Nächste Ausgabe von Unreal Tournament, Bitly Sicherheitswarnung, Make It Rain scheffelt Geld

Der Spielehersteller Epic Games hat die nächste Ausgabe des Multiplayer-Shooters Unreal Tournament angekündigt, Bitly rät Nutzern in einer Sicherheitswarnung zum Passwortwechsel und das erfolgreiche Spiel Make It Rain ist zwar antikapitalistisch, scheffelt aber virtuelles und echtes Geld – der Nachrichtenüberblick.

  • Bitly Sicherheitswarnung: Der URL-Abkürzungsdienst Bitly hat eine Sicherheitswarnung veröffentlicht. Wegen des Verdachts auf gefährdete Nutzerkonten hat der Anbieter alle Facebook- und Twitter-Profile von Bitly entkoppelt und rät Nutzern zum Passwortwechsel.
  • Yahoo News Digest: Nach der iOS-Version hat Yahoo hat die Nachrichten-App Yahoo News Digest auch für Android veröffentlicht. Zweimal täglich erhalten Anwender eine Zusammenfassung wichtiger Nachrichten. Die App basiert auf der Technik des Startups Summly, welches Yahoo im vergangenen Jahr gekauft hat.
  • US-Kartellbehörde überwacht Snapchat: Die US-Amerikanische Regulierungsbehörde will die Chat-Anwendung Snapchat für die nächsten 20 Jahre überwachen. Grund ist die Privatsphäre und Sicherheit der App: Hackern war es gelungen, Daten von Millionen Nutzern zu stehlen. Außerdem sei das Abfangen von übertragenen Inhalten entgegen der Behauptung von Snapchat zu einfach möglich.
  • Popcorn Time Android-Warnung: Das aktuelle Entwickler-Team der App Popcorn Time zum Streamen von Filmen warnt vor einer Android-Version mit dem Titel Time4Popcorn. Da die Anwendung Open Source ist, kann jeder eine eigene Version entwickeln. Die Android-Version führt Quellcode aus dem Internet aus. Darüber kann Schadsoftware eingeschleust werden.

Updates

  • Twitter Web-Version: Twitter führt in der Web-Version eine dritte Spalte Who to Follow ein. In der neuen Ansicht rückt die Timeline in die Mitte, rechts bietet der Kurznachrichtendienst mit Vorschläge für folgenswerte Nutzer an. Die Empfehlungen waren bisher unter der Kurzbiographie des Anwenders zu finden.
  • Zu Gut für die Tonne: Die App des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft gibt es jetzt auch für Tablets. Zu gut für die Tonne! bietet Rezepte von Sterne- und Hobbyköchen gleichermaßen und soll durch Resteverwertung helfen, Lebensmittelabfälle zu vermeiden.
  • Preiserhöhung bei Zattoo: Die App Zattoo zum Streamen von TV-Inhalten auf dem PC und mobilen Geräten hat vor kurzem die Preise des Premium-Angebotes drastisch erhöht. Jetzt richtet sich die Geschäftsführung mit einer Erklärung an empörte Nutzer: Ursache seien die Kosten, eine Senkung des Preises sei bei entsprechender Finanzierung nicht ausgeschlossen.

Spiele

  • Unreal Tournament: Die nächste Ausgabe in der Reihe soll einfach nur Unreal Tournament heißen und für Mac, PC und Linux erscheinen. Die Entwickler von Epic Games versprechen, dass Unreal Tournament komplett kostenlos und ohne In-App-Käufe sein wird. Außerdem wird das Spiel die Möglichkeit für Erweiterungen bieten.
  • Make It Rain: Bei diesem Spiel für iOS und Android geht es darum, Geld zu scheffeln, um es im wahrsten Sinne des Wortes regnen zu lassen. Make It Rain ist bereits derart erfolgreich, dass der Entwickler Josh Segall damit 50.000 US-Dollar Umsatz pro Tag macht. Dabei hat das Spiel eigentlich antikapitalistische Züge.
  • Neuer Minecraft-Snapshot: Mojang hat eine neue Vorab-Version von Minecraft veröffentlicht. Der sogenannte Snapshot 14w19a zeigt den aktuellen Stand der Entwicklung und erlaubt das Testen des Zuschauer-Modus im Spiel einschließlich des Beamens von Spielern. Außerdem gibt es neue Einstellungen zur Größe der Spielwelt.
  • Modern Combat 5: Blackout: Der Ego-Shooter für mobile Geräte soll ein Fortschrittssystem erhalten, das Single- und Multiplayer-Kampagnen kombiniert. Das Spiel soll vier verschiedene Spielerklassen erhalten, die Handlung ist in Venedig angesiedelt. Modern Combat 5: Blackout soll im weiteren Jahresverlauf erscheinen.

