Schlanke Programme: Die Kunst des Stutzens

¡Bonsai!

Nicht alle Programme bieten bei der Installation die Option, einzelne Funktionen zu deaktivieren. Selbst wenn die Möglichkeit besteht, garantiert dies nicht unbedingt weniger Speicherbelegung oder flotteres Arbeiten. Es gibt Anwendungen, die sich wie eine Termitenplage auf der Festplatte ausbreiten. Dagegen ist man als Nutzer einfach machtlos, falls man dem Software-Monster nicht sofort eine Schlankheitskur verpasst. Das klingt nach Schönheits-OP und läuft ähnlich wie eine Fettabsaugung im Code ab.

Eine ganze Reihe an Werkzeugen reduzieren die Größe der installierten Programme ohne Qualitätsverluste oder helfen lahmer Software auf die Beine. Darüber hinaus gibt es oft inoffizielle Light-Versionen bekannter Programme. Das Ziel dabei ist immer gleich: Das gleiche Programm arbeitet nach der Schlankheitskur mit weniger Aufwand.

Jedes Hilfsprogramm agiert dabei auf unterschiedliche Weise. Monolingual für Mac OS X beispielsweise löscht alle nicht benutzten Sprachdateien, während Sweepi für Windows das Gleiche mit den temporären Dateien tut. Wirklich verzweifelte Nutzer löschen bei Bedarf gleich ganze Programmteile wie unerwünschten Hilfen, Beispiele oder andere Zusatzkomponenten ohne direkten Zugriff. Dafür nutzt man am besten die bewährten CCleaner oder FileMaid.

Aber nicht immer sind drastische Maßnahmen wie Löschen oder Zerstückeln nötig. Viele EXE-Dateien können mit Programmen wie UPX verkleinert werden, das den binären Code regelrecht zusammenfaltet. Continue reading “Schlanke Programme: Die Kunst des Stutzens”