Microsoft: Ein Windows für alle vereint die drei Versionen des Betriebssystems

Der Microsoft-Chef Satya Nadella hat bestätigt, dass sein Unternehmen alle drei Windows-Varianten zu einem Betriebssystem zusammenfassen will. Auf den Punkt gebracht bedeutet diese Veränderung: Ein Windows für alle Bildschirmgrößen und Geräte.

Microsoft hat die Neuerung schon seit einiger Zeit vorbereitet: Auf der Entwicklerkonferenz BUILD 2014 im April in San Francisco hat das Unternehmen bereits das Konzept der Universal Windows Apps angekündigt, was App-Entwicklern die Arbeit wesentlich erleichtert.

Microsoft: Ein Windows für alle vereint drei Versionen des BetriebssystemsMicrosoft-Chef Satya Nadella auf der Microsoft BUILD Entwicklerkonferenz im April 2014.

Der Vorteil von Universal Windows Apps

Universal Apps erlaubt es Entwicklern, ihre Anwendungen plattformübergreifend zu veröffentlichen, also gleichzeitig für Windows PCs und Tablets, Windows Phone und Xbox One. Anwender müssen eine Universal Windows App nur einmal kaufen, um diese auf allen Geräten nutzen zu können. Microsoft hat den Windows Store und den Windows Phone Store bereits auf die Zusammenführung vorbereitet.

Microsoft: Ein Windows für alle vereint drei Versionen des BetriebssystemsBeispiel für die Verknüpfung einer Universal Windows App im Windows Store und Windows Phone Store.

Ein Windows für alle

Nadella hat angekündigt, dass Microsoft mit weiteren Schritten ein einheitliches Windows schaffen will, dass auf allen Geräten optimal läuft. Anstatt dass mehrere Teams an verschiedenen Windows-Versionen arbeiten, können sich die Microsoft-Entwickler in Zukunft zusammen auf die Arbeit an einer einzigen Ausgabe des Betriebssystems konzentrieren.

Damit bricht das Unternehmen mit dem Ansatz, der noch unter Satya Nadellas Vorgänger Steve Ballmer galt und nach dem Apple immer noch arbeitet: Verschiedene Betriebssysteme für Desktop-Rechner und mobile Geräte.

Microsoft: Ein Windows für alle vereint drei Versionen des BetriebssystemsEin Windows für alle Bildschirmgrößen und Geräte.

Preisliche Unterschiede

Satya Nadella hat aber auch klargestellt, dass Windows in Zukunft weiterhin zu verschiedenen Preisen erhältlich sein wird, beispielsweise als Windows Pro und Enterprise Edition oder als kostengünstige Variante mit Microsoft Bing. Technisch gesehen werden die preislich gestaffelten Ausgaben aber alle auf den selben Quellcode zurückgreifen.

Microsoft hat keine Angabe zu einem Erscheinungstermin des neuen Windows für alle gemacht, Nadella sprach aber von der nächsten großen Windows-Version, mit der Windows 9 beziehungsweise der Code-Name Threshold gemeint ist und die im Frühjahr 2015 erscheinen soll.

Quelle: Business Insider

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Microsoft hat Anfang April 2014 auf der Entwicklerkonferenz BUILD 2014 in San Francisco das Konzept der Universal Windows Apps vorgestellt. Damit können Entwickler ihre Anwendungen leichter plattformübergreifend veröffentlichen, also für Windows PCs und Tablets, Windows Phone und Xbox One. Anwender müssen eine Universal Windows App nur einmal kaufen, um diese auf allen Geräten nutzen zu können. Als ersten Schritt bereitet Microsoft jetzt den Windows Store und den Windows Phone Store auf die Zusammenführung vor.

Einmal zahlen, überall einsetzen

Alle Entwickler, die eine App bereits in beiden Stores anbieten, können diese beiden Einheiten jetzt miteinander verknüpfen. In der Folge erhält die Anwendung einen einheitlichen Namen und ist im Fall von kostenpflichtigen Apps zu einem einheitlichen Preis erhältlich. Dieser muss nur einmal bezahlt werden, die Anwendung lässt sich dann auf allen verfügbaren Geräten installieren und nutzen. Dies gilt auch für In-App-Käufe: Programmzusätze und Erweiterungen, die dauerhaft bestehen bleiben und aus der Anwendung heraus gekauft werden, sind für alle Plattformen verfügbar. Ausgenommen sind natürlich “vergängliche” Käufe wie zusätzliche Leben in Spielen.

Microsoft Universal Windows App Beispiel HaloBeispiel für die Verknüpfung einer Universal Windows App im Windows Store und Windows Phone Store

Voraussetzung für die plattformübergreifende Verfügbarkeit der Windows Apps für PCs, Tablets, Windows Phone und Xbox One ist, dass die Entwickler ihre Apps auch entsprechend verknüpfen und damit zu Universal Apps machen. Microsoft verspricht gesteigerte Download-Zahlen und vereinfacht den Prozess des Einstellens von Anwendungen in den Store. Gleichzeitig stehen alle vorhandenen Windows Phone-Apps auch unter Windows Phone 8.1 zur Verfügung.

Vergleich mit Android

Unter Android stehen Apps auch auf mehreren Geräten zur Verfügung, wenn Anwender das selbe Google-Konto zum Beispiel auf dem Smartphone und Tablet benutzen. In diesem Fall reicht es ebenfalls aus, eine Anwendung auch nur einmal zu kaufen. Allerdings sind nicht alle Apps mit allen Geräten kompatibel. Wegen unterschiedlicher Hardware bieten die Software-Hersteller oft extra Tablet-Versionen an, die bei Bedarf dann auch zweimal kosten. In-App-Käufe sind meistens ebenfalls an das Gerät gebunden, auf dem der Nutzer sie erstanden hat.

Hinter dem Konzept der Universal Windows App von Microsoft steckt eine große Vision und ein ungeheures Potenzial. Eine breite Verfügbarkeit solcher plattformübergreifenden Anwendungen stellt einen echten Mehrwert für die Nutzer dar. Es bleibt abzuwarten, wie die Entwicklergemeinde damit umgehen wird.

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Quelle: Windows Blogs