Tweet des Tages

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Update für Internet Explorer, Phishing-Angriff bei Facebook und iTunes in der Cloud

Microsoft hat die Sicherheitslücke im Internet Explorer auch für Windows XP-Nutzer gestopft, ein Phishing-Angriff versucht über Facebook die Login-Daten von Nutzern zu klauen und iTunes in der Cloud gibt es jetzt auch in Deutschland für Filme und Fernsehserien – der Nachrichtenüberblick.

  • Facebook-Phishing: Bei Facebook verbreiten sich gerade Gruppennachrichten, die einen Link auf eine Phishing-Seite verschicken. Die Seiten sehen aus wie ein Facebook-Login und versuchen, die Login-Daten von Nutzern zu klauen.
  • Microsoft stopft Sicherheitslücke: Microsoft hat die am Montag entdeckte Sicherheitslücke im Internet Explorer mit einem Update geschlossen. Die Lücke, die in Version 6 bis 11 des Browsers zu finden ist, schließt der Softwarekonzern auch für Windows XP-Nutzer.
  • Anonymer Facebook-Login: Facebook hat am Mittwochabend auf der Entwicklerkonferenz f8 einen neuen Facebook-Login für Drittanbieter vorgestellt, bei dem Nutzer mehr Kontrolle über die eigene Privatsphäre haben.
  • Popcorn Time ist zurück: Die illegale Anwendung, mit der man Spielfilme über Bittorent direkt ansehen kann, ohne erst auf den fertigen Download zu warten, ist wieder zurück. Nachdem die Entwickler wegen Rechtsstreitigkeiten aufgegeben hatten, haben neue Entwickler das Zepter übernommen und wollen demnächst auch Fernsehserien in das illegale Angebot aufnehmen.
  • iTunes in der Cloud: Der Apple-Cloud-Dienst für Medien, iTunes in der Cloud, funktioniert jetzt auch in Deutschland mit Filmen und Fernsehserien. Einmal im iTunes Store gekaufte Medien stehen so auf jedem mit dem eigenen iTunes-Konto verbundenen Geräten als Download oder Stream zur Verfügung. Das Angebot gab es bislang nur in den USA und anderen ausgewählten Ländern.

Updates

  • Snapchat: Die iPhone– und Android-App, mit der man Fotos und Videos mit Selbstzerstörungsmodus verschickt, bietet jetzt auch einen Service für Kurzmitteilungen im Stil von WhatsApp an. Wie von Snapchat gewohnt, löschen sich die Nachrichten nach dem Lesen von selbst, außer man speichert diese aktiv.

Spiele

Alles über Snapchat: Foto-Effekte, Verfallsdatum, Kontakte hinzufügen

Softonic beantwortet die 13 am häufigsten gestellten Fragen zu Snapchat mit den besten Tipps und Tricks für den richtigen Umgang mit der Messenger-App.

Snapchat entwickelte sich zur Standard-App für alle Nutzer, die Wert darauf legen, dass der Messenger ihre verschickten Medien nach kurzer Zeit löscht. Dennoch gibt es viele Fragen zur App: Wie funktioniert die Registrierung, wie behebt man den 403 Fehler und wie benutzt man den Videomodus?

