Die Sicherheitsexperten von Kaspersky warnen vor einer Welle von Spam-Nachrichten zur aktuellen Ebola-Epidemie. Betrüger und Cyber-Kriminelle nutzen aktuelle Nachrichten und Ereignisse aus, um die Glaubwürdigkeit ihrer Phishing-E-Mails zu erhöhen. Im September 2014 war Deutschland weltweit das Ziel Nummer eins von Mails mit Schadsoftware.
Spam-E-Mails mit Schadsoftware: Deutschland auf dem ersten Platz der Empfänger
Im September 2014 machten Spam-Nachrichten rund zwei Drittel des weltweiten E-Mail-Verkehrs aus. Jede neunte E-Mail mit Schadsoftware im Anhang hat Kaspersky bei deutschen Empfängern entdeckt. Im weltweiten Vergleich liegt Deutschland damit auf Platz eins, vor Großbritannien und den USA.
Die Urheber der Spam-Nachrichten wollen vor allem Schadsoftware verbreiten: In neun von zehn Fällen handelt es sich bei den gefährlichen E-Mail-Anhängen um Trojaner, die es auf PayPal-Konten abgesehen haben. Eine HTML-Nachricht imitiert ein PayPal-Formular, in das der Empfänger Daten zur Aktualisierung eintragen soll. Besondere Vorsicht ist beim Umgang und der Eingabe von Kreditkartendaten gegeben.
Ebola: Spam-Epidemie aus aktuellem Anlass
Im September 2014 versuchten Betrüger und Cyber-Kriminelle vor allem, sich die aktuelle Nachrichtenlage zur Ebola-Epidemie und der Ausbreitung der Krankheit zunutze zu machen. Die Muster der verschickten Nachrichten funktionieren nach einem gleichen Schema: Eine angeblich an Ebola erkrankte Frau aus Liberia sucht nach einer Hilfsorganisation als Erbe ihres immensen Vermögens. Andere E-Mails handeln von einer Ebola-Konferenz der Weltgesundheitsorganisation und versprechen hoch dotierte Jobs.
Gerade bei ungefragt erhaltenen E-Mails zum Thema Ebola ist Vorsicht geboten. Typische Hinweise auf Spam und Phishing-Versuche sind grammatikalische und orthografische Fehler, eine vom Inhalt abweichende Betreff-Zeile, das Fehlen einer persönlichen Anrede und die Abfrage von persönlichen Daten sowie verdächtige Anhänge.
Weitere Hinweise zu Spam-Nachrichten zum Thema Ebola und die wichtigsten Ereignisse des vergangenen Monats finden Sie im Viruslist-Spamreport für September 2014.
Quelle / Bilder: Kaspersky
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