Magic: The Gathering baut Universes Beyond, also die Crossover-Reihe mit externen Marken, ab sofort fest in seine Produktstrategie ein. Was einmal mit einzelnen Sonderprodukten angefangen hat, soll nach den Worten von Mark Rosewater, Chefdesigner von Magic: The Gathering bei Wizards of the Coast, künftig genauso selbstverständlich zu Magic gehören wie die hauseigenen Welten. Für Rosewater ist die Sache entschieden. Seine Formulierung dazu: Die „Zahnpasta lässt sich nicht“ wieder in die Tube zurückdrücken“.
Magic: The Gathering und Universes Beyond wachsen fest zusammen
Für Fans heißt das vor allem: Universes Beyond ist kein Ausnahmefall mehr.
Wizards of the Coast plant laut Mark Rosewater inzwischen mit einer typischen Verteilung pro Jahr: drei klassische Magic-Sets und drei Universes-Beyond-Releases. 2026 soll noch umfangreicher werden. Insgesamt sind sieben Sets vorgesehen, darunter auch Der Hobbit und Star Trek als Crossover-Produkte.
Der neue Kurs hat nach Rosewaters Darstellung vor allem wirtschaftliche Gründe. Universes Beyond lief für Hasbro und Wizards of the Coast demnach sehr erfolgreich, hat neue und ehemalige Spieler zurück an den Tisch gebracht und viele von ihnen später auch in reguläre Magic-Produkte geführt.
Auch intern und in der Community sieht Rosewater einen klaren Trend. Bestehende Spieler geben im Schnitt oft mehr Geld aus als für Erweiterungen aus Magics eigener Lore.
Ab 2025 dürfen Sie Universes Beyond auch in Standard spielen
Die größte Änderung betrifft die Formate. Ab 2025 sollen Universes-Beyond-Sets nach Angaben von Wizards of the Coast in allen Formaten legal sein, Standard eingeschlossen. Marvel-Karten und andere Lizenzprodukte rücken damit aus dem Randbereich direkt ins kompetitive und alltägliche Magic-Spiel.
Wizards of the Coast begründet den Schritt mit dem Wunsch, die Struktur einfacher zu machen. Für Sie bedeutet die Umstellung vor allem mehr Übersicht bei Produktlinien und bei der Frage, was in welchem Format legal ist. Gleichzeitig werden Sets stärker mit Blick auf die großen Formate entwickelt.
Wenn Sie Magic aktiv verfolgen, werden Sie an Universes Beyond also kaum noch vorbeikommen.
Auch digital ist die Richtung längst zu sehen. Magic: The Gathering Arena für Windows, Mac, Android und iOS sowie Magic Online für Windows binden Universes-Beyond-Inhalte immer stärker ein, darunter auch Marvel-Veröffentlichungen.
Für 2026 sind nach Rosewaters Angaben außerdem Angebote für organisiertes Spiel geplant, mit Events vor Ort und digitalen Turnieren.
Erfolg für Wizards, Diskussionen in der Community
In der Spielerschaft bleibt dieser Kurs umstritten. Viele loben die Qualität der jüngsten Sets, etwa Der Herr der Ringe oder Warhammer 40.000.
Andere befürchten, dass Magics Identität dadurch verwässert. Kritik gibt es außerdem an der wachsenden Produktflut, am möglichen Druck auf die eigene Fantasy-Lore und an Lizenzvorgaben, die Künstler stärker einengen könnten.
Offen sind auch Fragen außerhalb Nordamerikas. Gerade in Teilen Lateinamerikas könnten hohe Preise für Universes-Beyond-Produkte den Zugang erschweren.
Unklar bleibt zudem, was das langfristig für lokale Spieleläden und für nicht englischsprachige Communities bedeutet. Nach den Aussagen von Mark Rosewater steht aber fest: Magic wird in Zukunft eher mehr als weniger Crossover bekommen.
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