Twitter in Türkei blockiert, Gmail verschlüsselt, Beta-Version von Firefox 29 mit Australis-Design

Der türkische Ministerpräsident Erdoğan hat versucht,  Twitter zu blockieren, Google verschlüsselt ab sofort alle HTTPS-Verbindungen von Gmail, und die Beta-Version von Firefox 29 zeigt das Australis-Design – der Nachrichtenüberblick.

  • Twitter: Der türkischer Ministerpräsident Erdoğan kämpft gegen soziale Medien und blockierte den Kurznachrichtendienst Twitter. Mithilfe von alternativen Servern, Anonymisierungsdiensten wie Tor und SMS stand Twitter trotzdem zur Verfügung. Inzwischen scheint die Sperre wieder aufgehoben. Unabhängig davon präsentiert Twitter anlässlich des achtjährigen Bestehens ein Tool, welches die allerersten Tweets von Nutzern anzeigt.
  • Gmail verschlüsselt die Verbindungen: Ab sofort verschlüsselt Google die Verbindungen von Gmail. Damit wird das Abfangen und Ausspähen jeder E-Mail, die den Dienst passiert, erheblich erschwert. Google hatte im Zusammenhang mit der NSA-Affäre bereits letztes Jahr angekündigt, Gmail für alle Nutzer noch sicherer zu machen.
  • DirectX 12: Microsoft hat Entwicklern auf der Game Developers Conference DirectX 12 vorgestellt. Damit soll Windows die Effizienz von Spielekonsolen erreichen.

Updates

  • Firefox 29 Beta: Mozilla aktualisiert die Beta-Version von Firefox 29. Zu den Neuerungen gehören das Australis-Design und eine anpassbare Benutzeroberfläche sowie die plattformübergreifende Synchronisierung verschiedener Firefox-Installationen.
  • WhatsApp zwingt zum Update: WhatsApp weist Android-Nutzer darauf hin, die Messenger-App zu aktualisieren. In einigen Fällen kommt es beim Update zu Problemen.
  • Camera Plus: Die beliebte Kamera-App für iOS führt mit AirSnap eine neue Selfie-Funktion ein. Damit wird das Aufnehmen von gelungenen Selbstportraits noch leichter.
  • GarageBand: Apples Anwendung für Musiker GarageBand bringt den MP3-Export zurück, außerdem gibt es drei neue Schlagzeuger.

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Gmail führt Button zum Abbestellen von Werbemails ein

Google erleichtert das Abbestellen von Werbemails. Gmail bekommt einen Button im Nachrichtenkopf von Marketing-Mails, mit dem Nutzer sich aus dem Verteiler eines Werbetreibenden austragen können. Google hat die neue Funktion zuerst auf einer Marketing-Konferenz vorgestellt und wird sie nach und nach allen Nutzern zur Verfügung stellen.

Die prominente Platzierung am Anfang von Werbemails macht Schluss mit der Suche nach dem Link zum Abbestellen. Durch einen Klick auf den Unsubscribe-Knopf nimmt man nicht mehr direkten Kontakt mit dem Absender auf. Stattdessen verschickt Google eine automatische Anforderung, die entsprechende E-Mail-Adresse aus dem Verteiler zu nehmen.

Die neue Funktion steht nur für Werbemails zur Verfügung. Nachrichten, die Gmail als Spam erkennt, sind ausgenommen, denn E-Mail-Kontakt mit einem Spammer führt in der Regel nur zu weiterer unerwünschter Post. Bereits 2009 hat Google eine ähnliche Funktion getestet, die aber zusätzlich erforderte, unerwünschte Nachrichten als Spam zu markieren.

Es bleibt abzuwarten, wie gut Gmails automatische Erkennung von Werbemails funktioniert. Eine Erleichterung ist die Neuerung aber in jedem Fall.

Quelle: IT World

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Google+ landet in Gmail: So verhindert man ungewollte E-Mails

Google integriert Gmail stärker in Google+ und eröffnet Spam-Absendern damit eine Tür, um noch mehr Leute mit Werbung zu nerven. Doch es gibt Möglichkeiten, dieses Einfalltor zu schließen.

Das Update hat Google gestern für Google+ veröffentlicht. Es soll die Kommunikation zwischen den Nutzern erleichtern. Jeder Gmail-Nutzer kann damit jedem Google+-Nutzer eine E-Mail schreiben. So erscheinen alle Google+-Nutzer in Gmail jetzt automatisch als möglicher Empfänger. Die Funktion ist gut gedacht und erleichtert gerade unter Geschäftsleuten die Kommunikation. Denn nicht jede Person, mit der man eine E-Mail-austauschen will, möchte man auch in die eigenen Kreise aufnehmen.

