Neustart wider Willen: Windows Manieren beigebracht

Microsoft versorgt Windows regelmäßig mit Aktualisierungen. Das ist an sich nicht weiter schlimm, ganz im Gegenteil. Meistens bringen diese Updates Verbesserungen mit sich oder schließen bekannt gewordene Sicherheitslücken. Wie das nun bei Windows so ist, erfordern die meisten Betriebssystem-Pflaster einen Neustart. Hat diese Stunde geschlagen, dann ist es Windows völlig egal, ob wir gerade mitten in einer Arbeit stecken, die wir nur ungern oder gar nicht unterbrechen wollen.

Der Dialog suggeriert uns dann zwar Entscheidungsfreiheit, doch mit einem Klick auf Später neu starten gehört die Angelegenheit mitnichten der Vergangenheit an. Windows ist nämlich nachtragend. Nach exakt zehn Minuten werden wir erneut aufgefordert, den Neustart durchzuführen. Klickt man auch dieses Dialogfenster weg, dann wird Windows richtig ungemütlich und stellt ein Ultimatum in Form einer klaren Ansage und einem Countdown. In 30 Minuten wird der Computer neu gestartet. Basta. Da stellt sich nun die Frage: Seit wann entscheidet ein Betriebssystem, wann was zu tun ist?

Abhilfe ist schnell geschaffen: Ein Klick auf Start, dann noch einer auf Ausführen. In das Eingabefeld sc stop wuauserv eingeben und OK drücken. Von nun ist Schluss mit Neustart-Generve, das Dialog-Fenster taucht nie mehr auf. Funktioniert mit Windows XP und Windows Vista.

Training für Elfmeter-Schützen

Die erste Runde der Fußball-Europameisterschaft ist gelaufen. Die meisten Favoriten, wenn sie nicht gerade Italien heißen, haben ihre Rolle bestätigt. In etwas mehr als einer Woche wird es wirklich ernst bei der UEFA-EM, denn dann beginnen die Viertelfinalspiele. Auf eventuelle Elfmeter-Schießen in der Endrunde kann sich der Fußball-Fan schon einmal online einstimmen – auch wenn England bei der EM gar nicht dabei ist.

Die Nerven behalten muss der Elfmeter-Schütze bei diesem Flash-Game von Oxylus. In dem nett animierten Online-Spiel tritt man mit seiner Mannschaft im Wechsel als Schütze oder Torhüter an. Zwar ist das Game für die WM 2006 konzipiert, auf dem Weg ins Finale besteht trotzdem Suchtgefahr. Etwas entspannter geht es bei Elfmeter-Schießen mit dem Sandmännchen zu. Junge Kicker haben zehn Versuche, den Ball im Kasten des Sandmännchens unterzubringen. Im Elfmeterschießen 2008 fordert man Schützen über das Internet zum Elfmeter-Duell heraus. Jeder Spieler gibt die Richtungen der Schüsse sowie die Torwart-Bewegung vorher an – anschließend simuliert das Spiel das Elfmeter-Schießen. Wer sich anmeldet, sammelt Punkte und versieht seinen virtuellen Fußballer mit dem eigenen Konterfei.

Hype 2.0: Apple bringt iPhone 3G im Juli

iPhone-Jünger fieberten tagelang der Eröffnungsveranstaltung der Word Wide Developers Conference (WWDC) in San Francisco entgegen. Apple-Chef Steve Jobs präsentierte wie erwartet ein neues iPhone-Modell. Der Nachfolger mit dem Namen “iPhone 3G” unterscheidet sich optisch nur minimal von seinem Vorgänger. Um den Gerätepreis zu drücken, besteht der Rücken nun aus schwarzem Kunststoff und der Kopfhörer-Eingang ist leichter zugänglich.iPhone 3G

Innere Werte

Vor allem an den inneren technischen Werten haben die Apple-Entwickler gefeilt. Das neue iPhone unterstützt unter anderem UMTS und den Datenturbo HSDPA mit Download-Geschwindigkeiten bis zu 7,2 MBit/s. Trotz 3G-Netz soll das Gerät im Standby bis zu 300 Stunden bereitstehen. Bei vollem Akku sollen Internetausflüge bis zu sieben Stunden möglich sein. Doch damit nicht genug: Mit einem eingebauten GPS-Modul schreit das neue iPhone 3G geradezu nach Navigationsanwendungen aller Art.