Vertrauliche Informationen und Benutzerkonto

So gelingt die Snapchat-Registrierung

Die Registrierung bei Snapchat ist kostenlos und in wenigen Schritten erledigt. Snapchat gibt es als offizielle Version für Android und iPhone. Es existiert aber auch eine inoffizielle Version für Windows Phone. Sie heißt 6snap. Für Blackberry-Nutzer steht mit Snap2Chat ebenfalls eine Drittanbieterlösung bereit. Sie ähnelt dem Original sehr. Nachdem man die App heruntergeladen hat, tippt man auf Registrieren. Anschließend füllt man die Felder für die E-Mail-Adresse, das Passwort und das Geburtsdatum aus.

Inscription à Snapchat

Nachdem man die Sicherheitstests erledigt hat, wählt man einen Nutzernamen aus. Zum Schluss besteht die Option, die eigene Handynummer mit der App zu verbinden. Dadurch findet man schneller diejenigen Freunde, die auch Snapchat nutzen. Die Verlinkung ist allerdings keine Pflicht.

Choix du nom d'utilisateur et ajout d'amis

Wie man Änderungen am Konto und den persönlichen Daten vornimmt

Sobald man ein Konto erstellt hat, kann man die persönlichen Daten jederzeit ändern. Dafür geht man im Übersichtsmenü auf den Punkt Einstellungen. Das Einstellungsmenü erreicht man über das Zahnrad am oberen rechten Rand der App.

Accéder aux paramètres de l'application Snapchat

Im Einstellungsmenü ändert man die Handynummer oder die Mail-Adresse, die mit dem Snapchat-Konto verbunden sind. Als Sicherheitsabfrage schickt Snapchat daraufhin eine SMS.

Modification des informations personnelles Snapchat

Den Nutzernamen kann man allerdings nicht mehr ändern. Um dennoch ein anderes Snapchat-Pseudonym auszuwählen, kappt man die Verbindung. Dafür geht man wiederum ins Übersichtsmenü, wählt Einstellungen und dann den Punkt Ausloggen. Anschließend legt man ein neues Konto an.

Freunde zur Kontaktliste hinzufügen

Der einfachste Weg, um Freunde zur Snapchat-Kontaktliste hinzuzufügen, ist die Verlinkung der App mit der Handynummer. Anschließend wählt man das Kontaktmenü und geht auf die Option Freunde hinzufügen.

Snapchat ajouter un contact

Die App bietet zwei Optionen: Im ersten Tab listet Snapchat alle Personen aus der eigenen Kontaktliste auf, die ebenfalls Snapchat nutzen. Über die Suche im zweiten Tab findet man Snapchat-Nutzer über den Benutzernamen. Eine Lupe symbolisiert die Suchfunktion.

Rechercher des amis sur Snapchat

Um jemanden zur Snapchat-Kontaktliste hinzuzufügen, muss man also entweder dessen Telefonnummer oder den Benutzernamen kennen.

Keine Benachrichtigung beim Blocken oder Löschen

Snpachat informiert einen Nutzer nicht darüber, wenn jemand anderes seine Kontaktliste blockt oder gelöscht hat. Wenn man von jemanden geblockt wird, verschwindet der Nutzer von der eigenen Kontaktliste. Man wird ihn auch nicht mehr über die Suche finden. Entfernt man einen Kontakt von der Snapchat-Liste, taucht man beim anderen Nutzer immer noch in der Liste auf. Man empfängt aber keine Nachrichten mehr von der entfernten Person.

Die ersten Schritte

Zugang zu den Snapchat-Menüs

Snapchat verfügt über drei Menüs. Bei jedem Start gelangt man automatisch ins Zentralmenü mit aktivierter Kamera. Um in das Hauptmenü zu kommen, tippt man auf das Quadrat unten links am Bildschirmrand oder zieht mit dem Finger von links nach rechts über den Bildschirm. Um die Kontaktliste einzusehen, tippt man auf das Icon unten rechts. Alternativ zieht man mit dem Finger von rechts nach links über den Bildschirm.

