Batman Arkham Origins: die fünf Tops und Flops des Multiplayer-Modus

Erstmals bringt die Batman-Spielserie einen Multiplayer-Modus mit. Doch was taugt die Online-Prügelei? Ist der Online-Modus eine sinnvolle Ergänzung der Story oder ein belangloses Extra? Es folgt ein ganz persönlicher Eindruck.

Die Batman-Serie setzt auf eine ausgefeilte Hintergrundgeschichte, die sich nahtlos in die gleichnamige Filmreihe einfügt. Neu ist der erstmals für Batman: Arkham Origins entwickelte Multiplayer. Acht Spieler treten auf verschiedenen Karten an. Nicht sieben, nicht neun, sondern acht. Immer.

Das Spiel verteilt die Teilnehmer in Gruppen: Die Jäger Batman und Robin machen Jagd auf Gangmitglieder. Die Gesetzeshüter sind mit den typischen Batman-Gadgets ausgerüstet und bewegen sich vorzugsweise im Verborgenen, während Gangster mit ihren Feuerwaffen Batmans Schwingen durchlöchern.

Das macht mir am Multiplayer von Batman: Arkham Origins Spaß

Batman Arkham Origins Multiplayer - proAtmosphäre: Batman zeichnet in Film und Spiel eine düstere Umgebung, in der sich die ausgewachsene Fledermaus unbemerkt fortbewegen kann. Dieselbe Atmosphäre findet man auch im Multiplayer-Modus.

Im Gegensatz zum Online-Modus von Tomb Raider gefällt auch die Grafik, die kaum Unterschiede zum Offline-Spiel offenbart. Hinzu kommen wirklich schräge Kostüme und es macht Spaß, die Verkleidungen freizuspielen und auszuprobieren!

Batman Arkham Origins Multiplayer - Kostüme

Batman Arkham Origins Multiplayer - proGameplay: Batman: Arkham Origins erfindet das Multiplayer-Spiel nicht neu. Die Partien entsprechen dem von vielen Shootern und Action-Spielen bekannten Modus Team-Deathmatch oder Gebietskontrolle.

Die für mich spannendste Besonderheit liegt darin, dass die Helden und Gejagten ganz unterschiedliche Fähigkeiten mitbringen. Das Multiplayer-Spiel ist also gerade nicht ausgeglichen und nicht ausbalanciert. Je nach Situation hat mal der Jäger mit seinen Gadgets und heimtückischen Attacken einen Vorteil oder der Gejagte mit seinen Waffen. Das sorgt für Spannung und gibt dem Spiel etwas Unberechenbares.

Batman Arkham Origins Multiplayer - proUngewöhnliches Teamplay: Es macht Spaß, verschiedene Taktiken zu erproben. Ich habe beobachtet, wie sich Gangster zusammengerottet und buchstäblich Rücken an Rücken fortbewegt haben, während andere Kriminelle mehr oder minder erfolgreich den Köder spielten.

Ganz anders die Helden: Einige Spieler verbünden sich, andere ziehen als einsamer Wolf los und attackieren Gangster auf eigene Faust. Das Erproben unterschiedlicher Herangehensweisen mit diesen grundverschieden ausgerüsteten Figuren ist durchaus spannend.

Batman Arkham Origins - Gebietskontrolle

Batman Arkham Origins Multiplayer - proGadgets! Eines gibt es in Shootern oder anderen Action-Spielen nicht: die typischen Batman-Gadgets. Sich von Vorsprung zu Vorsprung schwingen, Feindbewegungen per Detektiv-Modus verfolgen oder Rauchbomben einzusetzen ist schon witzig. Und die Gadgets sind auch nötig, um überhaupt eine Chance gegen die gut ausgerüsteten Schurken zu haben.

Spannend wird es, wenn die Gangster sich Nachschub an Waffenkisten holen. Der schrille Alarm erlaubt eine gute Ortung der Schurken. Jäger können daraus einen Vorteil ziehen – oder in eine vorbereitete Falle tappen…

Batman Arkham Origins Multiplayer - proAnders! Eines kann niemand abstreiten: Batman: Arkham Origins ist im Multiplayer-Modus ein komplett anderes, eigenes Spielerlebnis. Deshalb tun Einsteiger gut daran, sich die wirklich guten Video-Tutorials vor dem ersten Scharmützel anzuschauen.

Dass Story und Online-Modus zwei verschiedene Spiele sind, offenbart auch der PC-Launcher, der dem Spieler die Wahl gibt, welche Variante von Batman: Arkham Origins er starten will.

Batman Arkham Origins Multiplayer: Online? Offline?

