Die Filmreihen Dune, Die Tribute von Panem, Fast & Furious und Jumanji bewegen sich mit ihren aktuellen Handlungsbögen gerade ziemlich klar auf einen Schlusspunkt zu.
Bei mehreren der erfolgreichsten Reihen der vergangenen Jahre dürfen Sie also mit einem echten Finale rechnen. Das heißt noch nicht, dass diese Universen komplett verschwinden. Aber die jetzige Form mit den bekannten Figuren, Teams oder den kreativen Köpfen, die man damit verbindet, dürfte in den kommenden Jahren auslaufen.
Für die Studios ist das ein heikler Punkt. Sie brauchen starke Marken, müssen aber gleichzeitig auf eine wachsende Franchise-Fatigue reagieren.
Dune und Die Tribute von Panem
Bei Dune ist die Lage noch am klarsten. Nach dem Erfolg der ersten beiden Kinofilme befindet sich laut Studio- und Beteiligtenangaben ein dritter Teil in Arbeit, der Dune Messiah verfilmen soll.
Gedacht ist das Ganze als Trilogie, und Regisseur Denis Villeneuve hat mehrfach durchblicken lassen, dass das wohl sein letzter Dune-Film sein wird. Für Sie hat das zwei Seiten: Einerseits gibt es die Gewissheit, dass die Saga nicht endlos weitergezogen wird. Andererseits endet damit wohl auch eine der prestigeträchtigsten Science-Fiction-Reihen der Gegenwart.
Bei Die Tribute von Panem ist die ursprüngliche Geschichte schon lange erzählt. Katniss Everdeens Bogen wurde bereits mit Mockingjay abgeschlossen, das Franchise lebt inzwischen aber durch Prequels weiter.
Der nächste Film, The Hunger Games: Sunrise on the Reaping, soll laut Studioangaben am 20. November 2026 in die Kinos kommen. Wie weit dieses Universum danach noch ausgebaut wird, hängt vor allem daran, ob Autorin Suzanne Collins weiteren Stoff in Romanform nachliefert.
Fast & Furious und Jumanji
Bei Fast & Furious läuft alles auf das Ende der Hauptreihe hinaus. Das große Finale ist nach Angaben der Studios und Beteiligten derzeit unter dem Titel Fast Forever für 2028 geplant.
Fast X hat vor allem international noch solide Zahlen gebracht. Das enorme Budget hat allerdings erneut die Frage aufgeworfen, wie belastbar selbst riesige Marken wirtschaftlich eigentlich noch sind. Gerade bei Reihen, die seit vielen Jahren laufen, wird der schmale Grat zwischen Eventkino und Übersättigung immer schmaler.
Vor einem ähnlichen Punkt steht auch Jumanji. Dwayne Johnson hat bereits gesagt, dass der nächste Film das letzte Kapitel für die aktuelle Besetzung und diese Storyline sein soll.
Das fällt auf, weil die moderne Jumanji-Neuauflage ein gewaltiger Erfolg war. Die beiden bisherigen Filme nahmen laut Studioangaben weltweit zusammen mehr als 1,7 Milliarden US-Dollar ein. Trotzdem wirkt auch hier ein klar gesetzter Abschluss wahrscheinlicher als eine weitere Verwässerung der Marke.
Was die Abschlüsse für Hollywood bedeuten
Diese möglichen Finals gehören in die größere Debatte über Franchise-Fatigue. Sequels, Spin-offs und Reboots bestimmen die Strategien der Studios zwar weiterhin, doch die gemischten Box-Office-Ergebnisse zeigen unter anderem, dass bekannte Namen allein nicht mehr automatisch reichen.
Hinzu kommt ein internationaler Markt, der sich gerade verschiebt. Vor allem China bleibt für Blockbuster entscheidend, gleichzeitig wächst dort das Interesse an lokalen Produktionen.
Dadurch verliert das frühere, ziemlich verlässliche globale Franchise-Modell an Stabilität. Gleichzeitig verändert Streaming die Erwartungen des Publikums. Wer zuhause permanent neue Inhalte bekommt, geht nur noch für echte Eventfilme ins Kino. Für Hollywood sind diese kommenden Abschlüsse deshalb nicht bloß Enden. Sie sind auch ein Test dafür, wie sich die größten Marken in Zukunft überhaupt noch weitererzählen lassen.