Interface principale Snapchat

Der Video-Modus

Um vom Foto- in den Video-Modus zu wechseln, hält man den Auslöser auf dem Display gedrückt. Dadurch aktiviert die App automatisch den Video-Modus. Mit Snapchat nimmt man Videos mit einer maximalen Länge von zehn Sekunden auf. Videos mit Freunden zu teilen funktioniert in der App genauso wie das Foto-Sharing.

Timer für Nachrichtenlöschung setzen

Für jedes Foto oder Video kann man den Zeitraum wählen, für den es beim Empfänger sichtbar sein soll. Dafür wählt man ein Bild oder Video aus und tippt auf das Uhrsymbol. Es erscheint ein Menü, in dem man eine Zeit zwischen einer und zehn Sekunden auswählt.

Paramétrer le temps de consultation Snapchat

Keine Importfunktion

Snapchat besitzt keine Funktion, mit der man Bilder oder Videos vom Smartphone in die App importieren kann. Dafür existieren zwar einige Apps wie zum Beispiel SnapRoll für iOS, aber aus Sicherheitsaspekten können wir sie nicht empfehlen.

Keine Kommentarfunktion

Snapchat besitzt auch keine Option, um Bilder oder Videos wie beispielsweise bei Instagram zu kommentieren. Allerdings kann man Fotos und Videos mit einer Inschrift versehen. Mit dem Pinsel-Tool am oberen Bildschirmrand schreibt man freihändig einen Text ins Bild oder Video. Darüber hinaus fügt man einen Text hinzu, indem man nach der Aufnahme auf das Display tippt.

Möchte man erreichen, dass ein Empfänger auf das erhaltene Foto oder Video antwortet, kann man ihm diese Bitte mit einem weiteren Video schicken. Um den Versand mehrerer Medien an einen Kontakt zu erleichtern, wählt Snapchat automatisch den Kontakt aus, an dem zuletzt etwas verschickt wurde. Dennoch sollte man daran denken, dass Snapchat nicht für diese Art der Konversation entwickelt wurde.

403-Fehlermeldung

Viele Nutzer beschweren sich über die Fehlermeldung mit dem 403-Code. Sie tritt beim Versand auf. Der Grund liegt nicht im Smartphone. Es handelt sich um ein technisches Problem seitens Snapchat. Taucht der Fehler immer wieder auf, hilft es häufig, wenn man die App erst de- und dann wieder installiert. Hilft auch das nicht, bleibt nur noch Abwarten. Nach einiger Zeit behebt sich das Problem häufig von selbst.

Fortgeschrittene Funktionen

Fotos mit einem Screenshot speichern

Obwohl Snapchat dafür ausgelegt ist, verschickte Bilder nicht zu speichern, kann man sie mit einem Trick dennoch sichern. Mit Hilfe der Smartphone-Tasten erstellt man einen Screenshot, während das entsprechende Bild auf dem Display angezeigt wird. Daher muss man auch bei Snapchat aufpassen, wem man was schickt.

Fertigt ein Empfänger einen Screenshot an, benachrichtigt Snapchat den Versender sofort über diese Aktion. Diese Funktion gibt es aber nicht für jedes Smartphone-Modell. Screenshots von einem iPhone entdeckt Snapchat sofort. Dagegen verschickt Snapchat keine Nachricht, wenn man einen Screenshot mit einem Google Nexus 5 anfertigt.

Copie d'écran Snapchat

Filter für die Bildbearbeitung

Um die eigenen Bilder wie bei Instagram mit Filtern zu bearbeiten, aktiviert man im Einstellungsmenü die dazugehörige Option. Sie befindet sich unter Einstellungen und heißt Verwalten.

Informations confidentielles Snapchat

Ajouter un filtre Snapchat

In dem Menü aktiviert man Smart Filters und Visuelle Filter. Letztere verfügen über Farbfilter. Mit Smart Filters ergänzt man zusätzliche Informationen zum Foto wie zum Beispiel den Aufnahmeort oder die Zeit. Diese Informationen werden als Wasserzeichen eingebettet.

