Adobe hat heute ein neues Feature für seine iPhone-Kamera-App Project Indigo angekündigt: Playground.
Adobe Project Indigo: Neues Playground-Feature gibt Foto-Tipps in Echtzeit
Playground ist laut Adobe als Experiment direkt in Project Indigo eingebaut. Die Funktion verbindet generative Bildbearbeitung mit einer Art Foto-Coaching schon während der Aufnahme. Ausgewählte Nutzer können damit ab sofort direkt beim Fotografieren sehen, wie sich ein Bild noch verbessern ließe.
Nach Adobes Beschreibung analysiert Playground ein Foto und macht Vorschläge, etwa zum Bildaufbau, zur Perspektive oder zur Aufnahme selbst.
Damit setzt sich Adobe von vielen anderen Foto-Apps für iPhone und iOS ab, die sich vor allem um Effekte im Nachhinein drehen. Statt Objekte erst später zu entfernen oder einem Bild einen neuen Look zu verpassen, liefert Playground schon im Moment der Aufnahme konkrete Hinweise.
Bearbeitung, Stilwechsel und Objektentfernung
Zum Coaching kommen laut Adobe auch bekannte generative Werkzeuge hinzu. Dazu zählen das Entfernen störender Objekte und das Anwenden künstlerischer Bildstile. Adobe führt damit seinen Kurs fort, Bildbearbeitung auf dem Smartphone einfacher zu machen und kreative Eingriffe direkt auf iOS verfügbar zu halten.
Technisch ist vor allem ein Punkt spannend: Für diesen Test greift Adobe nach eigenen Angaben nicht auf das hauseigene Firefly-System zurück.
Stattdessen nutzt das Unternehmen demnach Googles Bildmodell Nano Banana. Adobe hat außerdem angedeutet, später womöglich noch weitere Modelle auszuprobieren. Das ist vor allem deshalb relevant, weil Project Indigo offenbar als offene Experimentierplattform gedacht ist und nicht an eine einzelne Technik gebunden bleibt.
Was Project Indigo besonders macht
Project Indigo wurde Adobe zufolge im Juni 2025 über Adobe Labs vorgestellt. An der Entwicklung waren laut Unternehmen auch ehemalige Ingenieure aus dem Umfeld der Pixel-Kamera beteiligt.
Die App zielt nach Adobes Darstellung auf natürlichere, eher spiegelreflexähnliche Fotos, also auf Bilder, die weniger stark geglättet und weniger überarbeitet wirken als die typische Smartphone-Optik vieler Geräte.
Genau dazu passt auch das neue Coaching. Wenn Project Indigo nicht nur Bilder im Nachhinein bearbeitet, sondern schon beim Fotografieren Hilfestellung gibt, könnte die App für Nutzer interessanter werden, die bewusster fotografieren wollen.
Nur für wenige Nutzer verfügbar
Vorerst bleibt Playground laut Adobe ein Test im kleinen Rahmen. Freigeschaltet wird die Funktion nur für eine zufällig ausgewählte und begrenzte Zahl von Project-Indigo-Nutzern.
Ob und wann ein breiterer Rollout für iPhone und iOS kommt, ist weiter offen. Zur internationalen Verfügbarkeit gibt es bislang ebenfalls keine klaren Angaben.
Unklar ist auch, wie es langfristig mit Project Indigo weitergeht. Adobe hat bisher nicht bestätigt, ob die App dauerhaft eigenständig bleibt, später in Lightroom Mobile aufgeht oder am Ende vor allem ein Experiment aus den Adobe Labs ist.
Downloads: Download Project Indigo für iPhone und iOS