Sony macht den PlayStation Store auf der PlayStation 3 und der PlayStation Vita dicht. Nach Angaben des Unternehmens startet die Abschaltung ab August 2026 zunächst in ausgewählten Ländern.
PlayStation Store auf PS3 und PS Vita: So sieht der Zeitplan aus
Sony zieht den Stecker nicht überall gleichzeitig, sondern Schritt für Schritt. Den Anfang machen laut Sony im August 2026 Mexiko, Honduras und Nicaragua.
Später im Jahr 2026 sollen dann weitere Länder in Lateinamerika sowie im Nahen Osten folgen.
Für den weltweiten Abschluss nennt Sony derzeit Juli 2027. Eine komplett ausformulierte Übersicht mit allen Ländern und Terminen hat das Unternehmen bisher allerdings noch nicht veröffentlicht.
Gerade für Teile Europas und Asiens bleibt nach dem bisherigen Stand also offen, wann die Stores dort genau offline gehen.
Bereits gekaufte Inhalte bleiben erst einmal verfügbar
Für bestehende Kundinnen und Kunden heißt das: Bereits gekaufte Inhalte lassen sich laut Sony auch nach der Schließung vorerst weiter herunterladen. Ab dem jeweiligen Abschalttermin sind neue Käufe digitaler Spiele, DLCs und anderer Inhalte laut Sony aber nicht mehr möglich.
Als Begründung verweist Sony darauf, dass die älteren Plattformen heutige E-Commerce- und Zahlungsstandards nicht mehr ausreichend abbilden. Gleichzeitig will der Konzern mehr Ressourcen auf aktuelle Hardware wie die PlayStation 5, also die PS5, lenken.
Was die Schließung für Spieler heißt
Für viele Nutzer dürfte vor allem der Zugriff auf den Katalog wegfallen. Besonders hart trifft es rein digitale Titel, kleinere Indie-Releases und Spiele, die nie auf Disc oder Modul erschienen sind.
Nach der Schließung können neue Käufer diese Titel nicht mehr legal erwerben, außer sie werden auf moderne Plattformen portiert oder auf anderem Weg erhalten.
Gerade auf der PS Vita gibt es etliche Nischenspiele und experimentelle Veröffentlichungen, die ohne laufenden Store faktisch vom Markt verschwinden. Damit dürfte auch die Debatte um digitales Eigentum und die Bewahrung von Videospielen wieder Fahrt aufnehmen.
Zweiter Anlauf nach dem Rückzieher 2021
Schon 2021 hatte Sony angekündigt, die Stores für PlayStation 3 und PS Vita zu schließen. Nach deutlicher Kritik aus der Community, vor allem mit Blick auf den Erhalt älterer Spiele und die immer kleiner werdenden legalen Kaufmöglichkeiten, ruderte das Unternehmen teilweise zurück.
Jetzt greift Sony diese Linie wieder auf, diesmal mit mehr Vorlauf und einer gestaffelten Umsetzung. Für Besitzer beider Plattformen zählt damit vor allem eins: Wer in seiner Bibliothek noch Lücken schließen will, sollte die Fristen in der jeweiligen Region genau im Auge behalten.
Teil eines größeren Branchenwandels
Die Ankündigung fügt sich in eine breitere Entwicklung der Spielebranche, in der Vertriebsmodelle immer stärker digital geprägt sind. Sony hatte außerdem erklärt, ab Januar 2028 die Produktion physischer Spielediscs für neue Veröffentlichungen einzustellen.
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