Spielemarkt 2025 knackt 200 Milliarden Dollar: Jobabbau hält an

Die globale Spielebranche hat 2025 nach aktuellen Marktdaten mit 201,6 Milliarden US-Dollar so viel umgesetzt wie nie zuvor.

Games-Branche 2025: Rekordumsatz trotz weiterem Stellenabbau

Der Umsatz stieg auf 201,6 Milliarden US-Dollar. Das sind 9,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Zum ersten Mal liegt der Markt damit über der Marke von 200 Milliarden US-Dollar.

Der Rekord kaschiert aber ein ernstes Problem. Zwischen 2022 und Mitte 2025 gingen den vorliegenden Analystenberichten zufolge rund 45.000 Arbeitsplätze verloren. Allein 2025 fielen mehr als 5.000 Stellen weg, im Januar 2026 kamen fast 900 weitere dazu.

Mobile und PC wachsen stärker als Konsolen

Die aktuellen Marktdaten zeigen klare Unterschiede zwischen Mobile, PC und Konsolen. 2025 legten vor allem Mobile- und PC-Spiele spürbar zu. Im Mobile-Markt wurden 113,3 Milliarden US-Dollar umgesetzt, ein Plus von 10,7 Prozent.

Auf dem PC kletterten die Erlöse auf 43,6 Milliarden US-Dollar, das entspricht einem Wachstum von 12 Prozent. Das Konsolensegment wuchs deutlich langsamer und kam auf 44,7 Milliarden US-Dollar, also auf ein Plus von 2,8 Prozent.

Der Markt wächst also, nur eben nicht überall gleich stark. Und auch nicht jedes Unternehmen profitiert davon im selben Ausmaß.

Gerade im Konsolengeschäft ist der Druck durch die Konkurrenz hoch. Auf Mobile und PC sorgen laut Analystenberichten dagegen Live-Service-Titel, große Plattformen und langlebige Erfolgsmarken weiter für starke Einnahmen.

Warum trotz Rekordumsätzen weiter Stellen wegfallen

Von den Kürzungen sind nach den vorliegenden Berichten schon lange nicht mehr nur kleinere Studios betroffen. Zuletzt mussten unter anderem Microsoft, Sony, Electronic Arts und Ubisoft Entlassungen, Studioschließungen oder eingestellte Projekte bekanntgeben.

In vielen Fällen werden Teams verkleinert, Spiele gestrichen oder ganze Standorte geschlossen, obwohl die Branche insgesamt weiter zulegt.

Analysten sehen darin in erster Linie einen späten Korrektureffekt nach dem Pandemie-Boom. Während der Corona-Jahre stieg die Nachfrage nach Games kräftig an, viele Unternehmen stellten in großem Stil Personal ein und steckten Geld in neue Projekte.

Dazu kamen teure Übernahmen und ein genereller Expansionskurs. Jetzt wird an vielen Stellen wieder zurückgebaut, weil die damaligen Kostenstrukturen nicht mehr zum aktuellen Geschäftsumfeld passen.

Hinzu kommen die stark gestiegenen Entwicklungskosten. Große AAA-Produktionen verschlingen inzwischen oft Hunderte Millionen US-Dollar.

Wenn ein Titel hinter den Erwartungen bleibt, folgen häufig schnell Einschnitte. Für Studios erhöht das das Risiko spürbar, besonders in einem Markt, in dem nur wenige Blockbuster den größten Teil der Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Gewerkschaften gewinnen an Bedeutung

Die anhaltende Unsicherheit treibt auch die Debatte über Arbeitnehmerrechte weiter an. In den USA bewerteten den vorliegenden Berichten zufolge zuletzt 82 Prozent der Entwicklerinnen und Entwickler eine gewerkschaftliche Organisierung positiv.

Im März 2025 startete außerdem mit United Videogame Workers-CWA eine branchenweite Initiative, die sich stärker für Jobsicherheit und bessere Arbeitsbedingungen einsetzen will.

Der Markt wächst weiter, doch die Krise ist nicht vorbei

Analystenprognosen rechnen für 2026 mit einem Umsatz von rund 213,9 Milliarden US-Dollar. Bis 2028 könnten es nach den vorliegenden Prognosen etwa 234 Milliarden US-Dollar werden. Für Sie als Verbraucher mag das nach Boom klingen.

Für viele Beschäftigte fühlt sich die Lage trotzdem weiter nach Krise an. Die Zahlen erzählen im Moment vor allem diese Geschichte: Mehr Umsatz heißt in der Games-Branche noch lange nicht mehr Stabilität.