Identity Leak Checker des HPI bald auch auf Englisch erhältlich

Das Hasso-Plattner-Institut aus Potsdam hat vergangene Woche ein neues Internetwerkzeug zur Überprüfung der eigenen Online-Sicherheit veröffentlicht. Das Ziel der Internetseite: Die Bürger möglichst genau darüber zu informieren, ob ihre Identitätsdaten im Internet kursieren.

Im Gespräch mit Softonic betonte Prof. Dr. Christoph Meinel, Direktor und Geschäftsführer des Hasso-Plattner-Instituts für Softwaresystemtechnik, dass man die Seite uneigennützig und kostenlos anbiete. Das Institut treibe die Sorge, dass die Internettechnologie durch den Missbrauch von Identitätsdaten “insgesamt mit ihrem großen Innovationspotentialen in Misskredit gebracht” werde.

HPI arbeitet an einer internationalen Version

In der Datenbank des Identity Leak Checker befinden sich zurzeit 170 Millionen Datensätze aus “im Internet frei verfügbaren Identitätsdaten”. Viele der erfassten Daten stammen aber “nicht aus Deutschland”, weshalb der “Identity Leak Checker nicht nur für deutsche Nutzer interessant” sei, sondern “auch für Nutzer aller Länder”.

Geplant ist daher auch eine internationale Version. So bestätigte Prof. Meinel, dass eine englische Version” in näherer Zukunft geplant” ist.

100-prozentig sicher?

Wichtig für Nutzer der Seite ist, dass man sich nach der Nutzung nicht zu sicher fühlt. “Generell können wir – kann keiner – eine Garantie für die ausgelieferten Ergebnisse übernehmen”, so Prof. Meinel. Der Grund: bislang wurde nur ein “Teil der kursierenden Indentitätsleaks analysiert”. Darüber hinaus handelt es sich um “von Cyberkriminellen erbeutetes, eventuell auch manipuliertes Diebesgut“.

100 Prozent sicher ist man daher auch nach der Prüfung über den Identity Leak Checker nicht. “Die eigenen Passwörter zu ändern” schade daher nie.

Das vollständige Interview mit Prof. Dr. Christoph Meinel lesen Sie hier.

Titelbild: HPI/K. Herschelmann

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Neue Windows-Version mit Bing, nicht Google, als Standardsuchmaschine

Microsoft hat am Freitag eine neue Windows-Version mit den Namen Windows 8.1 mit Bing angekündigt. Die leicht abgewandelte Windows 8.1-Version ist deutlich günstiger als das normale Windows 8.1 und soll vor allem in billigen Computern zum Einsatz kommen.

Bei sehr einfachen PCs stellt die Windows-Lizenz einen beachtlichen Teil des Kaufpreises dar. Um die Preise weiter zu senken setzen daher viele Hersteller auf kostenlose Alternativen wie Linux oder im Bereich Smartphones auf Android. Microsoft hat dieses Problem erkannt und bietet das Smartphone-Betriebssystem Windows Phone 8.1 bereits kostenlos an. Nun folgt eine günstige Version für Computer.

Windows 8.1 mit Bing unterscheidet sich vom herkömmlichen Windows 8.1 in einem besonderen Punkt: Die Standardsuchmaschine des Betriebssystems ist Bing. Allerdings kann man die Suchmaschine auf Wunsch in den Systemeinstellungen ändern. Einige Windows 8.1 mit Bing-Versionen bringen auch eine vorinstallierte Microsoft Office-Version inklusive eines Ein-Jahres-Abo für Office 365.

Windows 8.1 mit Bing ist exklusiv für Hardware-Hersteller erhältlich. Als Nutzer erhält man die neue Windows 8.1-Version also nur beim Kauf eines neuen PCs.

Quelle: Microsoft

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Second Screen: Interaktive App begleitet Spielfilm im ZDF

Das ZDF zeigt heute Abend den niederländischen Spielfilm App. Der gruselige Kinofilm, bei der eine allwissende App das Leben einer Studentin gefährdet, fesselt den Zuschauer gleich auf zwei Bildschirm: Den Spielfilm begleitet eine Android– und iOS-App, die den Zuschauer interaktiv durch den Film führt.

Mit App geht das ZDF den Weg des Second Screens. Unter dem englischen Namen fast man alle Aktivitäten von Zuschauern zusammen, die beim Fernsehen auf einem Smartphone, Tablet oder Computer passieren. Typischer Weise besteht der Second Screen aus sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter. Beim Spielfilm App nimmt die Geschichte des Films den zweiten Bildschirm ein.

