Warner Bros. hat Hogwarts Legacy 2 im September 2024 für bisher nicht näher benannte Plattformen angekündigt. Seit dieser offiziellen Bestätigung durch Warner Bros. Games ist klar, dass die Fortsetzung in Arbeit ist, auch wenn der endgültige Titel, handfeste Gameplay-Details und ein Releasetermin weiter fehlen. Hogwarts Legacy selbst wurde nach dem Start im Februar 2023 zu einem der größten Spieleerfolge der letzten Jahre: Laut Warner Bros. Games wurden weltweit mehr als 40 Millionen Exemplare verkauft, dazu kam Platz eins unter den meistverkauften Games des Jahres 2023 und mehrere neue Rekorde für Warner Bros. Games.
Offiziell bestätigt, aber noch ohne Termin
Für Warner Bros. ist die Marke nach eigenen Angaben inzwischen ein fester Bestandteil der langfristigen Gaming-Planung. Der Erfolg von Hogwarts Legacy hat nach Darstellung von Warner Bros. Games auch dazu beigetragen, Harry Potter zu einer von vier Spielemarken des Konzerns zu machen, die die Milliardenmarke geknackt haben.
Manager des Unternehmens haben in den vergangenen Monaten immer wieder auf den hohen Wiederspielwert verwiesen und darauf, dass das Interesse der Spielerschaft nicht abreißt.
Der Nachfolger steht dabei wohl kaum für sich allein. Warner Bros. hat bereits angedeutet, dass es Verbindungen zur kommenden Harry-Potter-Serie von HBO geben könnte. Nach aktuellem Stand könnte sie Ende 2026 anlaufen.
Das deutet eher auf einen Plan hin, bei dem Serie und Spiel parallel aufgebaut werden und sich gegenseitig anschieben.
Dazu kommen Gerüchte aus der Branche, wonach das Spiel bei einem PlayStation-State-of-Play-Event auftauchen könnte, auch wegen der früheren Marketing-Partnerschaft mit Sony. Als möglicher Release-Zeitraum fallen in Spekulationen oft die Jahre 2027 oder 2028. Bestätigt ist davon bisher nichts.
Fans erwarten mehr als eine größere Neuauflage
Die Wunschliste der Fans ist lang. Viele hoffen nicht einfach auf eine größere Neuauflage des ersten Teils, sondern auf ein Spiel mit Moralsystem, tieferen Beziehungen zu NPCs, Unterrichtsstunden, die mehr sind als bloße Kulisse, Quidditch und Entscheidungen, die die Geschichte wirklich spürbar verändern.
Manche Spieler wünschen sich zum Beispiel eine erwachsenere Auroren-Detektivgeschichte. Andere hätten lieber einen Plot rund um das Trimagische Turnier. Ebenfalls oft genannt wird ein Setting in den 1940er-Jahren, also in der Ära von Tom Riddle. Erzählerisch könnte das deutlich düsterer und politischer werden.
Neues Setting als Chance für eine eigene Identität
Vor allem beim Schauplatz sehen viele die beste Gelegenheit für einen echten Neustart. Die meisten Fan-Theorien landen bisher zwar wieder in Großbritannien oder wenigstens irgendwo in Europa.
Dabei gibt das Wizarding-World-Universum deutlich mehr her: Uagadou in Afrika, Mahoutokoro in Japan oder Castelobruxo in Brasilien etwa. Im Spielebereich sind diese Schulen bislang kaum erkundet.
Genau so ein Ortswechsel könnte Hogwarts Legacy 2 klarer vom ersten Spiel abheben. Neue Kreaturen, andere Zaubertraditionen und Architektur, die man in dieser Reihe bisher nicht gesehen hat, würden der Fortsetzung die Frische geben, die viele Fans seit Monaten einfordern.
Berichten zufolge entstand das Hogwarts-Schloss im ersten Spiel mit einem vergleichsweise kleinen Team und unter engem Budgetrahmen. Neue Stellenanzeigen von Avalanche Software deuten nun darauf hin, dass der Nachfolger größer ausfallen könnte und womöglich auf Unreal Engine 5 setzt.