das private Browserfenster in Opera zu aktivieren, musst du auf die Registerkarte Anpassen klicken in der linken oberen Ecke des Browserfensters. Dann musst du auf Neues privates Fenster drücken.

Ein neues privates Browsing-Fenster wird eingeblendet, in dem die private Browser-Funktion von Opera beschrieben wird. Als Tastenkürzel kannst du  alternativ auch Strg + Umschalt + N drücken. Für zusätzliche Privatsphäre kannst du das integrierte VPN aktivieren. Diese Schaltfläche befindet sich auf der linken Seite der Adressleiste.

Safari

Safari ist der eigentliche Pionier des privaten Surfens und ist der Hauptbrowser in allen Apple-Geräten.

Safari auf deinem Mac

Aktivieren kannst du den privaten Modus im Menü unter Datei oder du drückt Cmd + Shift + N auf deiner Tastatur.

Wenn das private Browsen aktiviert ist, wird die Adressleiste grau und eine Leiste zeigt an, dass du dich gerade im privaten Browsermodus befindest. Erweiterungen werden weiterhin im privaten Browsermodus ausgeführt.

Safari auf dem iPhone oder iPad

Das private Surfen funktioniert auch auf dem iPad oder iPhone. Tippe auf das neue Tab-Symbol in der unteren rechten Ecke des neuen Tabs. Dann berührst du privat in der unteren linken Ecke. Jetzt sollte der Browser-Bildschirm grau werden. Du befindest dich im privaten Browser-Modu.

Welchen privaten Browsermodus bevorzugst du? Schreibe uns in den Kommentaren.