Microsoft hat heute neue Preview-Version für Xbox-Insider vorgestellt und darin längere Gamertags für Xbox-Konsolen angekündigt. Vorerst können das aber nur Nutzer ausprobieren, die im Alpha-Skip-Ahead-Ring des Xbox-Insider-Programms sind.
15 Zeichen vorerst nur im Insider-Programm
Für Xbox-Spieler ist der Gamertag längst mehr als nur ein Benutzername. Er steht für die eigene digitale Identität auf der Konsole, im Multiplayer und inzwischen auch plattformübergreifend auf dem PC, in der Cloud und in anderen Diensten.
Umso größer war damals der Ärger, als Microsoft die maximale Länge vor einigen Jahren von 15 auf 12 Zeichen reduziert hatte.
Im aktuellen Test dürfen neue Gamertags laut Microsoft ab sofort wieder bis zu 15 Zeichen lang sein. Das Unternehmen reagiert damit nach eigener Aussage auf Rückmeldungen aus der Community, die sich mehr Freiraum für die eigene Online-Identität gewünscht hatte.
Neue Obergrenze gilt nicht für alle Gamertags
Ganz so einfach ist die neue Zeichenobergrenze allerdings nicht. Microsoft erlaubt ab sofort nur neuen, eindeutigen Gamertags mit bis zu 15 Zeichen, sofern sie auf lateinischen Schriftzeichen basieren.
Wer dagegen einen Namen wählt, der nicht eindeutig ist, bekommt laut Microsoft wie bisher eine Zahl zur Unterscheidung angehängt. Dann bleibt es weiterhin bei maximal 12 Zeichen.
Genau an diesem Punkt dürfte sich für viele Nutzer entscheiden, wie viel die Änderung im Alltag wirklich bringt.
Denn viele kurze oder besonders gefragte Namen sind längst vergeben. In der Praxis bleiben deshalb oft nur Varianten mit Nummernsuffix. Der Test bringt den früheren Spielraum also nur zum Teil zurück.
Warum Microsoft diesen Schritt jetzt geht
Eine ausführliche Erklärung dafür, warum Microsoft den Grenzwert damals gesenkt hat und ihn nun wieder anhebt, gibt es bisher nicht. Möglich sind technische Gründe oder Vorgaben, die über mehrere Systeme hinweg gelten, weil Xbox-Profile heute auf Konsole, PC, in der Cloud und teils auch auf Drittplattformen sichtbar sind.
Interessant ist vor allem, welches Signal von diesem Test ausgeht.
Selbst solche Details wie Änderungen an Nutzernamen gehören inzwischen zur Spieleridentität. Durch Crossplay und vernetzte Systeme ist der eigene Name im Netz heute viel sichtbarer. Und damit auch wichtiger als noch vor ein paar Jahren.
Weitere Neuerungen im Update
Die Preview-Version hat nicht nur längere Gamertags im Gepäck.
Microsoft testet laut eigener Aussage außerdem Cloud-Gaming für Game-Pass-Titel, und zwar schon während ein Update installiert wird. Dazu kommt, dass Xbox-360-Erfolge in modernen Spiele-Hubs besser eingebunden werden sollen.
Außerdem will Microsoft es einfacher machen, Spiele auf die Wunschliste zu setzen.
Die ersten Reaktionen in Foren wie Reddit fallen überwiegend positiv aus. Viele Spieler freuen sich über die Rückkehr der 15 Zeichen, auch wenn das Ganze vorerst nur mit Einschränkungen gilt. Ob Microsoft die Funktion nach dem Insider-Test für alle freigibt, ist noch offen.