Rockstar Games hat am 25. Juni 2026 weltweit die Vorbestellungen für Grand Theft Auto 6 auf PlayStation 5 und Xbox Series X/S freigeschaltet. Seitdem machen unbestätigte Berichte die Runde, in denen von 1 Milliarde Umsatz schon in der ersten Stunde die Rede ist. Offizielle Zahlen zu den Vorbestellungen gibt es bisher weder von Rockstar Games noch vom Mutterkonzern Take-Two Interactive. Was derzeit kursiert, stützt sich diesen Berichten zufolge unter anderem auf Analystenmodelle, Händlerdaten und Signale vom Kapitalmarkt.
Angebliche Milliarde in der ersten Stunde
Am 25. Juni 2026 gingen die Vorbestellungen für Grand Theft Auto 6 weltweit auf PlayStation 5 und Xbox Series X/S live. Veröffentlicht werden soll Grand Theft Auto 6 am 19. November 2026. Seit dem Vorbestellungsstart jagt eine Meldung die nächste, fast alle sprechen von einem historischen Verkaufsauftakt.
Am häufigsten taucht in den unbestätigten Berichten die Zahl von etwa 1 Milliarde Vorbestellungsumsatz in der ersten Stunde auf. Andere, ebenfalls nicht bestätigte Meldungen legen noch etwas drauf und nennen bis zu 3 Milliarden innerhalb der ersten 24 Stunden, dazu Schätzungen von rund 39 Millionen verkauften Exemplaren.
Die Zahlen lesen sich spektakulär. Trotzdem ist bei solchen Meldungen Vorsicht angebracht.
Solange Rockstar Games oder Take-Two Interactive kein offizielles Statement abgeben, bleibt offen, wie tragfähig diese Hochrechnungen wirklich sind. Gerade in den ersten Tagen nach dem Start von Vorbestellungen liegen Marktbeobachter gern mal daneben, mal zu hoch, mal zu niedrig.
Warum die Erwartungen so hoch sind
Dass solche Schätzungen überhaupt ernsthaft diskutiert werden, kommt nicht von ungefähr. Die Reihe hat die passenden Zahlen in ihrer Geschichte schon geliefert. Grand Theft Auto V (GTA V) setzte nach früheren Angaben von Take-Two Interactive zum Start rund 800 Millionen am ersten Tag um und übersprang die Marke von 1 Milliarde nach nur drei Tagen. Falls sich die aktuellen Projektionen für Grand Theft Auto 6 auch nur halbwegs bewahrheiten, läge der neue Teil klar vor diesem Tempo.
Auch an der Börse war die Erwartung sofort zu sehen. Die Aktie von Take-Two Interactive stieg zum Start der Vorbestellungen im laufenden Handel um fast 3 Prozent. Analysten sahen darin ein Signal, dass Investoren Grand Theft Auto 6 ein enormes Umsatzpotenzial zutrauen.
Und die Prognosen reichen noch weiter. Je nach Institut und zugrunde liegendem Analystenmodell ist von 30 bis 35 Millionen verkauften Einheiten bis Ende 2026 die Rede, andere Modelle kommen in den ersten vier Monaten bereits auf 40 Millionen. In besonders optimistischen Szenarien stehen sogar 50 bis 60 Millionen Verkäufe im ersten Jahr im Raum.
Preis, Editionen und Diskussionen um die Plattformen
Neben der Standardversion wird auch eine Ultimate Edition angeboten. Für die Standardversion wurden bislang Preise von 79,99 Dollar in den USA, rund 70 Pfund in Großbritannien und etwa 80 Euro in Europa kommuniziert. Die Ultimate Edition könnte den durchschnittlichen Umsatz pro Käufer zusätzlich nach oben ziehen.
Für Gesprächsstoff sorgt außerdem die Verpackung. Die erste Box-Version enthält Berichten zufolge keine Disc, sondern nur einen Download-Code.
Hinzu kommen Debatten über die Verteilung auf die Plattformen. Frühe Auswertungen von Händlern und Marktbeobachtern deuteten darauf hin, dass die PlayStation 5 (PS5) bei den Vorbestellungen vor der Xbox Series X/S liegt. Microsoft widersprach dem und erklärte, man sehe Rekordbestellungen; einzelne Vergleiche würden kein vollständiges Bild abgeben.
Grand Theft Auto 6 kann ab sofort für PlayStation 5 und Xbox Series X/S vorbestellt werden. Selbst ohne bestätigte Zahlen hat das Spiel damit schon jetzt einen Marktstart hingelegt, der die gesamte Branche beschäftigt. Ob diese angebliche Milliardenstunde wirklich stattgefunden hat oder ob hier vor allem die Erwartungen heißlaufen, werden am Ende wohl erst offizielle Daten von Rockstar Games oder Take-Two Interactive zeigen.