Billiger und besser

Die größte Überraschung ist allerdings der von Apple angepeilte Verkaufspreis: Die Grundausführung mit 8 Gigabyte soll in den USA für 199 Dollar inklusive Handyvertrag über die Ladentheke gehen. Die 16-Gigabyte-Variante soll zu den gleichen Konditionen 299 US-Dollar kosten. Das neue iPhone ist ab 11. Juli in zunächst 22 Ländern erhältlich, darunter auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Verkaufspreise für den deutschsprachigen Raum stehen noch nicht fest.

Dank einer wesentlich attraktiveren Preisgestaltung seitens Apple und eines in vielerlei Hinsicht verbesserten Geräts dürfte sich der Hype um das iPhone also fortsetzen. Die von Experten bemängelten Defizite bei der Hardware haben die Entwickler größtenteils beseitigt. Nun will Apple auch in Sachen Software Nägel mit Köpfen machen. Noch im Juli soll der für iPhone und iPod geplante Software-Verkaufskanal App Store in 62 Ländern seine Pforten öffnen. Wie sich die Qualität und Quantität der nativen iPhone-Anwendungen entwickelt, bleibt dabei die spannende Frage.

Mac Programme deinstallieren

Hier habe ich beschrieben, wie man Programme auf dem Mac installiert. Aber wie bekommt man sie wieder vom Rechner? Bei Windows liefern die Hersteller meist eine Option mit, mit der man die Software wieder entfernt. Beim Mac ist das ein wenig anders: Mac-OS-X-Programme verteilen ihre Anwendungsdateien nicht über das halbe System und legen auch keinerlei Registry-Einträge an.

Lediglich Einstellungsdateien und Programmbibliotheken speichern die Anwendungen unter Umständen in bestimmten Ordnern im Nutzerverzeichnis. Daher reicht es im Normalfall für einen Löschvorgang aus, dass Symbol einer Software einfach aus dem Programme-Ordner auf den Papierkorb zu ziehen. Die verbleibenden Konfigurationsdateien stören das System nicht. Möchte man diese aber trotzdem loswerden, hilft eine Suche mit der Desktop-Suche Spotlight nach dem Programmnamen weiter. Alternativ greift man zu Programmen wie AppZapper oder AppDelete. Diese Tools nehmen dem Anwender die Suche ab und löschen die zum Programm gehörenden Dateien gleich mit.

Der nette Spitzel von nebenan

WLAN ist in. Ohne Kabelsalat surft man über das drahtlose Netz bequem vom Sofa oder Bett aus. Man ist auch unterwegs mobil und kann jederzeit vom Hotspot-Café die eigenen Mails abrufen, im Netz surfen oder Nachrichten verschicken. Mit WLAN-Initiativen wie FON teilt man solidarisch den eigenen Netzzugang mit anderen Gelegenheitssurfen und nutzt selbst bei Bedarf fremde WLAN-Netze unterwegs. Soweit zur Sonnenseite des drahtlosen Internetzugangs.

Die Schattenseite liegt auf der Hand: Ungeschützte WLAN-Verbindungen laden so genannte Hacker geradezu zum Missbrauch ein. Mangelnde Kenntnis und etwas Leichtsinn verwandeln viele private Netze in offene Scheunentore. Wozu früher Spitzelprofis noch einen halben Wandschrank an Technik brauchten, genügt heutzutage ein mittelmäßig ausgestatteter PC. Freeware für Hacker gibt es zuhauf im Internet. Continue reading “Der nette Spitzel von nebenan”

Die rechte Maustaste, das verschmähte Objekt

Schon vor Jahren hat sich die Computer-Maus durchgesetzt. Als Ergänzung zur Tastatur klicken wir uns mit ihr tagtäglich über den Desktop. Allerdings drücken wir fast immer nur auf die linke Maustaste und vernachlässigen die rechte meist schmählich. Eine Erklärung gibt es dafür nicht wirklich, doch wir würden gut daran tun, der rechten Taste ein wenig mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen.

Denn oft verbergen sich hinter dem so genannten Kontextmenü eben genau jene Funktionen, die man bisher nur dann erreichte, wenn man sich aufwändig durch das Windows-Hauptmenü klickte. Also nur Mut: Mauszeiger über eine Datei oder einen Ordner bewegen und einfach mal auf die rechte Taste drücken. Und siehe da: Plötzlich ist weit weg geglaubtes ganz nah. Je nach Art der installierten Programme versendet man E-Mails, komprimiert Daten oder scannt eine Datei nach Viren. Mit nur einem Klick versteht sich. Ist das nicht großartig?

