Palm OS im iPhone-Design

Ein Grund für den Verkaufserfolg des iPhone ist sicherlich die ästhetische Benutzeroberfläche. Seit dem mobilen Markteintritt von Apple versuchen zahlreiche Hersteller, das viel gerühmte Bedienkonzept zu kopieren. Egal ob Pocket PCs wie dem HTC Touch oder Smartphones wie dem Samsung F700: Alle schauen sich Design-Kniffe von Apples Multimediatelefon ab.

Abgekupfert wird jedoch in beide Richtungen: Für das iPhone hat Apple selbst auf Entwicklungen anderer zurückgegriffen. Den Touchscreen hat Palm beispielsweise im mobilen Markt erst populär gemacht. Und so verwundert es kaum, dass findige Programmierer die iPhone-Oberfläche auf dem etwas in die Jahre gekommene Palm OS nachbilden.

TouchLauncher beispielsweise packt einen Programmstarter mit iPhone typischen Icons auf den Home-Bildschirm. Neben dem opulenten optischen Eindruck kann man die Verknüpfungen zu Programmen nach eigenem Gusto zusammenstellen.

Wem iPhone-Design und schnittige Grafik alleine nicht genügt, der sollte sich Treobble näher anschauen. Mit der kostenlosen Software ruft man bei Palm Smartphones Kontakte aus dem Adressbuch im Stile des Apple-Verkaufsschlagers auf und startet Anrufe, SMS sowie E-Mails.

Nokia Forum in Barcelona

Das Team von Nokia Forum hat nach Barcelona zu einem Innovation Seminar eingeladen. Hauptthemen der Veranstaltung waren neue Technologien und Trends in der mobilen Kommunikation. Wir hForum Nokia Seminar in Barcelona, 26-27 Mai 2008aben das Seminar besucht und dabei allerhand Interessantes über die Zukunft mobiler Technologien erfahren.

Mit den Problemen des 3G-Mobilfunknetzes beschäftigt sich Dr. Frank Fitzek von der dänischen Universität Aalborg. Durch immer neue Dienste wie WLAN und HSDPA steigt der Energiebedarf mobiler Geräte – die Batterielaufzeit nimmt tendenziell ab. Um den steigenden Energiebedarf zu stoppen, schlägt Dr. Fitzek als Lösungsweg cooperative mobile networks in einem zukünftigen 4G-Netz vor. Nach diesem Modell sollen sich Handys unabhängig von der Funkzelle des Netzbetreibers zu so genannten wireless grids im Nahfunkbereich zusammenschließen. Je nach Anzahl der teilnehmenden Handys liegt das Energie-Einsparpotenzial für Anwendungen wie Handy-TV und Datenverbindungen bei weit mehr als 50 Prozent.

Dr. Paul Coulton bei dem Nokia Forum in BarcelonaDr. Paul Coulton von der Universität Lancaster untersucht das Phänomen: Generation “C”. Unter diesem Begriff fallen die Nutzer mobiler Kommunikationsmittel unter dreißig. Diese Generation ist mit mobiler Telekommunikations- und Unterhaltungstechnik groß geworden und gestaltet aktiv die Dienste und das Wesen der Online-Gesellschaft mit. Deswegen sollten sich mobile Anwendungen möglichst gut an die sozialen und spielerischen Bedürfnisse des Anwenders anpassen. Als Beispiele für solche gemeinschaftsstiftende Software sieht Dr. Coulton Nokia Sensor und die Foto-Handysoftware m3dcam.

Das für Anwender und Hersteller gleichermaßen attraktive Thema GPS-Navigation und ortsbezogene Softwaredienste ist das Spezialgebeit von Tom Tierney von Navteq. Seiner Meinung nach greifen Handynutzer immer öfter auf Routenführer wie Google Maps oder Nokia Maps zu. Mehr als 20 Millionen Nutzer haben mobiles Kartenmaterial von Navteq 2007 online abgerufen. GPS- und ortsbezogene Kartendienste erfreuen sich auch bei den Entwicklern großer Beliebtheit: Mehr als 70 neue Anwendungen erwartet Tierney alleine für die Symbian-Plattform in diesem Jahr.

Knut Yrvin von Trolltech beschreibt Entwicklungsstrategien für plattformübergreifende mobile Anwendungen. Statt die Zuhörer allerdings über grundsätzliche Anforderungen an die Software-Entwicklung für mehrere Betriebssysteme aufzuklären, verkommt sein Vortrag zu einer Lobeshymne auf die firmeneigene Entwicklungsumgebung “Qt”.

