Microsoft prüft nach mehreren Berichten im Zuge eines größeren Umbaus der Xbox-Sparte derzeit, ob Undead Labs verkauft oder geschlossen werden soll. Wenn das stimmt, steht damit auch die Zukunft von State of Decay 3 für PlayStation 5, Xbox Series X/S und PC plötzlich wieder auf wackligen Beinen. Offiziell bestätigt ist all das bisher nicht.
State of Decay 3 und Undead Labs
Verschiedene Berichte legen nahe, dass Undead Labs zu den Xbox-Studios gehört, die bei Microsoft in einer neuen Restrukturierungsrunde auf dem Prüfstand stehen. Demnach geht es wohl um zwei Szenarien: ein Verkauf des Studios oder sogar eine vollständige Schließung. Eine offizielle Bestätigung dazu gibt es bislang nicht.
Brisant wird die Sache vor allem wegen des Timings. Microsoft hatte State of Decay 3 erst vor Kurzem wieder deutlich ins Schaufenster gestellt. Beim Xbox Games Showcase im Juni 2026 lief ein Gameplay-Trailer, das erste wirklich größere Lebenszeichen seit Jahren. Wenn nun kurz darauf laut mehreren Berichten schon die Zukunft von Undead Labs selbst zur Debatte steht, ist das aus PR-Sicht denkbar ungünstig.
Sollte es am Ende tatsächlich auf eine Schließung hinauslaufen, wären Berichten zufolge etwa 110 Beschäftigte betroffen. Undead Labs wäre damit laut mehreren Berichten Teil einer möglichen Entlassungswelle, die sich rund um das Ende von Microsofts Fiskaljahr am 30. Juni abzeichnet.
Eine lange und schwierige Entwicklung
State of Decay 3 wurde schon 2020 angekündigt. Später sagten Entwickler von Undead Labs allerdings, das Projekt sei damals im Grunde kaum mehr gewesen als ein Textdokument. Der Trailer von 2026 war deshalb nicht bloß Marketing, für viele Fans war er das erste echte Zeichen dafür, dass die Entwicklung sichtbar vorangekommen ist.
Dazu kommt, dass State of Decay 3 laut Berichten inzwischen die Alpha-Phase erreicht haben soll. Gerade deshalb wäre ein Verkauf oder eine Schließung von Undead Labs ein Einschnitt, dessen Folgen sich nur schwer abschätzen lassen. Selbst wenn Microsoft das Projekt intern weiterlaufen ließe, dürften sich Zeitplan, Teamstruktur und die kreative Ausrichtung spürbar verändern.
Frühere Probleme bei Undead Labs
Undead Labs wurde 2009 gegründet, 2018 folgte die Übernahme durch Microsoft. In den vergangenen Jahren tauchte das Studio zudem in kritischen Berichten auf, in denen von Misogynie, Führungsproblemen und Missmanagement die Rede war. Diese internen Probleme sollen laut den Berichten mit dazu beigetragen haben, dass sich State of Decay 3 immer wieder verzögert hat.
Größerer Umbau bei Xbox
Undead Labs wäre laut mehreren Berichten wohl kein Einzelfall. In denselben Berichten fallen auch die Namen Ninja Theory, Double Fine Productions und Compulsion Games. Auch diese Studios könnten demnach von Verkäufen oder Schließungen betroffen sein. Das spricht für einen breiteren Strategiewechsel.
Als Gründe nennen die Berichte vor allem den Fokus auf Game Pass, Microsofts Multiplattform-Kurs und den Druck, das Xbox-Geschäft profitabler zu machen. Wer seit Jahren auf State of Decay 3 wartet, bekommt damit vor allem eins: neue Unsicherheit.