Der Zuschauer macht mit

Laut ZDF macht die App zum Film den Zuschauer zum Mitakteur. Die interaktive App, welche anhand von akustischen Signalen automatisch erkennt, in welchem Teil des Films sich der Zuschauer befindet, bietet Filmszenen und Animationen zum Film und verspricht, das der Zuschauer den Filmcharakteren so ein paar Schritte voraus ist.

Anleitung

Die App zum Film App ist selbsterklärend. Jedoch ist es wichtig, dass der Fernseher laut genug ist, damit die App erkennt, wo im Film man sich gerade befindet. Um zu funktionieren benötigt die App Zugriff auf das Mikrofon des Smartphones.

Download

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    Neue Windows-Version, alles zum Identity Leak Checker und Second Screen beim ZDF

    Microsoft hat eine neue Windows-Version namens Windows 8.1 mit Bing angekündigt, Prof. Dr. Meinel vom Hasso-Plattner-Institut beantwortet auf Softonic.de die wichtigsten Fragen zum Identity Leak Checker und das ZDF zeigt den Spielfilm APP, der durch eine interaktive Smartphone-App während des Ansehens erweitert wird – der Nachrichtenüberblick am Montag.

    • Second Screen: Das ZDF zeigt heute Abend den niederländischen Film APP, in dem eine allwissende App zur Gefahr für das Leben einer Studentin wird. Den Film begleitet eine Smartphone-App, die den Zuschauer mit weiteren Infos zum Film versorgt. Der Zuschauer soll so auch zum Mitakteur des Films werden.
    • Neue Windows-Version: Microsoft hat eine neue Version von Windows 8.1 angekündigt. Laut Microsoft handelt es sich dabei um eine günstige Windows-Version für billige Geräte mit Namen Windows 8.1 mit Bing. Das System wird durch einen Sponsorenvertrag mit Bing günstiger. So ist die Microsoft-Suchmaschine in Windows 8.1 mit Bing voreingestellt.
    • Identity Leak Checker: Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) aus Potsdam hat vergangene Woche eine Internetseite veröffentlicht, auf der Nutzer ihre Online-Identität auf Datendiebstahl prüfen. In einem Interview mit Softonic erklärt das Stiftungs-Institut, warum man ein solches Werkzeug veröffentlicht hat, dass man kein Interesse daran habe, weitere Nutzerdaten zu sammeln und dass ein gutes Passwort das A und O der Online-Sicherheit ist.
    • Ungültiges Apple-Zertifikat: Updates in Apple Mac App Store waren am Wochenende vielerorts nicht erhältlich. Ein abgelaufenes Sicherheitszertifikat verhinderte den Download. Das Betriebssystem verunsicherte Nutzer mit einer Warnung, dass eventuell ein anderer Server von Online-Kriminellen versuche, sich als Apple auszugeben. Der Fehler lag allerdings bei Apple. Der iPhone-Hersteller hatte vergessen ein Sicherheitszertifikat zu verlängern. Der Fehler ist mittlerweile behoben.
    • South Park für Android: Seit gut zwei Monaten gibt es die South Park-App für iOS. Bei Facebook kündigte South Park Deutschland nun auch eine Android-App an. Ein Veröffentlichungstermin ist allerdings noch nicht bekannt.

    Updates

    • WhatsApp: Der Kurzmitteilungen-Dienst hat eine neue Version für BB10 von Blackberry erhalten. Das Update bringt einen neuen Medien-Browser, eine verbesserte Wiedergabe von Sprachnachrichten und eine bessere Performance. Den Download von WhatsApp für Blackberry gibt es hier.

    Spiele

    • Achtung beim Watch Dogs Leak: Im Internet kursierende Kopien von Watch Dogs enthalten eventuell Malware. Wie Player Attack schreibt, beinhaltet die mit dem Zusatz Skidrow geleakte Version von Watch Dogs einen Bitcoin Miner, der den Rechner des Spielers befällt, um Geld für die Virenschreiber zu sammeln.

    Tweet des Tages

    Das Musik-Video zum koreanischen Song Gangnam Style erreicht in den nächsten Tagen als erstes Video weltweit die Grenze von zwei Milliarden Aufrufen. Ein Fakt, der auch bei Twitter gefeiert wird.

    Early Access: Abzocke oder Schnäppchen für Fans?