Die Innovation Seminare des Nokia Forum bieten eine interessante Plattform für den Gedankenaustausch über die Zukunft der Mobiltechnologie. Gute Organisation, interessante Vorträge und ein breites Spektrum an Teilnehmern bestätigen den von Nokia verfolgten Community-Gedanken.

Wie gefährlich sind Handyviren?

Viren, Würmer, Trojaner und andere Schädlinge gibt es auf dem PC zuhauf. Für Windows-Anwender gehören daher eine gute Firewall und Anti-Virus-Software zu den Pflichtprogrammen. Seit Jahren warnen Experten vor der zunehmenden Handyvirus Skulls in AktionGefahr von Viren für Mobiltelefone. Erste in “freier Wildbahn” aufgetretene mobile Parasiten wie CommWarrior, Skulls und Cabir schüren die Angst vor Handyviren zusätzlich. Wir zeigen wie Schädlinge auf das Handy gelangen und wie man sich vor dem digitalen Ungeziefer schützt.

Mobiltelefone unterteilt man allgemein hin in zwei Klassen: in normale Handys und so genannte Smartphones. Der Unterschied besteht in dem von dem Gerät verwendeten Betriebssystem. Einfache Handys kommen mit einem geschlossenen herstellerspezifischen Betriebssystem daher und führen allenfalls Java-Programme in einer virtuellen Maschine aus. Continue reading “Wie gefährlich sind Handyviren?”

Tückisch: Abgleich zwischen Outlook und Windows Mobile

Outlook in AktionWindows-Mobile-Geräte beherrschen den Abgleich von Outlook-Daten mit dem mobilen Rechner normalerweise problemlos. Rein nach dem Motto: “Microsoft arbeitet eben immer noch am Besten mit Microsoft”. Viele denken, der Datenabgleich zwischen der mobilen Office-Variante und der PC-Seite sei perfekt aufeinander abgestimmt.

Dass dem nicht immer so ist, stellen vor allem Nutzer älterer Windows-Mobile-Versionen täglich fest. Word-, Excel- und PowerPoint-Dokumente kann man auf dem Mobilen teilweise nur in eingeschränkter Form ansehen, bearbeiten und speichern. Auf dem kleinen Display falsch dargestellte Seitenlayouts und fehlende Grafikelemente vergraulen schnell den Spaß am mobilen Office.

Outlook DetailansichtMit Windows Mobile 6 hat Microsoft einen Großteil dieser Schwächen ausgemerzt, doch gerade bei dem Datenabgleich von Kontakt-, Termin- und Kalendereinträgen unterstützt Windows Mobile immer noch nicht alle Finessen des mächtigen Microsoft Outlook. Das größte Manko hier: Der Abgleich dieser Daten gelingt nur vollständig in den von Microsoft vorgegebenen Standard-Ordnern. Wer weitere Ordner für Kontakte, Kalender und Termine nutzt, kommt nicht in den Genuss des bequemen Datenabgleichs zwischen Mobilen und PC.
PocketMirror in Aktion

Diesen Tücken begegnet man am besten mit einer vorausschauenden Outlook-Planung. Ist das Kind mit mehreren zu synchronisierenden Ordnern allerdings schon in den Brunnen gefallen, muss man nicht verzweifeln. Die Windows-Software PocketMirror Professional bügelt die meisten Beschränkungen bei dem Datenabgleich aus: Der Helfer synchronisiert auch Daten in nicht vorgegebenen Verzeichnissen zwischen Outlook und Windows Mobile.

Wie kommt Java-Software auf das Handy

Installation von Java-Software via BluetoothHandys sind eine immer wichtigere Plattform für Software- und Spiele-Hersteller. Um eine möglichst breites Publikum anzusprechen, wählen viele Entwickler Java als betriebssystemunabhängige Programmiersprache. Speziell für mobile Geräte wie Handys gibt es die so genannte Java Platform 2, Micro Edition oder kurz J2ME.

Unzählige Anwendungen für Java-Handys stehen inzwischen bereit. Von Spielen bis hin zu Google Maps und anderen Routenplanern reicht die Bandbreite an Software. Doch wie kommt eigentlich Java-Software auf das Handy? Wir erklären kurz die vier gängigsten Installationswege für Java-Anwendungen:

  • Direktinstallation per WAP-Push: Bei dieser Variante fordert der Anwender eine Java-Software per Kurzmitteilung von einem Servicedienstleister an. Nach einer erneuten Bestätigung via SMS schickt der Anbieter eine MMS mit angehängter Datei direkt auf das Mobiltelefon.
  • Der direkte Download aus dem Internet: Der Anwender lädt mit dem mobilen Web-Browser eine so genannte JAR- oder JAD-Datei direkt aus dem Internet auf das Mobile.Screenshot Nokia PC Suite
  • Installation mit der PC-Software des Geräte-Herstellers: Viele Hersteller wie Nokia und Sony Ericsson legen ihren Geräten spezielle Software bei, mit denen man via Bluetooth oder Kabel die Dateien auf das Handy überträgt. Andere Hersteller wie beispielsweise Motorola liefern hingegen in der Regel keine eigenen Transferhelfer mit oder verlangen eine Extra-Gebühr.
  • Dateitransfer auf einer Speicherkarte: Nachdem man die Java-Software auf den PC geladen hat, überträgt man die Datei(en) auf eine handy-kompatible Speicherkarte. Über den eingebauten Dateimanager des Mobilen startet man den Installationsprozess. Nachteil bei dieser Variante: Viele Handy-Dateimanager erlauben nur den Zugriff auf bestimmte Verzeichnisse auf der Speicherkarte, sodass man genau wissen muss, in welchen Ordner man die Installationsdateien ablegt.

Bei einigen Handys unterbinden manche Hersteller wie Samsung ganz bewusst die anwenderseitige Installation von Java-Software. Bei solchen Geräten bleibt dann lediglich die Direktinstallation per kostenpflichtem WAP-Push. Wer tiefer in die Thematik einsteigen möchte, dem sei Nepomuk Karbachers Diplomarbeit “Mobile Programmierung und Softwareentwicklung in Java und J2ME” wärmstens empfohlen.

Durchbruch für Handy-TV zu der Fußball-EM?

Schon zu der Fußball Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland hatten Experten das Handy-TV schön geredet: Das mobile Fernsehen sollte das Turnier der 32 besten Fußball-Mannschaften im deutschsprachigen Raum live und überall übertragen. Daraus wurde allerdings nichts. Stadionatmosphäre suchte man bei der WM 2006 auf deutschen Handys vergeblich.

Das Scheitern war allerdings vorprogrammiert: Die Netzbetreiber wollten vor zwei Jahren Handy-TV zur Fußball-EM per UMTS und Pay-per-View kräftig zur Kasse bitten. Bei dem so genannten Broadcasting von digitalen Fernsehkanälen speziell für mobile Geräte lieferten sich die Standards DMB und DVB-H einen Norm-Krieg. Als einer der Ersten wollte debitel mit dem in Süd-Korea bereits erfolgreichen Standard DMB die Kassen klingeln lassen. Doch lückenhafte Netzabdeckung, die EU-Entscheidung für den DVB-H-Standard sowie nur ein DMB-taugliches Handy im Angebot zwangen das Angebot Ende April dieses Jahres in die Knie.

Zur Fußball-EM soll alles anders werden: Mit dem breiterem Angebot an fernsehtauglichen Handys kommt jetzt vielleicht der große Durchbruch für das mobile Fernsehen. Wie sieht die Zukunft des Handy-Fernsehens aus? Zu der Umfrage im Softonic-Forum geht es hier.

Dufte Idee: Handys mit SMS-Stinkbomben

Der Geruchssinn gehört beim Menschen zu den archaischsten Sinnen. Wohl deswegen wollen Experten Düfte per Handy als die neue Killer-Applikation für mobile Endgeräte verkaufen. Das Institut für Sensorikforschung und Innovationsberatung hat in diesen Tagen ein entsprechendes Patent angemeldet: Diese Technik soll Handynutzern in Zukunft erlauben, Duftbotschaften an andere Mobiltelefone zu senden und selbst zu emfpangen.

“Dufte” Telefonate haben nur einen Haken: Man braucht Handys mit einem speziellen Chip, der die Gerüche wie in einem kleinen Chemielabor zusammenbraut und richtig dosiert freisetzt. Der Duftchip soll per SMS oder durch Programmbefehle in Spielen angesprochen werden. Das Beste: Um ungewollte Duftmarken beziehungsweise Geruch-Spam zu vermeiden, kann der Nutzer ankommende Duftnachrichten akzeptieren oder ablehnen.

Die Entwickler erhoffen sich vielfältige Einsatzbereiche: Von duftenden MMS-Grüßen über Werbechips mit Duftproben von Parfüms bis hin zu Spielen für Handy und PC, bei denen die Düfte für ein besonderes Spielerlebnis sorgen. Die so genannten Dufttechnologien stecken noch in den Kinderschuhen und lassen bei mir unbehagliche Assoziationen mit Adlous Huxleys Roman “Schöne neue Welt” hochkommen. Von mir aus kann der Traum von duften Handygesprächen gerne noch eine ganze Weile Zukunftsmusik bleiben.

Treos und Centro: die besseren Smartphones?

