20 Prozesse, die Sie abschießen können

Im Taskmanager listet Windows alle Prozesse auf. Unter den Ressourcen-Verbrauchern finden sich nützliche und überflüssige. Aber welche Prozesse kann man ohne Sorgen beenden und Arbeitsspeicher frei machen? Wir zeigen Ihnen 20 Prozesse, die Ihr PC nicht braucht.

Die Prozesse haben wir in die Kategorien Quickstarter, Software-Updates, Prozesse von Hardware-Herstellern, Software-Prozesse und Windows-Prozesse eingeteilt. Dazu gibt es jeweils eine kurze Erklärung.

Wie Sie Ressourcenfresser finden und beenden, erklären wir in diesem Artikel.

Wie Sie Prozesse aus dem Autostart entfernen, können Sie hier nachlesen.

Quickstarter

Quickstarter laden Teile des Programm vor für den Fall, dass der Nutzer das Programm später öffnet. Falls Sie diese Programme aber nicht häufig öffnen und schließen, können Sie auf die Prozesse verzichten.

  • reader_sl.exe gehört zum Adobe Reader und steht für Adobe Acrobat Speed Launcher. Beschleunigt den Start des Readers, ist aber nicht notwendig.
  • jqs.exe beschleunigt den Start fast aller Software, die mit Java arbeitet. Der Java Quick Starter ist nicht wirklich nötig.
  • Osa.exe lässt Office-Programme unter Windows XP schneller starten und verankert einige Office-Funktionen im Startmenü. Für regelmäßige Office-Nutzer ist die Office Source Engine interessant. Sonst nicht.
  • soffice.exe erfüllt den selben Zweck wie Osa.exe – allerdings für die Office-Pakete StarOffice und OpenOffice.

Software-Updates

Update-Manager überprüfen in regelmäßigen Abständen, ob eine neue Version des entsprechenden Programms verfügbar ist. Um Arbeitsspeicher zu sparen, können Sie die Update-Optionen im Programm ändern und regelmäßig aus dem Programm heraus nach Updates suchen. Zwischenzeitlich können Sie diese Prozesse einfach schließen.

  • AdobeARM.exe gehört zu Adobe Acrobat und zum Adobe Reader. Der Prozess läuft im Hintergrund und sucht nach Updates für die Adobe-Produkte.
  • AAM Update Notifier.exe kommt mit Adobe Creative Suite-Produkten auf den PC. Der Prozess verwaltet Updates für mehrere Adobe-Programme.
  • Jusched.exe heißt mit vollem Namen Java Update Scheduler. Der Prozess überprüft einmal im Monat, ob es ein neues Update für Java gibt. Ziemlich selten für einen Prozess, der immer läuft.
  • DivXUpdate.exe läuft im Hintergrund und sucht nach Updates für DivX Plus. Den Updater kann man einfach beenden, er startet sich mit jedem DivX-Programm ohnehin selbst.

Prozesse von Hardware-Herstellern

Hardware-Hersteller liefern meist die passende Software und Treiber zu ihren Geräten gleich mit. Viele nette Zusatzfunktionen kommen ungefragt ebenfalls mit auf den Rechner, gebraucht werden sie in den meisten Fällen aber nicht.