    Neue Spiele vor der Veröffentlichung spielen – das ist der neue Hype bei Gamern. Auf Englisch heißt das Early Access. Doch lohnt es sich, für ein Spiel zu bezahlen, damit man früher zocken kann als alle anderen?

    Beim Early Access bezahlt man für ein Spiel, bevor es fertig entwickelt in den Handel kommt. Im Gegenzug darf man das Spiel schon nutzen. Doch es ist nicht alles Gold, was glänzt. Der Early Access stellt für jeden Spieler ein Geschenk dar, bis man das Kleingedruckte liest. Dann stellt sich das Gefühl ein, sein Geld zum Fenster herausgeworfen zu haben. Daher sollte man sich im Klaren darüber sein, wofür man beim Early Access sein Geld ausgibt.

    Early Access: Abzocke oder gut für Fans?Die Webseite Steam fokussiert sich auf aktuelle Early-Access-Spiele.

    Was ist Early Access?

    Über Early Access bieten Unternehmen den Zugang zu Spielen an, die man noch nicht kaufen kann. Das machen diese natürlich gegen Bezahlung. Der Unterschied zu einer Demo oder einer Beta-Version: Bei Early Access erhält man Zugang zum kompletten Spiel, wie es von den Herstellern bis dahin entwickelt wurde.

    Eine Demo oder Beta bietet nur Zugang zu ausgewählten Inhalten wie zum Beispiel einige Level, Missionen oder Karten. Meistens limitieren die Hersteller bei einer Demo oder Beta auch Spieloptionen. Dagegen kann es sein, dass man bei einem Early-Access-Spiel auf Missionen und Figuren trifft, die nachher in der Endfassung des Spiels gar nicht mehr auftauchen.

    Zusätzlich locken die Hersteller mit weiteren Angeboten wie zum Beispiel einem Preisnachlass auf die Endversion, wenn man bereits für das Spiel als Early Access bezahlt hat. Exklusive Inhalte oder Privilegien wie kostenlose Erweiterungen zählen ebenfalls zu den Angeboten, mit denen die Hersteller Gamer zu Early-Access-Spielen bewegen wollen.

    Der Unterschied zum Crowdfunding: Bei der Sammelbezahlung zahlt man nur, wenn das Ziel auch erreicht wird. Erreicht das Projekt sein Ziel nicht, zahlt man auch nicht. Bei Early Access dagegen bekommt man das Geld nicht zurück, sollte das Spiel nie veröffentlicht werden.

    Early Access: Abzocke oder gut für Fans?Erweiterter Zugang zu immer neuen Updates und Verbesserungen. Oder auch nicht.

    Kostenlose Tester

    Kauft man sich ein Early-Access-Spiel, muss man sich mit der Tatsache abfinden, dass man ein Spiel in einem frühen Entwicklungsstadium kauft. Auch wenn man zu den Ersten gehört, die das Spiel zu Gesicht bekommen, bedarf es häufig vieler Updates und Verbesserungen.

    Im Gegensatz zu einer Beta-Version, die die Entwickler über Fehler in der Programmierung informiert, gibt man bei Early Access eigentlich keine Informationen weiter. Das geschieht jedoch indirekt, indem man über das Spiel in Foren und sozialen Netzwerken mit Freunden spricht und ihnen erzählt, was funktioniert und was nicht. Ein Beispiel für eine sehr aktive Diskussion um ein Spiel findet man bei Steam über Broforce. Das Spiel wird derzeit als Early-Access-Spiel angeboten.

    Wer als Early-Access-Gamer dennoch Hinweise an den Hersteller gibt, sollte sich darüber im Klaren sein, dass er die Arbeit der Entwickler übernimmt – und das nicht nur kostenlos, der Early-Access-Spieler bezahlt ja für den Zugang zum Spiel. Viele werden es als Ehre empfinden, auf diese Weise bei der Entwicklung eines Spiels mitwirken zu können. Die Steam-Nutzer diskutieren dieses Dilemma.

    Early Access: Abzocke oder gut für Fans?Viele Early-Access-Spieler informieren den Hersteller über Bugs.

    Für etwas bezahlt, das nie verkauft wird

    Early Access stellt kein Versprechen dar, dass man am Ende für ein fertiges Spiel bezahlt. Sicher: Man spielt eine Weile mit dem Spiel. Aber letztendlich entscheidet der Hersteller, ob es in den Handel kommt oder einfach eingestampft wird. Sicher ist nur, dass man sein Geld nicht wiederbekommt.