Story-Modus und öffentliche Bilder erstellen

Im Oktober 2013 ergänzten die Snapchat-Entwickler die App um den Story-Modus. Dieser Modus ähnelt der Chronik oder Timeline, die viele soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter anbieten. Die Bilder und Videos, die man zu Snapchat Geschichte hinzufügt, veröffentlicht man nur für Personen aus der Kontaktliste. Für alle anderen bleiben sie unsichtbar. Selbst Freunde können die eigene Geschichte nur 24 Stunden lang sehen.

Wenn ein Freund ein Bild unter Geschichte veröffentlicht, schaut man es sich an, indem man auf das Profil des Freundes geht.

Snapchat Stories

Gewusst wie

Wenn man Snapchat nutzt, ist es besonders wichtig zu verstehen, wie die App funktioniert. Ansonsten schickt man schnell den falschen Nutzern Bilder oder Videos, die sie eigentlich gar nicht sehen sollen. Wer die aufgeführten Tipps und Tricks beachtet, nutzt Snapchat ganz unbeschwert.

Wer mehr über das Thema Snapchat und Sexting erfahren will, klickt hier.

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Snapchat-Hack: Deutsche Nutzer nicht betroffen

Über Neujahr haben sich Hacker einer Sicherheitslücke in der App Snapchat (Download für Android / iOS) bedient und 4,6 Millionen Nutzerdaten veröffentlicht. Die Lücke hatte das Sicherheitsunternehmen Gibson Security bereits im August entdeckt und vor wenigen Tagen bekannt gegeben.

Snapchat hatte die Lücke noch an Weihnachten herunter gespielt und steht jetzt vor einem Scherbenhaufen. Denn jetzt haben Hacker über Neujahr auf SnapchatDB.info eine Datenbank mit 4,6 Millionen Snapchat-Nutzern veröffentlicht. Die Internetseite ist mittlerweile offline, sorgte aber für reichlich Aufregung. Die Datenbank beinhaltete Nutzernamen und die dazu gehörige Telefonnummer. Die Namen hatten die Hacker im Klartext veröffentlicht, bei den Telefonnummern hatte man die letzten zwei Ziffern entfernt.

Keine deutschen Nutzer betroffen

Deutsche oder europäische Nutzer waren in der Datenbank nicht enthalten. So fand der Reddit-Nutzer antimatter15 nach einer kurzen Analyse heraus, dass die betroffenen Snapchat-Nutzer in der Datenbank allesamt aus den USA und Kanada stammen.

Snapchat ist ein Service zum Versenden von Bildern, ähnlich wie das neue Instagram Direct. Das besondere an Snapchat: Nachrichten und Fotos zerstören sich nach einer gewissen Zeit von selbst.

Nicht jeder Nutzer hinterlegt eine Telefonnumer

Snapchat hat sich bislang nicht zu der Datenbank geäußert. Zuvor hatte man das Problem allerdings heruntergespielt: So sei die Angabe der Telefonnummer bei Snapchat keine Pflicht. Möchte man die eigene Privatsphäre schützen, erklärte Snapchat, sollte man einfach keine eigene Nummer angeben.

Via The Verge

Snapchat sieht Sicherheitslücke locker

Snapchat hat sich zu einer Mitte August bekannt gewordenen Sicherheitslücke im Snapchat-System geäußert. Während das Unternehmen erklärt, wie eine Mögliche Attacke aussehen könnte, löst der Anbieter von selbstzerstörenden Nachrichten das Problem nicht.

Im August wendete sich das Sicherheitsunternehmen Gibson Security an den Betreiber der beliebten Android- und iPhone-App. Gibson Security hatte im Freunde-Finden-Feature von Snapchat eine Möglichkeit entdeckt um Nutzernamen und Telefonnummern von Snapchat-Nutzern zu finden. Über Weihnachten veröffentlichte Gibson Security die Forschungsergebnisse, was Snapchat zu einer Stellungnahme bewegte.