  • NeroCheck.exe sucht nach Treibern, die Konflikte mit Nero, Nero Express oder NeroVision Express auslösen könnten. Diesen Dienst können Sie auch manuell starten, falls nötig.
  • HKCMD.exe kommt mit Intel-Hardware auf den Rechner. Der Prozess lässt den Nutzer Tasten mit beliebigen Funktionen belegen, führt aber auch oft zu einem stockendem System. Unnötig.
  • atiptaxx.exe/ati2evxx.exe kommen mit ATI-Grafikkartentreibern auf den Rechner. Die Prozesse bieten einen schnelleren Zugriff auf die Grafikkarten-Einstellungen über die Taskbar oder individuelle Tastenbelegung. Unnötig.
  • RAVCpl64.exe steht für Realtek HD Audio Manager. Der Prozess erkennt, welche Audio-Geräte an den Rechner angeschlossen werden – etwa Kopfhörer oder ein Mikrophon. Bequem, die Geräte werden aber auch ohne den Prozess erkannt und funktionieren.
  • Nwiz.exe kommt normalerweise mit einer Nvidia Grafikkarte auf das System. Wer Nvidia nView-Funktionen nutzt, braucht den Prozess. Ansonsten unnötig.
  • CCC.exe steht für ATI Catalyst Control Centre. Für Gamer und Nutzer mit höheren Ansprüchen an die Grafik-Einstellungen des PCs sicher interessant. Für alle anderen nicht unbedingt notwendig.
  • SynTPEnh.exe findet auf vielen Laptops Verwendung und bringt Treiber für Touchpads mit. Diese kann Windows aber auch bereitstellen. Zudem ist Synaptics TouchPad Enhancements für Stabilitätsprobleme bekannt.

Software-Prozesse

Neben Updates bieten viele Programme auch nützliche und weniger nützliche Dienste im Hintergrund an. Ob man wirklich zu jeder Anwendung einen Button in der Startleiste braucht, bleibt jedem selbst überlassen.

  • winampa.exe bringt Winamp rechts unten in der Taskleiste unter und passt auf, dass keine anderen Programme mit Media-Inhalten verknüpft werden. Braucht kein PC.
  • iTunesHelper.exe/iPodService.exe arbeitet im Hintergrund für iTunes und Quicktime. Falls der Prozess ohne diese Programme läuft, kann er getrost beendet werden – iTunes startet ihn selbst, falls er nötig wird.
  • OSPPSVC.exe kommt mit Microsoft Office 2010 auf den Rechner. Die Office Software Protection Plattform überprüft, ob Office noch eine gültige Lizenz besitzt.

Windows-Prozesse

Auch Windows bringt eine Reihe von interessanten und gleichzeitig ressourcenintensiven Prozessen mit. Entscheiden Sie selbst.

  • Sidebar.exe macht die praktischen Widgets unter Windows 7 und Vista möglich. Frisst aber auch einiges an Arbeitsspeicher. Wer die Widgets nicht nutzt, kann Sidebar.exe beenden.
  • wmpnetwk.exe sucht im Netzwerk nach Media-Dateien, um sie in den Windows Media Player einzupflegen. Wer den Media Player nicht nutzt, oder die Suche nach neuen Dateien nicht will, beendet den Dienst.

Hier finden Sie mehr Prozesse und Erklärungen

Wenn Sie weitere Fragen zu Prozessen und ihren Funktionen haben, können Sie verschiedene Datenbanken dazu konsultieren. Aber Achtung: Die meisten Datenbanken werden von Nutzern gefüllt, Sie sollten deshalb immer mehrere Quellen zu Rate ziehen.

  • I am not a geek – englischsprachig zu Prozessen und ihren Gefahren
  • Neubert – auf Englisch; auch auf Deutsch, aber mit weniger Inhalten, ohne Suchfunktion
  • Searchtasks – auf Englisch, mit Suchfunktion und Empfehlungen zu Prozessen
  • Processlibrary.com – Prozessdatenbank auf Deutsch, mit Suchfunktion

Mehr zum Thema Windows-Prozesse:

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Wenn der PC wieder einmal stockt, kann das viele Ursachen haben. Häufigste Systembremse: Programme, die im Hintergrund laufen und fleißig Speicher und Rechenleistung verbrauchen. Wir zeigen Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Ressourcenfresser in Windows 7 finden und los werden.

In unserem Artikel finden Sie eine Liste mit 20 Prozessen, die Sie ohne Bedenken beenden können.