Das macht mir am Multiplayer von Batman: Arkham Origins keinen Spaß

Batman Arkham Origins Multiplayer - conTechnik: In technischer Hinsicht ist der Online-Modus von Batman: Arkham Origins eine Geduldsprobe. Die Ladezeiten sind ewig lang. Auf dem PC stürzte das Spiel nach dem Ladebildschirm immer wieder ab oder endete oft in einem schwarzen Bild. Auch auf der Spielekonsole Playstation 3 kam nicht immer ein Spiel zustande.

Der unausgereifte Zustand des Multiplayer-Modus ist eines der größten Ärgernisse. Mir trübt die schlechte Technik den Spielspaß oft so sehr, dass ich lieber in den Story-Modus zurückkehrte.

Batman Arkham Origins Multiplayer - conMatchmaker: Wenig flexibel ist obendrein die automatische Zuweisung von Spielern. Man benötigt acht Spieler. Immer. In öffentlichen Spielen ebenso wie in privaten.

Der Matchmaker teilt Spieler obendrein wirr zu. Die Spielstärke scheint kaum eine Rolle zu spielen. Außerdem wartet man mitunter minutenlang vergebens auf Mitspieler. Da hilft nur der Neustart einer Suche. Insgesamt ist die Wartezeit häufig länger als die Spielzeit. Das nervt gewaltig.

Batman Arkham Origins Multiplayer: auf Spieler warten

Banges Warten: Kommt noch der benötigte achte Mitspieler…?

Batman Arkham Origins Multiplayer - conSpielbalance: Bunt zusammengewürfelte Teams aus fortgeschrittenen Spielern und Anfängern haben auch Auswirkungen auf die Spielbalance. Gegen stark gepanzerte Mitspieler hilft kaum eine Strategie, was für Frust sorgen kann. Können und ausgeklügelte Taktik scheinen weniger Einfluss auf den Spielverlauf zu haben als gute Ausrüstung.

Nur wenn vergleichbar ausgestattete Spieler aufeinander treffen, kommt es auf das Können an. Aber das ist zumindest in öffentlichen Matches selten der Fall.

Batman Arkham Origins Multiplayer - conUmfang: Den Langzeitspielspaß trübt die beschränkte Auswahl an Maps und Spielmodi. Gerade mal vier Karten stehen anfangs zur Wahl. In Verbindung mit den langen Wartezeiten zeichnet sich schon jetzt ab, dass das Spiel rasch an Reiz und damit auch Onlinespieler verlieren wird.

Batman Arkham Origins Multiplayer: Maps

Batman Arkham Origins Multiplayer - conAchievements: Batman: Arkham Origins wiederholt denselben Fehler vieler anderer Spiele: Durch zu viele und zu schwierige Auszeichnungen wird versucht, die Attraktivität des Online-Modus zu steigern. Stolze 11 Trophäen gilt es im Multiplayer zu verdienen. Dazu zählen auch irrwitzig schwere wie Inbegriff eines Jägers, für die man in einer Partie sechs Elitekämpfer mit unterschiedlichen Methoden niederstrecken muss. Ohne miese Tricks ist das kaum möglich.

Eine große Bedrohung für Trophäenjäger ist die Online-Community. Bereits jetzt ist es schwierig, genug Teilnehmer für ein Spiel zu finden. Wandert die Spielerschaft zum nächsten Titel ab oder legt der Hersteller irgendwann die Server still, sind die Auszeichnungen für immer gesperrt – ein Alptraum für Trophäenjäger und Achievement-Hunter.

Fazit: Batmans neuer, verzichtbarer Multiplayer

Batman: Arkham Origins reiht sich in die Serie der Spiele ein, die ohne Multiplayer besser wären. Wenn sich Warte- und Spielzeit die Waage halten, stimmt etwas nicht. Und selbst wenn mal keine technischen Probleme stören, bleibt eine mäßig spannende Variante von Team-Deathmatch und Eroberung übrig. Grafik und Gameplay sind zwar in Ordnung, aber es fehlen Inhalt, Abwechslung und Motivation für längere Partien.

Alles in allem setzt der Multiplayer von Batman: Arkham Origins die wenig ruhmreiche Serie großer Spiele-Namen mit etwas verkrampft angeheftetem Multiplayer-Modus fort: Tomb Raider, Assassin’s Creed 3, BioShock 2 und Batman leben durch ihre starken Figuren und ihre ausgefeilte Story. Ein Multiplayer ist da ein Klotz am Bein, der den guten Eindruck vom Solo-Spiel trübt.

Und nicht selten versackt ein solcher Multiplayer nach kurzer Zeit in ein Geisterdorf, das niemand mehr besucht. Dann bleiben für Späteinsteiger unbesiegbare Gegner oder kaum erreichbare Trophäen und Achievements. Die Auszeichnungen werden gar völlig unmöglich, sobald die Spielserver mangels Spielerschaft komplett eingestellt werden.