Theoretisch kann man eine Datenbank von Snapchat-Nutzern anlegen

Snapchat bestätigt die Ergebnisse in einem Blog-Post. Theoretisch könnte ein Angreifer über die Freunde-Finden-Funktion eine Datenbank von Snapchat-Nutzern anlegen, welche neben dem Nutzernamen auch die Telefonnummer der Nutzer umfasst.

Die Freunde-Finden-Funktion sendet Telefonnummern aus dem Adressbuch eines Nutzers an den Snapchat-Server und gleicht diese mit der allgemeinen Nutzerdatenbank ab. So erfährt man auf eine einfache Art und Weise, welche Freunde die App ebenfalls nutzen.

So funktioniert der Angriff auf Snapchat

Ein Angreifer könnte jede Telefonnummer einer Region oder eines Netzbetreibers im eigenen Telefonbuch einspeichern und diese Daten anschließend mit Snapchat abgleichen. Gut 24 Telefonnummern pro Sekunde könne man dadurch ausspionieren. In nicht einmal zwei Tagen hätte man so – rein theoretisch – alle Einwohner Berlins darauf geprüft, ob sie Snapchat nutzen und mit welchem Nutzernamen. Snapchat-Nutzer könnte man anschließend belästigen oder die Daten an Werbetreibende oder andere Unternehmen verkaufen.

Snapchat sieht kein Problem

Ein großes Problem hinter der Sicherheitslücke sieht Snapchat nicht. Zwar habe man eigenen Angaben nach Gegenmaßnahmen ergriffen um das Ausspionieren von Nutzern zu erschweren. Wie genau diese aussehen sagte man allerdings nicht. Snapchat sieht die Angriffsmöglichkeiten allerdings locker und versucht nicht zu beschwichtigen. So sei die Angabe der Telefonnummer bei Snapchat keine Pflicht. Möchte man die eigene Privatsphäre schützen, sollte man einfach keine eigene Nummer angeben.

Wie seht ihr die Sicherheitslücke? Ist sie wirklich ein Problem? Immerhin findet uns bei Facebook auch jeder.

Was ist Snapchat und welche Gefahren verbergen sich dahinter?

Mit Snapchat verschickt man Fotos oder Videos, die sich kurz später selbst löschen. Rund 150 Millionen Bilder werden täglich so ausgetauscht. Da bieten sich viele Möglichkeiten, allerdings auch Probleme. Wir erklären, wie Snapchat funktioniert und wie man mit spannenden Themen wie Sexting umgeht.

Das Wichtigste in 10 Sekunden

Snapchat gibt es für Android und iPhone. Die Messenger-App verschickt Fotos, Videos oder Texte an einen oder mehrere Konakte. Die Empfänger können die verschickten Informationen für maximal zehn Sekunden ansehen. Danach löschen sich die Bilder automatisch und können nicht mehr angesehen werden.

Mensajes que se destruyen

Einmal gesendet ist die Nachricht nach dem Lesen unwiderruflich verloren.

So funktioniert Snapchat

Um Snapchat zu nutzen, muss man sich zunächst registrieren. Man gibt seine E-Mail-Adresse und ein Passwort ein und sucht sich einen Nickname aus. Fotos können nur an Kontakte geschickt werden, die auch Snapchat nutzen. Sie stehen in der Kontaktliste der App.

Als nächstes schießt man mit dem Smartphone ein Bild. Vor dem Versenden wählt man aus, wie lange das Foto beim Empfänger sichtbar sein soll. Der Empfänger kann es maximal zehn Sekunden lang sehen. Das Bild kann an einen oder mehrere Kontakte geschickt werden. Wann die Nachricht geöffnet wird, bleibt dem Empfänger überlassen.

Nach dem Öffnen der Nachricht beginnt ein Countdown. Am Ende löscht Snapchat das Bild. Übrig bleibt nur eine Notiz in der History. Dort steht lediglich, dass man eine Nachricht erhalten hat und von wem sie gesendet wurde. Öffnet man die Nachricht überhaupt nicht, wird sie nach 30 Tagen vom Snapchat-Server gelöscht.