1. Taskmanager starten

Um eine Übersicht über alle laufenden Prozesse zu bekommen, öffnen Sie den Taskmanager mit der Tastenkombination STRG+ALT+ENTF. Jetzt klicken Sie auf den letzten Button Taskmanager starten. Alternativ öffnen Sie den Taskmanager über das Menü mit Rechtsklick auf die Taskleiste.

2. Programme und Prozesse identifizieren

Im Taskmanager wählen Sie den Reiter Prozesse. Hier listet Windows alle laufenden Prozesse inklusive Prozessor- und Arbeitsspeicherverbrauch auf. Klicken Sie auf den Reiter Arbeitsspeicher, um alle Prozesse nach ihrem RAM-Verbrauch zu sortieren. Unten im Fenster zeigt der Taskmanager, wieviele Ressourcen Ihr Computer insgesamt verbraucht.

3. Prozesse zuordnen

Jetzt können Sie die Liste von oben nach unten durchgehen und ressourcenhungrige Prozesse identifizieren. In der Beschreibung bietet Windows meistens eine ausreichende Erklärung, um welches Programm es sich handelt. Für kompliziertere Fälle können Sie in dieser Datenbank nachlesen, welcher Prozess wofür steht. Beachten Sie dabei: Die Datenbank listet sowohl den Windows-Prozess als auch mögliche Prozesse von Viren, die sich als Windows-Prozesse ausgeben.

Sobald Sie sich einen Überblick verschafft haben, können Sie überlegen, welche Prozesse wichtig sind und welche für Sie keinen Nutzen haben. Achtung: Beenden Sie keine Prozesse, deren Funktion Sie nicht kennen. Windows braucht Prozesse wie “svchost.exe”, “spoolsv.exe”, “lasass.exe”, “winlogon.exe” oder “services.exe”, um normal funktionieren zu können.

4. Prozess beenden

Wenn Sie sich sicher sind, welche Prozesse unnötig laufen, können Sie diese mit einem Klick auf Prozess beenden schließen. Hat dieser Prozess Ihr System ausgebremst, sollten Sie nun einen Unterschied bei der Geschwindigkeit merken.

5. Autostart überprüfen

Um zu verhindern, dass sich unerwünschte Prozesse mit jedem Neustart im Hintergrund öffnen, müssen Sie die Autostart-Optionen entsprechend anpassen. Die meisten Programme wie Skype, Wunderlist oder Chorme lassen in den Einstellungen dem Nutzer die Wahl, ob die entsprechenden Prozesse automatisch gestartet werden sollen oder nicht. Wie Sie alle Prozesse im Autostart sehen und bearbeiten können, erklären wir in unserem Tutorial.

6. Für Profis – Process Explorer

Wer ein mächtigeres Tool als den Task Manager sucht, kann unter Taskmanager> Leistung> Ressourcenmonitor weit mehr Informationen einsehen. Außerdem bietet Microsoft mit dem Process Explorer ein kostenloses Tool für Profis an.

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Aktive Prozesse im System beobachten

Erfahrene Windows-Nutzer bedienen den Windows Task Manager problemlos. Mit der Tastenkombination [STRG]+[ALT]+[DEL] ruft man den oft sehr wichtigen Helfer auf und schaltet mit ihm widerspenstige Windowsprozesse aus. Für unerfahrene PC-Nutzer hingegen bleibt der Task Manager oft ein Rätsel. Zu umfangreich scheinen die Möglichkeiten, die sich dort bieten. Oft weiß der Anwender auch nicht genau, welche Registerkarte für welches Problem genutzt wird.

Der Reiter Anwendungen zeigt die gerade aktiven Programme an, die nicht Teil des Betriebssystems sind. In der Registerkarte Prozesse sieht man alle vom System ausgeführten Prozesse. Das sind sowohl Systemprogramme als auch Anwendungen, die man selbst gestartet hat. Bei drohenden Programm-Abstürzen steuert man am besten direkt den Reiter Prozesse an. Continue reading “Aktive Prozesse im System beobachten”