Ich hatte keine zu hohen Erwartungen, weshalb ich auch nicht zu sehr enttäuscht wurde. Selbst wenn ich eine Partie finde und kein Crash das Match vor dem Start beendet, bleibt nur Action-Fast-Food für Zwischendurch. Das ist etwas schmale Diät-Kost für die kultige Action-Fledermaus.

Wertung des Multiplayers von Batman: Arkham Origins: 6/10

Wertung des Hauptspiels von Batman: Arkham Origins: 8/10 – Testbericht lesen

Vergleich der Action-Helden: Batman: Arkham Origins gegen Assassin’s Creed 4

Kombo-Meister: So erreicht ihr spielend leicht eine 50er-Kombo in Batman: Arkham Origins

Batman Arkham Origins 50er Kombo: Feinster Freeflow-Fuffziger leicht erreichen

Batman lässt in Arkham Origins tüchtig die Fäuste fliegen. Allerdings hatte ich Mühe, 50 Attacken in einem Rutsch zu landen. Genau das ist für die Auszeichnung Feinster Freeflow-Fuffziger erforderlich. Mich hat das Achievement einiges an Kopfzerbrechen gekostet. Schließlich habe ich aber eine einfache Lösung gefunden.

Das Kampfsystem von Batman: Arkham Origins macht Spaß, ist aber nicht ganz einfach zu handhaben. Besonders schwer fällt es anfangs, Gegner zu treffen, ohne selbst erwischt zu werden. Seit der letzten Batman-Folge Arkahm City bin ich ziemlich eingerostet und brauchte erstmal eine einfache Stelle, um Achievement und Trophäe Feinster Freeflow-Fuffziger (englischer Name: Free Flow Fifty) zu erhalten.

Meine beste Stelle: Final Offer!

Für mich hat sich das Frachtschiff Final Offer als die beste Stelle erwiesen, um spielend leicht den Kombo-Zähler in die Höhe zu treiben. Das Schiff erreicht ihr in der Anfangsphase von Batman: Arkham Origins. Zunächst müsst ihr euch den Weg bis zu einer Kampfarena bahnen. Nach einem kurzen Kampf gegen den Electrocutioner fallen viele Schergen über euch her.

Diese Stelle ist wie geschaffen für hohe Kombos. Das hat drei Gründe: Ihr findet hier ausreichend Feinde, die Gegner sind weder stark noch gepanzert und obendrein habt ihr reichlich Platz zum Ausweichen. Auf der Schwierigkeitsstufe mittel sind hier Komobo-Serien mit mehr als 70 Punkten möglich – ganz ohne Spezialfertigkeiten.

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Die beste Strategie

Folgende Strategie hat sich für mich bewährt. Falls ihr Probleme haben solltet, versucht folgendes zu beachten:

  • Lasst euch nicht treffen! Sobald euch ein Gegner erwischt, ist die Kombo unterbrochen und ihr müsst nochmal anfangen. Geht in diesem Fall sofort in das Menü und ladet den letzten Speicherpunkt.
  • Nutzt den Rückensprung! Eine wenig tapfere, aber sehr sichere Strategie ist der Rückensprung. Hüpft über Gegner (PC: Leertaste, PS3: X, Xbox 360: A) und führt einen leichten Schlag in deren Rücken aus (PC: linke Maustaste, PS3: Quadrat, Xbox 360: X). Während ihr über Gegner springt, können sie euch nicht erwischen. Der zweite Vorteil: Die Kombo-Serie reißt währenddessen nicht ab, auch bei mehreren Rückensprüngen in Folge nicht. Nur wenn ihr von den Gegnern wegspringt, müsst ihr sofort danach einen Feind treffen. Andernfalls ist die Kombo beendet.
  • Weicht Kisten und Messerstichen aus! Nur Kistenwerfer und leicht bewaffnete Feinde können euch wirklich in die Quere kommen. Springt über den Rücken dieser Gegner, weicht ihren Angriffen mit weiten Sprüngen aus oder greift sie rechtzeitig an. So stellen sie keine Gefahr dar. Aber Achtung: Gegner nehmen immer wieder Kisten auf!

Noch ein wichtiger Tipp: Nach dem dritten Treffer wechselt ihr in Batman: Arkham Origins automatisch in den Freeflow-Modus, in dem ihr auch weiter entfernte Gegner mit einem einfachen Angriff erreicht. Ihr könnt so schnell große Distanzen überbrücken und auch rasch von Gegner zu Gegner springen. Nehmt euch aber erst einmal Zeit, die ihr mit Rückensprüngen gewinnt. So behaltet ihr den Überblick. Geschwindigkeit kommt mit der Übung von ganz allein.

