Creative Assembly hat neue Details zum Fraktionsaufgebot der PC-Version von Total War: Medieval 3 veröffentlicht. Fest stehen bislang sechs Start-Fraktionen. Für weitere Kandidaten läuft parallel eine Community-Abstimmung.
Sechs Fraktionen zum Start bestätigt
Zum Start von Total War: Medieval 3 sind sechs Fraktionen gesetzt: das Königreich England, das Königreich Frankreich, das Heilige Römische Reich, das Byzantinische Reich, das Sultanat von Rum und das Königreich Jerusalem. Nach Angaben der Entwickler steckt hinter dieser Auswahl ein klarer Gedanke.
Ausschlaggebend seien historische Relevanz, der Wiedererkennungswert innerhalb der Epoche und vor allem die Frage, wie viel spielerische Eigenständigkeit eine Fraktion mitbringt. Es zählt also nicht bloß, wer im Mittelalter politisch oder militärisch Gewicht hatte. Entscheidend ist auch, wer sich auf der Karte und in den Systemen wirklich anders anfühlt.
Community-Abstimmung für weitere Start-Fraktionen
Zusätzlich hat Creative Assembly eine Umfrage gestartet. Dort können Sie über 23 weitere Kandidaten abstimmen. Das Studio will die Ergebnisse nach eigener Aussage in die endgültige Fraktionsauswahl zum Release einfließen lassen.
Der Schritt passt zur derzeitigen Kommunikationslinie rund um Total War: Medieval 3. Das Team spricht ungewöhnlich früh über zentrale Designfragen und macht dabei auch sichtbar, dass die Community bei solchen Themen mitreden soll.
Papal States nicht zum Launch spielbar
Besonders ins Auge fällt die Entscheidung gegen den Kirchenstaat als Start-Fraktion. Laut Creative Assembly ist der Kirchenstaat zwar auf der Kampagnenkarte vertreten, als regulär spielbare Fraktion fällt er zum Launch aber erst einmal weg.
Die Begründung: Ein spielbarer Kirchenstaat würde eigene, stark zugeschnittene Systeme brauchen. Genau dieser zusätzliche Entwicklungsaufwand würde im Moment zu viele Ressourcen verschlingen.
Als politische Macht verschwindet der Papst trotzdem nicht von der Bildfläche. Nach Angaben des Studios soll er weiter Einfluss auf Diplomatie und Konflikte nehmen.
Karte, Zeitraum und erste Kritik
Die Kampagne von Total War: Medieval 3 beginnt laut Creative Assembly im Jahr 1140 und deckt einen Zeitraum von rund 300 Jahren ab. Die Karte reicht von Iberien bis Bagdad und von Südskandinavien bis nach Nordafrika.
Damit nimmt Total War: Medieval 3 viele der bekannten mittelalterlichen Brennpunkte mit, zieht die Grenzen aber recht klar. Und genau daran entzündet sich schon jetzt Kritik.
Creative Assembly möchte nach eigener Aussage Fraktionen vermeiden, deren Gebiete nur teilweise auf der Karte liegen. Genannt werden dabei unter anderem die Großseldschuken und verschiedene russische Fürstentümer. In der Community taucht vor allem eine Forderung immer wieder auf: eine stärkere Repräsentation der Kiewer Rus’.
Deutlich seltener wird bisher über mögliche afrikanische Fraktionen südlich der Sahara gesprochen, etwa Mali oder Äthiopien.
Neue Engine und offeneres Design
Technisch läuft Total War: Medieval 3 laut Creative Assembly auf der neuen Warcore-Engine. Außerdem hat das Studio bereits erste Details zu Systemen wie Bevölkerung, regionaler Entwicklung und dem Abschied von der starren Provinzstruktur genannt.
Noch ist weiter offen, welche Fraktionen es am Ende tatsächlich ins Start-Aufgebot schaffen.
Downloads: Für Total War: Medieval 3 ist auf dem PC derzeit noch kein Download verfügbar.