Datenschutz unter Druck

Spitzelskandal bei der Telekom, Vorratsdatenspeicherung, Online-Durchsuchungen. Mit dem digitalen Zeitalter wächst die Sammelwut des Staates. Der gläserne Bürger ist technisch längst machbar. Offiziell wird der Datenschutz zwar von allen Seiten beschworen, im EDV-Alltag nehmen es damit allerdings nicht alle Firmen und staatliche Stellen immer allzu genau. Verkommt die vom Gesetzgeber garantierte informationelle Selbstbestimmung des Bürgers und der Datenschutz zu einem bloßen Lippenbekenntnis? Oder kann man sich auf die Einhaltung der gesetzlichen Datenschutzbestimmungen verlassen? Zur Abstimmung im Softonic-Forum geht es hier.

Was ist die IMEI?

Sie steht auf jeder Handy-Verkaufsschachtel und fast immer findet sich der kryptische Zahlencode aufgedruckt auf dem Typenschild im Akkufach: Die IMEI. Doch nur wenige Mobiltelefonbesitzer kennen die Bedeutung dieser Abkürzung. IMEINokia Verkaufsverpackung mit IMEI-Aufrduck steht für International Mobile Station Equipment Identity und beschreibt eine fünfzehn-stellige Seriennummer, mit der jedes Handy weltweit eindeutig identifiziert werden kann.

Die IMEI-Nummer ist aus mehreren Gründen wichtig: Anhand des Zahlencodes geben die Hersteller ihren Geräten eine einzigartige Seriennummer mit auf dem Weg. Das erleichtert den Kundensupport. Gleichzeitig wird die IMEI bei jedem Einloggen im GSM-Netz an den Netzbetreiber übermittelt. Dadurch kann man ein Handy auch unabhängig von der SIM-Karte im Mobilfunknetz orten. Continue reading “Was ist die IMEI?”

Firefox-Erweiterungen ohne Verzögerung installieren

Installiert man eine beliebige Erweiterung für den Webbrowser Mozilla Firefox (Win/Mac), erscheint immer die gleiche Warnmeldung: Sie sollten Software nur von Quellen installieren, denen Sie vertrauen. Mit einer fünfsekündigen Wartenzeit wollen die Entwickler sicherstellen, dass man diesen Hinweis auch wirklich liest:

Installiert man häufig neue Extensions, wird diese Wartezeit mit der Zeit etwas lästig. Glücklicherweise lässt sich die Warnmeldung abschalten: Dazu gibt man in der Adresszeile des Browsers about:config ein. Daraufhin hat man Zugriff auf zahlreiche interne Einstellungen von Firefox. Um die Wartezeit zu deaktivieren, ändert man die Variable security.dialog_enable_delay per Rechtsklick mit dem Befehl Bearbeiten. Als Wert gibt man die Ziffer 0 an.

Nun lassen sich Firefox-Erweiterungen ohne die Wartezeit sofort installieren. Nichtsdestotrotz sollte man natürlich jetzt besonders darauf achten, die nützlichen Erweiterungen nur aus vertrauenswürdigen Quellen wie zum Beispiel der Mozilla-Addon-Seite zu beziehen.

Immer am EM-Ball – auch im Ausland

Ab Samstag rollt der Ball bei der Fußball-EM. In Deutschland kommen alle Spiele per ARD und ZDF ins heimische Wohnzimmer. Wer allerdings während des Turniers im Ausland unterwegs ist, schaut möglicherweise in die schwarze Röhre. Denn nicht in allen Ländern werden alle Partien des Fußball-Großereignisses im Free-TV übertragen. Sind jedoch Laptop und Internet vorhanden, entgeht auch dem Fußball-Fan auf Reisen kein einziges Spiel. Für den Live-Stream aus dem Netz eignet sich vor allem die kostenlose Software TVU Player. Das Programm funktioniert wie ein kleiner Fernseher, allerdings zieht die Anwendung die Inhalte aus dem Netz.

Die entsprechenden Sendungen für den TVU Player findet man im Internet. Zahlreiche Seiten bieten Direkt-Links für die Live-Übertragungen an. Einmal geklickt, schon stürmt die eigene Mannschaft über den Desktop. Besonders gefällt die Seite LiveFooty, die Programmlinks für nahezu jedes Fußball-Spiel der Welt anbietet. Die etwas merkwürdigen Werbeeinblendungen (unter anderem für den Video-Kanal von Scientology) sollten nicht weiter stören. Bei der Suche im Netz nach entsprechenden Spielen muss man sich allerdings in Acht nehmen. Viele Seiten bieten die Links für TVU nur gegen Bezahlung an. Das Geld sollte man dann doch lieber in ein Fan-Trikot investieren.