Alternative Stellen

Die meisten Spieler empfehlen eine andere Herangehensweise. Sehr verbreitet ist der Tipp, die Kombo im Herausforderungs-Modus auf der Karte Intensives Training zu erzielen, wie man es auf YouTube sieht. Das macht eigentlich Sinn, denn die Arena ist schon früh im Spiel freigeschaltet und man muss keine Gegner suchen. Von Runde zu Runde nimmt die Gegnerzahl zu und in der vierten Runde sollte man mit einer perfekten Komboserie ohne kritische Treffer eine 50er-Kombo erzielen können. Ich habe es immer wieder probiert, es hat aber einfach nicht geklappt. Ohne Spezialfertigkeiten kam ich lediglich auf 49 Kombo-Treffer. Vielleicht habt ihr ja mehr Glück.

Batman Arkham Origins: Verbrechen im Gange

Eine weitere Alternative sind die Verbrechen im Gange, die ihr in der freien Welt von Gotham City aufspüren könnt. Ein roter Hinweis macht auf eine solche Stelle aufmerksam. Hier erwarten euch gut ausgerüstete Kriminelle mit guter Panzerung, die nicht ganz einfach zu besiegen sind. Geht obendrein etwas schief, könnt ihr die Passage nicht so einfach wiederholen. Auch diese Methode ist also nur bedingt empfehlenswert.

Fazit: Aufwärmtraining für die Herausforderungen

Lange Rede, kurzer Sinn: Eine hohe Kombo zu erzielen ist auch für eingerostete Spieler wie mich kein Problem. Und habt ihr es auf den Herausforderungs-Modus abgesehen, wird das Achievement ohnehin früher oder später ganz automatisch erreicht – denn ohne perfekte Kombos lässt sich der Punktestand kaum in die Höhe schrauben.

Falls ihr noch eine bessere Stelle für die Kombo kennt, schreibt uns doch einen Kommentar!

Testbericht von Batman Arkham Origins lesen

Vergleich: Assassin’s Creed IV gegen Batman: Arkham Origins

Batman: Arkham Origins jetzt auf PC, PS3 und Xbox 360 spielen

Batman: Arkham Origins ist ab sofort als PC-Download auf Steam erhältlich. Neben dem digitalen Download für PC kann man die Konsolenversion für PS3 und Xbox 360 im Einzelhandel kaufen. Eine DVD-Version für den PC und die Wii U kommt am 8. November 2013 nach Europa.

Batman: Arkham Origins ist das Prequel zu Arkham City und Arkham Asylum. Als Batman kämpft man gegen den Gangster Black Mask, welcher ein Kopfgeld auf den Dark Knight ausgeschrieben hat.

Batman: Arkham Origins Testbericht

Batman: Arkham Origins ist der erste Teil der Serie, die nicht von Rocksteady Studios entwickelt wurde. Viele Fans hatten daher befürchtet, dass der dritte Teil nicht mit den anderen Action-Krachern mithalten kann. Softonic hat Batman: Arkham Origins bereits gespielt. Unseren Testbericht findet Ihr hier: Batman Arkham Origins im Test: Jagd auf den schwarzen Ritter.

Weitere Testberichte

Testbericht von Batman Arkham Asylum lesen

Testbericht von Batman Arkham City lesen

Download Batman: Arkham Origins

Batman: Arkham Origins – Neuer Trailer – Veröffentlichung Ende Oktober

WB Games hat auf der Spielemesse Gamescom 2013 einen neuen Trailer zu Batman: Arkham Origins veröffentlicht. In dem kurzen Video sieht man erstmals den feurigen Bösewicht Firefly.

Die Aufgabe für den maskierten Bruce Wayne ist damit klar: Batman muss Firefly stoppen bevor Gotham in Flammen aufgeht. Neben Firefly sind bislang zehn Super-Schurken für Batman: Arkham Origins bekannt: Black Mask, Joker, Penguin, Bane, Mad Hatter, Deadshot, Deathstroke, Copperhead, Anarky und Firefly.

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Firefly ist, wie viele Gegner in Batman, das Ergebnis eines Unfalls. Garfield Lynns ist unbescholtener Bürger Gothams mit der Vorliebe für kleine Brände. Bei einem Brand in einem Chemiewerk wird er allerdings schwer verletzt. Wutentbrannt baut er sich daraufhin einen Feueranzug und treibt in Gotham sein Unwesen.

Neben zahlreichen Kampfszenen gegen viele Super-Schurken zeigt der neue Trailer auch das schwierige Verhältnis zwischen Batman und der Polizei von Gotham.

Batman: Arkham Origins erscheint am 25. Oktober für PC, Xbox 360, PlayStation 3 und Wii U.

Alles zur Gamescom 2013