    Ein Beispiel: Im April bot Steam das Spiel Earth: Year 2066 für 20 US-Dollar als Early Access an. Die Kritik der Spieler war verheerend: “funktioniert gar nicht”, “Betrug” und “Early Access im wahrsten Sinne des Wortes” waren die Reaktionen.

    Eine Woche später löschte der Entwickler Valve das Spiel auf Steam. Interessanterweise nicht etwa wegen des völlig unausgereiften Gameplays, sondern weil es ein unsittliches Spiel sei. Das passte jedoch überhaupt nicht zu dem, was die Spieler schrieben. Zudem löschten die Entwickler sämtliche Kritik und posteten eigene positive Bewertungen. Außerdem wurden Illustrationen ohne die Genehmigung der Autoren verwendet.

    Fakt ist, dass Earth: Year 2066 ein totaler Reinfall war. Valve erstattete den Early-Access-Spielern das gezahlte Geld. Das muss aber nicht immer so glimpflich für die Spieler ausgehen. Ein größeres Unternehmen könnte den Early-Access-Spielern die kalte Schulter zeigen.

    Early Access: Abzocke oder gut für Fans?Earth: Year 2066, die Kehrseite des Early-Access-Zugangs

    Positive Beispiele: Minecraft und DayZ

    Sicherlich gibt es viel an Early Access zu kritisieren. Das liegt an den Risiken, die dieses Geschäftsmodell der Hersteller mit sich bringt. Aber es gibt auch positive Beispiele. Einige Titel begannen als Early Access und erfreuen sich nun, nachdem sie veröffentlicht wurden, einer großen Fangemeinde.

    Zu diesem Titel zählt zum Beispiel Minecraft. Das Spiel startete 2009 als Indie-Produktion. Zwei Jahre später kam die endgültige PC-Version in den Verkauf. Minecraft entstand durch die Mitwirkung vieler Spieler. Sie sorgten für ein ausgereiftes Gameplay und die unzähligen Erweiterungen – und das alles für einen geringen Preis.

    Early Access: Abzocke oder gut für Fans?Minecraft gehört zu den positiven Beispielen für Early Access.

    Ein weiteres positives Beispiel stellt DayZ dar. Das Zombie-MMO-Spiel entstand aus einem Mod für ARMA 2. Auf Steam zählt DayZ zu den erfolgreichsten Early-Access-Spielen. Obwohl es sich noch in der Alpha-Phase befindet, haben bereits über zwei Millionen Spieler an dem Spiel gearbeitet. Auch wenn noch einige Fehler vorhanden sind, verspricht DayZ doch ein großer Erfolg zu werden.

    Weitere positive Beispiele sind das schon genannte Broforce oder Prison Architect. Würden diese beiden Spiele auf dem jetzigen Entwicklungsstand bleiben, wären sie weiter als so manche finale Version eines Spiels, das in den Handel kommt.

    Early Access: Abzocke oder gut für Fans?Das Retro-gewandte Broforce zählt ebenfalls zu den Erfolgen von Steams Angebot an Early-Access-Spielen.

    Vorher informieren

    Early Access kann also sowohl ein lohnendes Unterfangen für den Spieler sein als auch ein kompletter Reinfall. Das muss jeder für sich selbst ausmachen. Niemand kauft gern die Katze im Sack, aber manchmal lohnt sich das Risiko. Vielleicht wird man so Teil des nächsten großen Spielehits und nutzt Vorteile, die normale Spieler nicht bekommen.

    Um das Risiko zu minimieren, schaut man sich am besten in den Foren um. Was sagen andere Spieler zu einem Early-Access-Game? Auch die Suche nach solchen Spielen kann hilfreich sein, um an Kommentare und Kritiken zu kommen.


    “Wir wollen einen Warndienst für die Bürger bereitstellen” – Die wichtigsten Antworten zum Identity Leak Checker des HPI

    Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) aus Potsdam hat am Mittwoch einen neuen Internetservice veröffentlicht. Mit Identity Leak Checker können Nutzer prüfen, ob ihre Online-Identität oder andere persönliche Daten öffentlich im Internet kursieren.

    Nutzer begegnen solchen Angeboten mit Vorsicht. Wie vollständig sind die Daten und sind sie beim HPI sicher? Woher weiß ich, dass das HPI nicht nur versucht, an meine E-Mail-Adresse zu gelangen? Wir haben beim HPI nachgehakt. Geantwortet hat uns Prof. Dr. Christoph Meinel, Direktor und Geschäftsführer des Hasso-Plattner-Instituts für Softwaresystemtechnik.

