DC StudiOS zufolge wird Xolo Maridueña in „Man of Tomorrow“ wieder als Blue Beetle zu sehen sein. Der Film gilt als Nachfolger von „Superman“ aus dem Jahr 2025 und soll am 9. Juli 2027 in die Kinos kommen.
Für das neue DC Universe, kurz DCU, ist die Rückkehr von Xolo Maridueña mehr als bloß ein Wiedersehen mit einer Figur aus dem früheren DC Extended Universe. James Gunn hatte Blue Beetle schon zuvor als ersten offiziellen Charakter des neuen DCU bezeichnet.
Damit steht im neu aufgesetzten DCU wohl eine Figur bereit, die deutlich mehr werden könnte als nur ein kurzer Gastauftritt.
Blue Beetle als Baustein für das neue DCU
Dass Xolo Maridueña zurückkehrt, zeigt ziemlich klar, wie selektiv James Gunn und Peter Safran mit Figuren aus dem alten DCEU umgehen. Es wird eben nicht einfach alles übernommen. Einzelne Darsteller, Figuren und auch bestimmte Tonlagen offenbar schon. Jaime Reyes gehört damit ziemlich eindeutig zu den Gewinnern dieses Kurses.
Blue Beetle bringt außerdem eine Perspektive mit, die irgendwo zwischen kosmischer Superhelden-Action und ganz normalem Alltag liegt. Genau diese bodenständigere Ebene könnte dem DCU gut tun, damit neben Göttern, Multiversen und Weltuntergangsbedrohungen auch jemand Platz hat, der emotional direkter greifbar ist.
James Gunn hatte zudem schon angedeutet, dass Blue Beetle im Grunde in die neue Kontinuität passt, auch wenn dafür kleinere Retcons nötig sein könnten. Das gibt dem DCU die Möglichkeit, die Figur zu behalten, ohne sich vollständig an die Logik des alten DCEU ketten zu müssen.
Der Vergleich mit Spider-Man kommt nicht zufällig. Jaime Reyes ist jung, sympathisch und mit seinen Kräften nicht immer im Reinen. Ähnlich wie Peter Parker muss er Familie, Schule beziehungsweise Alltag und seine Pflichten als Superheld unter einen Hut bekommen.
Für DC ist das besonders interessant, weil Superman, Batman oder Wonder Woman stärker für Mythos, Symbolkraft und große Ideale stehen. Jaime Reyes wirkt daneben näher dran, zugänglicher, menschlicher. Wenn es gut läuft, baut sich DC hier eine eigene Antwort auf Spider-Man auf.
Entscheidend ist nur, dass Blue Beetle dabei nicht wie eine Kopie rüberkommt. Seine eigene Identität ist der springende Punkt. Dazu gehören der Humor, die Nähe zur Community, die mexikanisch-amerikanische Familiengeschichte und die Wärme des Reyes-Clans.
Streaming erklärt die zweite Chance
An den Kinokassen blieb „Blue Beetle“ 2023 laut DC Studios mit weltweit 130,8 Millionen US-Dollar bei einem geschätzten Budget von 104 bis 125 Millionen US-Dollar der schwächste Titel des DCEU. Nach dem Start im Streaming wurde der Film nach Angaben von DC Studios auf HBO Max allerdings zum meistgesehenen Film.
Für DC Studios ist das ein klares Signal: Das Publikum war da, nur eben nicht unbedingt im Kino.
Hinzu kommt laut DC Studios noch eine animierte DCU-Serie rund um Blue Beetle. Offen ist bisher, wie groß seine Rolle in „Man of Tomorrow“ tatsächlich ausfällt und ob wichtige Nebenfiguren wie seine Familie zurückkehren. Daran hängt einiges. Wenn das neue DCU Jaime Reyes wirklich als geerdeten, familiennahen Helden ernst nimmt, kann Blue Beetle zum menschlichen Kern der ganzen Franchise werden.
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