Google hat auf seiner Entwicklerkonferenz Google I/O für Android 17 neue Regeln für den Sperrbildschirm von Android-Smartphones vorgestellt. Dazu gehört auch eine feste Obergrenze von 20 Fehlversuchen beim Entsperren.
20 Fehlversuche als feste Grenze
Mit Android 17 fällt die Zahl möglicher Fehlversuche beim Entsperren deutlich niedriger aus. Nach den bisherigen Regeln unter älteren Android-Versionen waren rechnerisch noch ungefähr 1.800 falsche PIN-Eingaben über einen Zeitraum von fünf Jahren drin. Künftig gilt stattdessen eine harte Grenze von 20 Versuchen, wie Mishaal Rahman nach der Google I/O erklärt.
Für Nutzer ist das vor allem bei der Sicherheit eine gute Nachricht: Verlorene oder gestohlene Geräte sollen sich nach Googles Vorstellung deutlich schwerer mit einer erratenen PIN öffnen lassen.
Strengere Zeitlimits gegen Brute-Force-Angriffe
Der größere Eingriff steckt aber nicht nur im neuen Maximum, sondern auch in den schärferen Zeitlimits. Nach den bislang von Mishaal Rahman beschriebenen Details sind unter Android 17 zuerst 6 Versuche in der ersten Minute möglich, 7 innerhalb von 6 Minuten, 8 innerhalb von 25 Minuten und 12 innerhalb von 24 Stunden.
Danach werden die Sperrfristen noch länger.
Brute-Force-Angriffe werden damit im Alltag viel unattraktiver. Gerade bei vier- oder sechsstelligen PINs genügen oft schon naheliegende Kombinationen wie Geburtsjahre, Wiederholungen oder simple Zahlenfolgen.
Genau solche Versuche will Google ausbremsen. Viele Menschen nutzen noch immer leicht zu erratende PINs, obwohl auf dem Sperrbildschirm oft der Zugang zu Banking-Apps, Passwortmanagern, Chats, Fotos und Zwei-Faktor-Codes hängt.
Erleichterungen und neue Hinweise
Für echte Nutzer gibt es auch eine kleine Entlastung. Wenn Sie mehrmals dieselbe falsche PIN eingeben, zählt das laut den von Mishaal Rahman beschriebenen Änderungen nicht jedes Mal als neuer Fehlversuch.
Das hilft bei Vertippern oder in dem Moment, wenn einem kurz der falsche Code in den Kopf kommt.
Auch die Oberfläche passt Google an. Der Sperrbildschirm zeigt Ihnen künftig laut Google verständlichere Hinweise auf die Sperre, in Minuten statt mit langen Countdowns in Sekunden.
Dazu kommt eine Wiederherstellungsoption, über die Sie reagieren können, falls ein Gerät dauerhaft gesperrt ist, wie Google auf der Google I/O gezeigt hat.
Teil eines größeren Sicherheitspakets
Gezeigt wurde die Neuerung auf der Google I/O, später hat Mishaal Rahman die Details genauer beschrieben. In der Branche wird der Schritt schon jetzt als eines der sichtbarsten Sicherheits-Updates von Android 17 gesehen.
Zu diesem Paket gehören laut Google unter anderem ein verbessertes „Als verloren markieren“ in Find Hub, Live Threat Detection für verdächtiges Verhalten von Apps, stärkere Jugendschutzfunktionen und neue Berechtigungen für den Zugriff von Apps auf lokale Netzwerke.
Offen ist noch, wie gut die strengeren Sperren im Alltag für alle funktionieren. Vor allem ältere Menschen oder Personen mit Gedächtnisproblemen könnten hier schneller an ihre Grenzen kommen.
Mit Android 17 macht Google jedenfalls klar, wohin die Richtung geht: Der Sperrbildschirm soll kein leichtes Ziel mehr sein.
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