    Wir haben kein Interesse daran, weitere Daten der Nutzer zu sammeln.
    – Prof. Meinel

    Prof. Meinel betont, dass das HPI den Identiy Leak Checker uneigennützig und kostenlos anbietet. Man wolle Nutzern die Chance bieten, den Diebstahl ihrer Identitätsdaten im Internet zu prüfen. Das Institut treibe die Sorge, dass die Internettechnologie durch den Missbrauch von Identitätsdaten “insgesamt mit ihrem großen Innovationspotentialen in Misskredit gebracht wird” und macht deutlich, dass dieser “Missbrauch durch die Änderung von Passwörtern zu verhindern” ist.

    Wie nehmen Sie Nutzern die Sorge, dass Sie einfach nur weitere Daten sammeln?

    Prof. Meinel: Wir beschreiben genau, welche Daten wozu erhoben werden und wie wir diese Daten vor Missbrauch schützen. Wir haben kein Interesse daran, weitere Daten der Nutzer zu sammeln, sondern wollen lediglich einen Warndienst für die Bürger bereitstellen.

    Die zugesandte E-Mail-Adresse wird zum Nachschlagen der geleakten Information und zum Versenden der entsprechenden Antwort-E-Mail gebraucht. Zur Absicherung des Dienstes merken wir uns das Sendedatum und die verschlüsselte E-Mailadresse, um die mehrfache Eingabe der gleichen E-Mail pro Tag (Spam) zu verhindern. Die verschlüsselte Speicherung der E-Mailadresse verhindert eine Rückrechnung der originalen E-Mailadresse.

    Prof. Meinel, Direktor und Geschäftsführer des Hasso-Plattner-Instituts für SoftwaresystemtechnikWas sollte ich machen, wenn ich betroffen bin?

    Prof. Meinel: Stellen wir nach einer Anfrage fest, dass Ihre Identitätsdaten frei im Internet zugänglich sind, dann informieren wir Sie in einer Antwortmail darüber und fordern Sie auf, Ihre Passwörter für sämtliche Benutzerkonten mit der betroffenen E-Mail-Adresse zu wechseln.

    Dabei können wir aus Schutzgründen leider keine ganz detaillierten Angaben zu den betroffenen Identitätsdaten machen, weil die Möglichkeit besteht, das Cyberkriminelle nach dem Auftauchen Ihrer E-Mail-Adresse in einem Leak bereits Zugriff auf Ihr E-Mail-Konto haben.

    Sind finanzielle Datensätze betroffen, wie Kreditkarten- oder Kontodaten, sollte das entsprechende Bankinstitut informiert werden, welches wiederum die betroffenen Konten sperren kann.

    Bild: HPI/K. Herschelmann

    Bei persönlichen Daten, wie Geburtsdatum, Sozialversicherungsnummern, Anschrift und Telefonnummern, ist besondere Vorsicht vor gezielten Phishing-Angriffen geboten. Cyberkriminelle nutzen diese Daten auch, um Ihre gestohlene Identität bei anderen Personen vorzutäuschen. Unter Umständen ist eine Anzeige bei der Polizei empfehlenswert.

    Wir wollen die Bürger so genau wie möglich informieren.

    Sammeln Sie auch weiterhin Daten?

    Prof. Meinel: Die 170 Millionen Datensätze in der aktuellen Version des Identity Leak Checkers sind leider nur ein Teil der gestohlenen und im Internet frei verfügbaren Identitätsdaten. Wir arbeiten an der Integration weiterer Datensätze und neue auftauchender Identitätsleaks. Wir wollen die Bürger so genau wie möglich informieren.

    Arbeiten Sie mit anderen Partnern zusammen oder suchen Sie Kooperationspartner?

    Prof. Meinel: Wir sind offen für Kooperationen mit anderen Institutionen und Unternehmen, um unseren Dienst zu verbessern und die analysierten Daten für weiterführende Warnmöglichkeiten zu nutzen. Mit dem BSI sind wir in engem Kontakt.

    Die eigenen Passwörter zu ändern, schadet aber nie.

    Kann ich mich nach dem Identity Leak Check sicher fühlen?

    Prof. Meinel: In unserem Disclaimer in der ausgelieferten Antwort-E-Mail weisen wir darauf hin, dass wir nur einen Teil der kursierenden Identitätsleaks analysiert haben. Das heißt, eine E-Mailadresse, die wir in den uns vorliegenden Datensätzen nicht gefunden haben, kann doch in einem anderen, von uns  nicht erfassten Leak auftauchen.