Die E-Mail-Adresse ist nicht öffentlich

Die Gmail-Adresse ist für andere Google+-Nutzer nicht einsehbar. Doch SPAMer könnten Gmail jetzt nutzen, um zahlreichen Fremden Werbung zu schicken. Zwar landen Nachrichten von unbekannten Personen automatisch im Soziale Netzwerke-Reiter von Gmail (Infos zur neuen Reiter-Übersicht in Gmail findet ihr hier), aufräumen muss man diesen dennoch.

So schaltet man die Funktion ab

Wer nicht möchte, dass einem Fremde über Google+ Nachrichten senden, kann dies in den Einstellungen von Gmail ändern. Hierzu öffnet man in Gmail über das Steuerrad in der oberen rechten Ecke die Einstellungen und sucht im Reiter Allgemein den Unterpunkt E-Mail über Google+. Hier kann man nun auswählen, wer einem über Google+ eine Mail schreiben darf: Jeder, die erweiterten Kreise, nur die eigenen Kreise oder niemand.

Via Google

Mehr zu Gmail:

Sicherungskopien von Gmail und Google-Kalender erstellen

Ob Sicherheitslücken, Speicherknappheit oder einfach nur das Gefühl, auf der sicheren Seite zu sein: Gründe für ein Backup von Gmail und Google Kalender gibt es reichlich.

Das Tool Takeout von Google, mit dem der Nutzer die Daten auf seine Festplatte herunterladen kann, schließt seit einiger Zeit auch Gmail und Calendar ein. Zuvor konnte man damit lediglich Daten von YouTube, Blogger und Drive herunterladen, nicht aber von den hauseigenen Produkten Gmail und Calendar.

Die Gmail-Daten speichert Google Takeout im mbox-Format, einem universellen E-Mail-Format. Die Kalender-Dateien tragen das Format iCalendar. In beiden Fällen sind die Daten in einem oder mehreren gepackten ZIP-Archiven zusammengefasst, jedes davon bis zu zwei Gigabyte groß.

1. In das Google-Konto einloggen

Die Takeout-Funktion findet man in Cuenta > Datentools. Nach einem Klick auf Herunterzuladende Daten auswählen erscheint eine Liste mit Google-Produkten. Dort wählt man für den Download Gmail oder den Google Kalender aus.

2. Download-Optionen konfigurieren

Klicken Sie auf Edit, um die Kopier-Optionen zu verändern. In der Backup-Funktion von Google Kalender kann man bestimmen, welchen Kalender man sichern möchte. Bei Gmail wählt man auf Wunsch einzelne Tags aus.

Beide Optionen sind dann interessant, wenn man seine Kopien ordentlich strukturieren oder nur einen Teil der Daten sichern will, beispielsweise nur wichtige Emails. In der Standardeinstellung erstellt Google Takeout immer vollständige Kopien.

3. Warten aufs Erstellen der Download-Datei

Die Dateien mit den Backups erzeugt Google nicht sofort. Die Anforderung durchläuft jedes mal eine Warteschlange. Zum Glück arbeiten die Google-Server schnell, und in weniger als 10 Minuten sollten die Dateien für den Download bereitstehen. Der Nutzer erhält anschließend eine Benachrichtigungs-Email.

4. Download

Wenn Sie das Konto noch geöffnet haben, können Sie die Daten direkt von der Seite laden. Ansonsten verwenden Sie den Link in der Email, oder klicken einfach auf einfach auf Meine Archive.

In der ZIP-Datei finden Sie MBOX-Dateien aus Google Mail und ICS-Dateien aus Google Kalender.

Wie lassen sich die Dateien in Google Mail und Google Kalender importieren?

Der Re-Import der Daten ist sehr einfach. Bei Google Kalender klicken Sie auf die Optionen – Registerkarte Kalender – gehen und auf Kalender importieren. Das befindet sich direkt neben Neuen Kalender erstellen.  Von dort aus können Sie die ICS-Dateien hochladen.

Die MBOX (Gmail)-Dateien laden Sie durch einen Desktop-Mail-Client wie Mozilla Thunderbird auf Google Mail hoch. Die Konfiguration mit IMAP garantiert die Synchronisierung der alten mit den neuen Mails.

Thunderbird benötigt zum Import der MBOX-Dateien die Extension ImportExportTools. Die lässt sich manuell über das Extensions-Menü installieren. Klicken Sie hierzu auf das Zahnrad-Symbol, wählen Sie die entsprechende Datei und bestätigen Sie die Installation des ImportExportTools.

Nach einem Neustart von Thunderbird importieren Sie einfach die E-Mails direkt aus dem Menü Extras> ImportExportTools.

Ist Thunderbird mit Google Mail über IMAP verbunden, synchronisiert das Programm die importierten Mails automatisch mit dem Google-Konto.

Haben Sie schon einmal ein Google Mail- oder Google Kalender-Backup gemacht?

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