Was ist Sexting?

Snapchat versendet Bilder mit einer sehr kurzen Lebensdauer. Mit der kurzen Lebensdauer wird auch das sogenannte Sexting leicht. Darunter versteht man den Versand eigens erstellter erotischer Bilder über das Handy. Das kann aber fürchterliche Konsequenzen haben bis hin zum Cyber-Mobbing.

Das Snapchat-Icon erscheint mit einem Geist und zwei Mädchen…

Kann man Snapchat Bilder speichern?

Mit Snapchat versendete Bilder werden auf dem App-Server gespeichert, bis der Empfänger die Nachricht öffnet. Sobald das Bild den Server verlassen hat, wird es temporär auf dem Gerät des Empfängers mit der Endung .jpgnomedia gespeichert.

Per Screenshot kann man ein Snapchat-Bild speichern. Allerdings ist das nicht ganz einfach, da Snapchat das Display belegt. Eine andere Option: Man erstellt einen Screenshot mit einem Android-Emulator wie zum Beispiel BlueStacks.

Snapchat en Bluestacks

Snapchat auf BlueStacks: einfach, sicher und schnell

So lange die Snapchat-Nachricht mit dem Foto noch nicht geöffnet wurde, speichert man das Bild, wenn das Smartphone gerootet wurde oder einen Jailbreak besitzt. Dann setzt man Apps wie zum Beispiel Snapgrab ein. Snapgrab ruft Bilder aus ungeöffneten Snapchat-Nachrichten ab.

Snapgrab ruft Snapchat-Nachrichten ab, indem die App den Countdown aussetzt.

Sobald das Bild vom Empfänger betrachtet wurde, wird es umgehend gelöscht. Allerdings nicht auf die sicherste Art und Weise. Mit forensischer Software kann man es immer noch ausfindig machen.

Undelete findet auf gerooteten Smartphones gelöschte Bilder wieder.

Ist Snapchat sicher?

Die Sicherheit einer App hängt immer von dem Gebrauch ab. Snapchat ist eine harmlose App und besitzt deshalb keine Sicherheitsstandards wie eine Verschlüsselung oder eine vollständige Löschung der Dateien.

Snapchat kann man auf unterschiedliche Art und Weise nutzen.

Die größte Gerfahr geht von Snapchat aus, wenn es ohne Bedacht und impulsiv genutzt wird. Um das zu vermeiden, sollte man folgende Tipps beachten:

  • die App sollte nicht von Minderjährigen genutzt werden
  • Nachrichtenversand nur an andere Erwachsene
  • niemals Bilder oder Videos an Unbekannte verschicken
  • Kontakte blocken, die beleidigende Nachrichten versenden
  • in den Optionen Nur Freunde können Fotos senden wählen
  • keine persönlichen Informationen preisgeben
  • bei Cyber-Mobbing den Täter anzeigen

Wer sich darüber im Klaren ist, was er mit seinem Smartphone tut und was er besser lässt, entgeht den Fallen. Wer unsicher ist, sollte zunächst innehalten, überlegen oder jemanden um Rat fragen.

Die Alternativen zu Snapchat

Es gibt verschiedene Apps, die wie Snapchat funktionieren. Eine davon ist zum Beispiel Facebook Poke. Die App funktioniert zwar nur auf dem iPhone, bietet aber höhere Sicherheitsstandards als Snapchat und besitzt auch mehr Nutzer.

Aufgrund der Verschlüsselung sendet man mit Gryphn auch sensible Daten.

Wickr gibt es bislang auch nur als iOS-Version. Die App besitzt eine Verschlüsselung, sendet Textnachrichten und löscht diese automatisch. Die Sicherheitsstandards sind auch bei Wickr höher als bei Snapchat. Allerdings ist die App nicht so populär wie Snapchat. Als Alternative für Android-Geräte bietet sich Gryphn an.

Original-Artikel auf Spanisch von Softonic-Redakteur Fabrizio Ferri-Benedetti.

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