    Desweiteren kann nicht hundertprozentig sichergestellt werden, dass die erhobenen Identitätsdaten aus den Leaks richtig erhoben wurden, es handelt sich ja um von Cyberkriminellen erbeutetes, eventuell auch manipuliertes Diebesgut. Generell können wir – kann keiner – eine Garantie für die ausgelieferten Ergebnisse übernehmen. Die eigenen Passwörter zu ändern, schadet aber nie.

    Der Identity Leak Checker ist nicht nur für deutsche Nutzer interessant.

    Ergebnis eines Identity Leak CheckerErgebnis eines Identity Leak Check mit gestohlenem Passwort.

    Stammen die Daten nur von deutschen Nutzern?

    Prof. Meinel: In der Tat stammen viele der erfassten Leaks nicht aus Deutschland, betreffen aber auf Grund der Internationalität von Unternehmen/Institutionen auch viele deutsche Nutzer. Damit wären die erfassten Daten im Identity Leak Checker nicht nur für deutsche Nutzer interessant, sondern auch für Nutzer aller Länder.

    Planen Sie eine englische Version ihrer Seite?

    Prof. Meinel: Ja, eine englische Version ist in näherer Zukunft geplant.

    Titelbild: HPI/K. Herschelmann

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    Adblock Plus will Werbe-Videos auf Facebook blockieren

    Der weit verbreitete Werbeblocker Adblock Plus hat angekündigt, die Video-Werbung von Facebook zu blocken. Das soziale Netzwerk will in den Neuigkeiten Werbeclips von 15 Sekunden Länge anzeigen, die automatisch abgespielt werden. Adblock Plus will an einer Lösung zur Unterdrückung arbeiten, sobald Facebook mit der Einführung beginnt.

    Die Werbe-Videos auf Facebook starten automatisch, sobald sie beim Betrachten der Neuigkeiten erscheinen. Auch Smartphone-Nutzer sind vom Autostart betroffen. Erst beim Klicken auf die Anzeige und der Vollbild-Wiedergabe ist Ton zu hören.

    Auf Anfrage des Softonic-Redakteurs Tim Vüllers bestätigte Adblock Plus, die Werbeclips wie andere Anzeigen im Internet auch zu blockieren.

    Es ist davon auszugehen, dass Adblock Plus Facebooks Video-Anzeigen entweder über eine Aktualisierung der Browser-Erweiterung oder der Filterlisten realisieren wird. Bis zur Veröffentlichung müssen sich genervte Facebook-Nutzer aber noch gedulden, einen Termin hat das Unternehmen nicht genannt.

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    Quelle: Adblock Plus auf Twitter

    Secret: Das soziale Netzwerk für Geheimnisse und Klatsch ist jetzt weltweit gestartet

    Vier Monate nach dem iOS-Start hat Secret jetzt auch eine App für Android veröffentlicht. Gleichzeitig steht das soziale Netzwerk zum anonymen Teilen von Geheimnissen, Klatsch und anderen Inhalten ab sofort weltweit zur Verfügung. Bisher war das Angebot Nutzern in den USA vorbehalten.

    Secret ist anonym und doch mit Standort-Funktion

    Nach einer Registrierung mit E-Mail-Adresse und Telefonnummer erlaubt Secret das anonyme Teilen von Inhalten. Über die Telefonkontakte und die Standortabfrage sucht die App nach Inhalten, die für den Nutzer relevant sind. Die Identifikation von Freunden erfolgt über die Telefonnummer. Beim Start der Anwendung präsentiert Secret eine entsprechend zusammengestellte Liste an Geheimnissen. Ein Tippen auf die Sprechblase öffnet die Kommentarfunktion, mit dem Herz-Button bekundet man Gefallen. Dadurch teilt die App ein Geheimnis mit Freunden.Secret-App Android Screenshot

    Die Inhalte von Secret spiegeln Dinge wieder, die sich sonst im Internet auf sozialen Plattformen finden. Secret bietet eine Mischung aus Meinungen, Banalem und platten Witzen, aber auch ernsthafteren Themen sowie Bitten um Hilfe in allen möglichen Lebenslagen. Viele Teilnehmer wollen mit dem Verbreiten von Gerüchten Aufmerksamkeit heischen.

    Exklusive Android-Funktion

    Mit dem Start der Android-Version führt Secret eine neue Funktion ein, die erst in Kürze unter iOS zur Verfügung stehen soll. In einer eigenen Liste zeigt die Anwendung nur die Geheimnisse von Freunden einschließlich deren Freunde an.