Auch wenn viele Windows-Mobile-Jünger es abstreiten mögen: Das etwas in die Jahre gekommene Konkurrenz-Betriebssystem Palm OS hat in mancher Hinsicht immer noch die Nase vorne. Palm OS punktet mit einem gradlinigen und anwenderfreundlichen Bedienkonzept. Darüber hinaus kommt es mit weniger Hardware-Ressourcen aus und läuft rasend schnell. Zugegeben, es gibt weniger Eye-Candy wie regenbogenfarbene Menüleisten oder sich drehende Sanduhr-Symbolräder. Aber, wer braucht sowas?

Natürlich kommt jetzt das Totschlag-Argument: Palm OS beherrscht im Gegensatz zu Windows Mobile kein echtes Multitasking! Das stimmt. Aber wozu brauche ich bitteschön Multitasking auf meinem Smartphone? In 99,9 Prozent der Fälle habe ich immer nur eine Anwendung gleichzeitig auf meinem Handy laufen. Ich kenne auch niemand, der während eines Telefonats Audiodateien konvertiert und gleichzeitig eine Datei aus Internet auf das Smartphone herunterlädt.

Ich will damit nicht bestreiten, dass Palm so schnell wie möglich ein neues Betriebssystem präsentieren muss. Sonst versinkt der Pionier auf dem Markt der mobilen Computer spätestens mit dem Erscheinen der Google Konkurrenz-Plattform Android wahrscheinlich für immer in der Versenkung.

Den Zahn der Zeit merkt man dem Palm OS an der werkseitig dürftigen Unterstützung mancher Anwendungsbereiche wie Multimedia und Bluetooth dann doch an. Doch Dank einer aktiven Entwicklerszene wetzt man diese Defizite mit einem reichen Fundus erhältlicher Software aus. Continue reading “Treos und Centro: die besseren Smartphones?”

Skype für Java-Handys ohne Telefonie

Seit Jahren warten Skype-Jünger auf eine mobile Variante des praktischen VoIP-Programms. Jetzt ist es soweit: Skype bietet seit dem vergangenen Wochenende eine Beta-Version für zirka 50 verschiedene Java-Handys an. In Sachen Internettelefonie enttäuscht das Angebot allerdings. Telefonate in deutschsprachigen Mobilfunknetzen sind noch nicht möglich. VoIP-Gespräche bietet Skype in der ersten Ausbaustufe bislang nur in den Ländern Brasilien, Dänemark, Estland, Finnland, Großbritannien, Polen und Schweden an.  Da bleibt nur der Chat für den Kontakt zu Familie und Freunden.

Die fehlende Telefonie-Funktion für den deutschsprachigen Raum hinterlässt einen faden Beigeschmack. Vielleicht will sich Skype zunächst mit den Netzbetreibern in Deutschland, Österreich und der Schweiz über eine gemeinsame Strategie beraten. Denn die Konkurrenz durch die Internettelefonie dürfte den meisten klassischen Mobilfunkanbietern alles andere als schmecken. Mit VoIP steigen zwar die Einnahmen durch Datenverbindungen, aber das geht zu Lasten der Haupteinnahmequelle der Betreiber, den Sprachverbindungen. Bleibt nur zu hoffen, dass beide Seiten eine anwenderfreundliche Lösung finden, die nicht den Anwender mit hohen Gebühren oder reduziertem Funktionsumfang “bestraft”.

Mit Vollgas voraus: Top-Rennspiele für Handys

Obwohl ich kein echter Formel-Eins-Fan bin, erwischt mich als chronisches Spielkind doch von Zeit zu Zeit das Rennfieber. C-64-Urgesteine wie Rally Speedway und Klassiker wie Need for Speed, Colin Mc Rae Rallye und TrackMania Forever gehören auf dem PC zu meinen Favoriten.

Selbstverständlich gehe ich auch mit dem Handy ab und an auf die Jagd nach der Rundenbestzeit. Daher habe ich eine kleine Sammlung an Top-Rennspielen für mobile Raser zusammengetragen:

  • Snow Rally City Stage wirft den Turbolader auf Java-Handys an. Bei dem grafisch imposanten Rennspiel rast der Spieler im Cockpit eines Rallye-Flitzers durch dreidimensionale Häuserschluchten, immer auf der Jagd nach einem Platz auf dem Siegertreppchen.
  • StreetRacer bringt heiße Verfolgungsjagden mit der Polizei auf BlackBerrys. Als ausgebuffter Autoschieber flüchtet man mit Vollgas vor dem Arm des Gesetzes im O.J.-Simpson-Stil über den Highway. Continue reading “Mit Vollgas voraus: Top-Rennspiele für Handys”