Jonathan Goldstein und John Francis Daley haben nach eigenen Angaben schon ein Sequel zu „Dungeons & Dragons: Ehre unter Dieben“ geschrieben. Ob daraus am Ende wirklich ein Kinofilm wird, ist nach Worten von Jonathan Goldstein aber weiter offen. Der Grund: das Geld.
Dungeons & Dragons 2: Warum die Fortsetzung wackelt
Jonathan Goldstein und John Francis Daley sagen, dass das Drehbuch für eine Fortsetzung zu „Dungeons & Dragons: Ehre unter Dieben“ bereits existiert. Ob der Film tatsächlich produziert wird, steht für Goldstein trotzdem noch nicht fest.
Er sprach von „finanziellen Gründen“, die die Zukunft des Projekts ungewiss machen. Und das überrascht nicht wirklich: Ein Fantasy-Abenteuer in dieser Größenordnung kostet viel Geld, also dürfte das Studio sehr genau durchrechnen, ob sich ein zweiter Teil rechnet.
Für Fans ist das besonders ärgerlich, weil „Dungeons & Dragons: Ehre unter Dieben“ 2023 ziemlich viel richtig gemacht hat. Der Film brachte Witz, einen starken Cast und genau das Dungeons-&-Dragons-Gefühl mit, das sich viele erhofft hatten, und bekam dafür reichlich Lob. Auch beim Publikum kam er gut an. Später lief der Titel auf Streaming-Plattformen noch einmal deutlich besser, was klar zeigt, dass das Interesse nie wirklich weg war.
Nur hat sich das an den Kinokassen nicht sauber übersetzt. Weltweit spielte der Film rund 208,2 Millionen Dollar ein. Das Produktionsbudget lag bei ungefähr 150 Millionen Dollar, und die Marketingkosten sind dabei noch gar nicht mitgerechnet. Für ein großes Studio-Franchise ist das eben nicht automatisch die Art von Ergebnis, bei der sofort grünes Licht für Teil zwei folgt.
Das Geld bleibt das größte Problem
Genau hier klemmt es offenbar. Paramount hatte schon früher durchblicken lassen, dass eine Fortsetzung wohl nur mit kleinerem Budget realistisch wäre. Ob diese Linie unter der aktuellen Studioführung noch genauso gilt, ist im Moment aber nicht klar.
Und genau das macht die Sache schwierig. Ein Dungeons-&-Dragons-Film lebt nun mal von teuren Effekten, Fantasy-Kreaturen, Action und einer Welt, die sich groß anfühlen muss. Mit weniger Geld ließe sich ein Sequel vielleicht auf die Beine stellen, gleichzeitig könnte so ein engerer Kostenrahmen aber genau die kreative Freiheit beschneiden, die den ersten Film so charmant gemacht hat.
Schlechter Starttermin, starke Mundpropaganda
Zum eher schwachen Kinoergebnis dürfte auch der Starttermin beigetragen haben. „Dungeons & Dragons: Ehre unter Dieben“ kam zwischen „John Wick: Kapitel 4“ und „Der Super Mario Bros. Film“ ins Kino und verlor in diesem Umfeld ziemlich schnell Aufmerksamkeit.
Im Rückblick wirkt das fast noch bitterer, weil der Film erst nach seinem Kinolauf so richtig zum Publikumsliebling wurde. In sozialen Netzwerken und auf Streaming-Plattformen hieß es immer wieder, hier sei eines der unterhaltsamsten Fantasy-Abenteuer der letzten Jahre schlicht übersehen worden.
Cast und Franchise sind noch nicht vom Tisch
Ganz erledigt ist das Thema also nicht. Sowohl die Regisseure Jonathan Goldstein und John Francis Daley als auch der Cast haben mehrfach gesagt, dass sie gern zurückkehren würden. Chris Pine meinte bereits, eine Fortsetzung habe gute Chancen, sofern die Finanzierung steht.
Auch die Marke selbst liegt nicht brach. Neben der weiter ungewissen Filmfortsetzung läuft mit „The Forgotten Realms“ noch ein separates Dungeons-&-Dragons-Serienprojekt für Streaming-Plattformen, das inzwischen von Paramount zu Netflix gewechselt ist. Skript, kreatives Team und ein interessiertes Publikum scheinen also da zu sein. Was weiterhin fehlt, ist ein Geschäftsmodell, das das Studio am Ende auch überzeugt.