Kostenpflichtige Minecraft-Server: Was die neuen Nutzungsbedingungen erlauben und verbieten

Nach der Bekanntgabe der Erlaubnis von kostenpflichtigen Minecraft-Servern hat Mojang jetzt auf Fragen von Fans geantwortet. Der Hersteller erklärt noch einmal im Detail, was die kommende Änderung der Nutzungsbedingungen bedeutet und in welcher Form Betreiber ihren Spielserver zu Geld machen dürfen. Ab dem 1. August 2014 gilt die neue Lizenzvereinbarung für alle Server.

Mojang weist noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass keine Server von der neuen Endnutzer-Lizenvereinbarung ausgenommen sind. Bis zum 1. August 2014 muss die Umstellung für alle vollzogen sein. Die wichtigste Neuerung ist die Erlaubnis für Server-Betreiber, auf ein kostenpflichtiges Angebot umzustellen. Dabei gelten jedoch einige Auflagen:

  • Server-Betreiber dürfen sowohl einen einmaligen Eintritt nehmen als auch ein Abonnement oder zeitlich begrenztes, kostenpflichtiges Spiel anbieten.
  • Als Server zählt etwas, zu dem sich der Spieler mit seiner Software verbindet. Virtuelle Server und Proxy-Server machen keinen Unterschied.
  • Kostenpflichtige Teil-Bereiche einer Welt oder Mini-Spiele sind nicht erlaubt. Sind sie einmal mit einem Server verbunden, müssen alle Spieler die gleichen Möglichkeiten haben.
  • Kostenloses Probespielen ist möglich, ebenso bevorzugter Server-Zugang für zahlende Spieler, solange das Spielgeschehen für alle identisch ist.
  • Die neue Lizenvereinbarung betrifft auch die von Spielern erstellten Erweiterungen.
  • Alle käuflichen Gegenstände oder Privilegien dürfen keinen Vorteil im Spiel bringen und müssen rein “kosmetischer Natur” sein.

Diese Bedingungen zu kostenpflichtigen Minecraft-Servern sollen die Fairness erhalten und gleichzeitig Betreibern eine Möglichkeit geben, ihre Server-Kosten hereinzuholen. Für Spieler soll kein Zwang entstehen, für Minecraft Geld ausgeben zu müssen. Trotzdem kritisierten viele Fans die Entscheidung zur Änderung der Lizenzvereinbarung.

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Quelle / Bild: Mojang

Minecraft-Server zu Geld machen: Werbung und kostenpflichtige Angebote in Minecraft

Der Hersteller Mojang erlaubt ab sofort kostenpflichtige Minecraft-Server. Bisher durften Spieler die Minecraft-Produkte legal nicht zu Geld machen, mit der Ausnahme von Minecraft Videos. Jetzt willigt Mojang auch in kostenpflichtige Minecraft-Server ein und stellt diesbezüglich einige Regeln auf. Ausdrücklich verboten sind Situationen, bei denen Spieler durch Bezahlung einen Vorteil erlangen können.

Mit der Entscheidung reagiert Mojang auf eine rege Diskussion zum Thema kostenpflichtige Spielserver. Der Hersteller erkennt an, dass Server-Betreiber entsprechende Unkosten haben und will ihnen eine Möglichkeit geben, diese zu decken. Gleichzeitig schreibt Mojang in einem kleinen Regelwerk vor, dass die Fairness erhalten bleiben muss. Die Einteilung von Spielern in unterschiedliche Klassen und Pay-to-Win-Konstellationen sind auch in Zukunft nicht erlaubt.

Kostenpflichtige Minecraft-Server: Das ist ab sofort für Betreiber erlaubt und verboten

  • Kostenpflichtiger Zugang: Betreiber dürfen den Zugang zu ihrem Server kostenpflichtig anbieten, solange alle Spieler einen einheitlichen Preis zahlen. Unterschiedliche Angebote und Premium-Leistungen sind nicht erlaubt. Mojang spricht von einer Art Eintrittskarte: Spieler zahlen einen Einheitspreis für den Zugang.
  • Spenden sind erlaubt: Server-Betreiber können Spenden von Spielern akzeptieren und sich bei ihnen im Spiel bedanken, allerdings nicht mit bevorzugter Behandlung. Spenden dürfen das Spiel nicht beeinflussen.
  • Werbung im Spiel: Werbung ist als Möglichkeit der Finanzierung erlaubt, ebenso Server-Sponsoren. Mojang nennt dies eine sinnvolle Art der Kostendeckung, wenn die Betreiber sie maßvoll einsetzen.
  • Verkauf von Gegenständen: Server-Betreiber können in Minecraft Gegenstände verkaufen, allerdings muss es sich um “rein kosmetische” Dinge handeln, die das Spielgeschehen nicht beeinflussen. Haustiere, Hüte und Partikel-Effekte sind erlaubt, Waffen, Kraft-Tränke und fleischfressende Schweine aber nicht.
  • Spielwährung: Mojang verbietet eine Währung in Minecraft nicht, solange Spieler sie durch Erfahrung verdienen können und nicht kaufen müssen. Der Tausch von echter Währung gegen Spielgeld ist verboten.
  • Transparenz: Mojang ruft Server-Betreiber zur Transparenz auf. Wer einen kostenpflichtigen Server anbietet, sollte seinen Kunden so viele Informationen wie möglich geben und Kontaktdetails sowie Verwendung der Einnahmen offenlegen.

Mojang hofft auf diese Weise Server-Betreibern entgegenzukommen und trotzdem ein weiterhin ausgewogenes Spiel zu ermöglichen. Spieler sollen auch in Zukunft keinem Zwang unterliegen, Geld für Minecraft ausgeben zu müssen. Das Unternehmen bereitet weitere Erläuterungen und Hinweise zu kostenpflichtigen Servern vor.

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