Deutschland ist Weltmeister: Bei Privatsphäre und Datenschutz im Internet liegen die Deutschen vorn

Deutschland ist Weltmeister im Datenschutz. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie des EMC Datenschutzindex. Verbraucher in 15 Ländern haben dabei Auskunft gegeben, wie wichtig ihnen der Datenschutz ist. 71 Prozent der Deutschen sind nicht bereit, aus Bequemlichkeit im Internet private Daten preiszugeben. Damit liegt Deutschland weltweit an der Spitze.

Als Datenschutzweltmeister wollen lediglich zwölf Prozent der Bevölkerung in Deutschland Abstriche beim Schutz von persönlichen Daten zugunsten von Komfort im Internet hinnehmen. Weltweit liegt die Quote bei 27 Prozent. Die Bereitschaft hängt auch davon ab, mit wem Nutzer interagieren, ob mit einer Behörde, sozialen Netzwerken oder einem Großhändler.Deutschland ist Weltmeister: Bei Datenschutz und Privatsphäre im Internet liegen die Deutschen vorn

Die Deutschen schätzen die Datenschutzkompetenz von Organisationen höher ein als die Ethik der jeweiligen Anbieter. Das Vertrauen in den Datenschutz ist dementsprechend niedrig: Die Hälfte der Bürger denkt, dass sich der Schutz ihrer Daten im letzten Jahr verschlechtert hat. Paradox ist: Obwohl bereits 42 Prozent der deutschen Verbraucher einmal ein Datenschutzproblem hatten, ergreifen nur die wenigsten davon entsprechende Maßnahmen, etwa zum Schutz ihrer Passwörter.

Die Infografik in voller Größe sowie weitere Details zur EMC-Datenschutzstudie stehen auf der Internetseite des EMC Datenschutzindex zur Einsicht.

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Quelle / Bild: EMC Datenschutzindex

Facebook: Mit einem neuen Button zur Abfrage des Beziehungsstatus sammelt das Unternehmen weiter Daten

Facebook führt eine neue Funktion zur Abfrage von Nutzerdaten ein. Das soziale Netzwerk testet für einige Nutzer einen Button, mit dem sich der Beziehungsstatus von Freunden abfragen lässt. Unter Angabe eines Grundes können Freunde nach dem romantischen Verhältnis fragen. Facebook ist an der Antwort ebenso interessiert wie der Fragesteller.

Mit einem Button kann man Freunde im Namen von Facebook ausfragen

Der Befragte erhält eine Liste möglicher Antworten zur Auswahl. Es handelt sich also um eine indirekt Aufforderung des sozialen Netzwerkes, das Facebook-Profil mit Beziehungsinformationen anzureichern. Freunden beantwortet man die Frage vielleicht eher als einem Unternehmen, doch das Unternehmen Facebook liest natürlich mit.Facebook: ASK-Button zur Abfrage des Beziehungsstatus - Screenshot

Das Ausfragen an sich ist nicht neu

Wer sein Profil auf Facebook nur lückenhaft ausfüllt, erhält nicht nur vom Unternehmen selbst Aufforderungen zur Vervollständigung. Das soziale Netzwerk nutzt den Freundeskreis, um an weitere Informationen zu gelangen. In der Vergangenheit unternahm Facebook Versuche, Pseudonyme mithilfe andere Nutzer aufzudecken und echte E-Mail-Adressen abzufragen. Anfang des Jahres erklärte die PR-Abteilung, dass die Frage-Funktion anderen Nutzern zur Ermittlung von Informationen wie Beschäftigung oder E-Mail-Adresse dienen soll.

Neue Frage-Optionen

Jetzt hat Facebook mit dem Beziehungsstatus weitere Auswahlmöglichkeiten hinzugefügt: Zusätzliche Optionen sind der Arbeitsplatz, Wohnort und Schule. Nach Aussage von Facebook werden die Antworten zunächst fester Bestandteil des persönlichen Profils. Alle noch nicht eingegebenen Informationen eines Facebook-Mitgliedes können dessen Freunde anfordern. Die Einstellung, wer dann Zugriff auf welche Details hat, ist möglich. Ein explizites Verneinen bestimmter Informationen führt immerhin dazu, dass sich diese auch nicht mehr anfragen lassen.

Facebook testet den Frage-Button momentan mit ausgewählten Nutzern. Wann das soziale Netzwerk die Funktion für alle Nutzer einführt, ist derzeit nicht klar.

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Quelle / Screenshot: Busines Insider