    Nach Aussage von Secret teilt die Anwendung weder Telefonnummer und Kontaktdaten noch Standortinformationen mit anderen. Secret ist kostenlos für Android und iOS erhältlich.

    Dem Autor Jakob Straub auf Twitter und Google+ folgen.

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    Quelle: Secret

    11 unverzichtbare Apps für den Fußball-WM-Trip nach Brasilien

    Alle vier Jahre findet die Fußball-Weltmeisterschaft statt. Für alle, die sich auf den Weg nach Brasilien machen, präsentiert Softonic elf Apps, die den Aufenthalt am Zuckerhut erleichtern.

    Rio de Janeiro, São Paulo, Brasilia, Porto Alegre, Salvador, Cuiabá, Fortaleza, Manaos, Recife, Natal, Belo Horizonte oder Curitiba: Über einige dieser Städte wissen Fußball-Fans nicht viel. Sie zählen jedoch alle zu den Austragungsstätten der Fußball-WM und unsere brasilianischen Kollegen haben Insider-Tipps für Fußball-Fans gesammelt, die wir in diesem Artikel nach Kategorien sortiert haben.

    Unterkünfte finden

    Airbnb

    Air BnBHotels und Hostels sind zur WM sicherlich ausgebucht. In dem Fall hilft Airbnb weiter. Mit der App findet man Privatpersonen, die Zimmer vermieten. Die App wird kostenlos angeboten.

    Download Airbnb für Android und iPhone

    Booking

    Booking

    Wer dennoch sein Glück mit einem Hotel versuchen will, findet es online mit Booking.com. Wie die Webseite bietet die mobile App Filter, nach denen man die Suchergebnisse nach Preis, Lage oder Zimmertyp sortiert.

    Download Booking für Android, iPhone und Windows 8

    Hotel ASAP

    Hotel ASAPHotel ASAP verfügt über Hotels, die nicht unbedingt bei den herkömmlichen Buchungsportalen auftauchen oder in den üblichen Reiseführern stehen. Unsere Kollegen aus Brasilien empfehlen die App. Sie verfügt über viele Hotels auf dem Land.

    Download Hotel ASAP (auf englisch) für Android und iPhone

    Restaurants finden

    Nativoo Guide

    Guia NativooDer Nativoo Guide bietet mehr als nur Restaurant-Empfehlungen. Die App fungiert als Reiseführer. Neben Restaurants gibt es Informationen zu Hotels, Transport oder Sehenswürdigkeiten. Die App ist für viele brasilianische Städte auf Android und iPhone erhältlich.

    Download Nativoo Guide (auf englisch) für folgende Städte:

    Foursquare

    FourSquare Die Entwickler der Geo-Lokalisierungs-App haben Foursquare komplett überarbeitet. Mit der Veröffentlichung von Swarm  für Android und iOS fokussiert sich die App wieder mehr auf Empfehlungen für Hotels und Restaurants.

    Download Foursquare für iPhone, Android, Windows Phone, Windows 8, BlackBerry, Symbian, WebOS, Series 40 und Meego

    Comer na boa – Porto Alegre

    Comer na BoaWer nach Porto Alegre reist, kommt um diese App nicht herum. Sie bietet eine Übersicht über die besten Restaurants der Stadt. Die Nutzer posten Kommentare und Bewertungen.

    Download Comer na boa – Porto Alegre (auf Englisch) für Android und iPhone

    Touristische Höhepunkte

    Concierge Brasil

    Concierge Brasil

    Die Guia Quatro Rodas Gruppe veröffentlicht die “Concierge Brasil”-Apps. Sie zählen in Brasilien zu den populärsten Reiseführern. Passend zur WM präsentierte die Gruppe zu jedem Austragungsort eine App. Sie eignet sich für alle, die neben dem Stadion mehr von Brasilien sehen wollen.

    Download Concierge (auf Englisch) für folgende Städte:

    Brasil Mobile

    Brasil Mobile

    Brasil Mobile listet für iPhone- und iPad-Besitzer touristische Attraktionen auf. Die Sehenswürdigkeiten ordnet die App nach Kategorien. Das Design wirkt zwar altmodisch, aber in der App erfährt man alles über die Copacabana, die Iguaçu-Wasserfälle oder das Maracana-Stadion.

    Download Brasil Mobile (auf Englisch) für iPhone und iPad

    Informationen über Bus, Bahn und Taxis

    TripAdvisor

    Trip Advisor

    TripAdvisor gehört in Brasilien zu den populärsten Anbietern. Der Reiseführer bietet einen Überblick über die besten Restaurants und Hotels des Landes. Darüber hinaus erhält man viele Tipps und Informationen für den Aufenthalt am Zuckerhut.

    Download TripAdvisor für Android, iOS, Windows Phone und Symbian

    Waze

    Waze Mit Waze erhält man eine kostenlose Navi-App fürs Smartphone. Sie erspart Nerven und Zeit, um den schnellsten Weg durch den dichten und in den Großstädten chaotischen Verkehr zu finden.

    Download Waze für Android, iOS, Windows Phone und BlackBerry

    Easy Taxi

    Easy Taxi Mit Easy Taxi bucht man ein Taxi über das Smartphone. Der Dienst wird in allen Städten angeboten, in denen WM-Spiele stattfindet. Die Bedienung ist so einfach wie bei Uber: Man tippt auf den Button und das nächste Taxi kommt in ein paar Minuten.

    Download Easy Taxi (auf Englisch) für Android, iOS und Windows Phone

    Die richtige App gehört dazu

    Um nichts zu verpassen, empfiehlt Softonic, alle vorgeschlagenen Apps zu installieren. Für einige dieser Apps muss man zwar seine Englischkenntnisse bemühen, aber so erhält man wichtige Informationen, die man in den gängigen Diensten wie Booking.com oder Foursquare nicht findet. Wer eine Reise zur Fußball-WM plant, sollte die passenden Apps mit dabei haben.

    Minecraft: Ausblick auf Parallelwelten und kleine Verbesserungen mit dem aktuellen Snapshot

    Mojang hat eine neue Vorab-Version von Minecraft veröffentlicht. Der Snapshot 14w21b zeigt den aktuellen Stand der Spielentwicklung und bringt diese Woche kleine Fehlerbehebungen und Optimierungen. Außerdem gibt der Mojang-Entwickler Nathan Adams einen Ausblick auf den nächsten Snapshot und kündigt eine mögliche Verknüpfung der Minecraft-Dimensionen an.

    Zu den Fehlerbehebungen und Optimierungen der aktuellenVorab-Version 14w21b von Minecraft zählen unter anderem:

    • Skins verschwinden nicht mehr nach dem Tod eines Spielers.
    • Verbesserte Kollisionsabfrage von Küken.
    • Das Inventar-Problem von Farmern und Dorfbewohnern führt nicht mehr zum Anbau-Stopp.
    • Hunde und Katzen teleportieren jetzt nicht mehr in halbtransparente Blöcke.
    • Zahme Katzen laufen nicht mehr vor dem Spieler weg.

    In einem Tweet äußerte sich der Minecraft-Entwickler Nathan Adams zum aktuellen Status der Verknüpfung von Minecraft-Dimensionen. Jede Spielwelt besteht aus drei Dimensionen:

    • Der normale Welt, in welcher der Spieler startet
    • Der Unterwelt, voll mit Lava und aggressiven Gegnern
    • Die End-Welt, in welcher der End-Gegner wartet.

    Momentan behandeln Minecraft-Server alle drei Dimensionen separat. Während sich Spieler in einer der drei Welten aufhalten, stoppt die Zeit in den anderen beiden. Die Entwickler arbeiten jedoch an einer Verbindung der Dimensionen. Damit wäre es möglich, dass sich Spieler gleichzeitig in unterschiedlichen Dimensionen aufhalten und neue, kooperative Spielweisen mit übergreifenden Aufgaben entstehen.

    Die Verknüpfung scheiterte bisher an der zusätzlichen Serverlast und Spielverzögerungen. Nathan Adams berichtet, dass es in der Testversion keine derartigen Probleme mehr gibt, der Wechsel zwischen den Dimensionen ist aber noch nicht ausgereift. Wenn die Entwicklung hier voranschreitet, könnte die Funktion schon im nächsten Snapshot zur Verfügung stehen.

    Wie jede Woche stellt der Snapshot keine stabile Version von Minecraft dar. Der Hersteller ist für alle Hinweise von Testern auf noch vorhandene Fehler dankbar, da diese den Entwicklern von Mojang bei der Verbesserung helfen. Die Empfehlung lautet wie immer, vor dem Ausprobieren eine Sicherungskopie der Spielwelt anzulegen. Ausführliche Installationshinweise gibt Mojang in den Details des aktuellen Snapshot.

    Dem Autor Jakob Straub auf Twitter und Google+ folgen.

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    Quelle: Mojang | Nathan Adams auf Twitter