Destiny 2 für PC, PlayStation und Xbox steht offenbar vor einem klaren Einschnitt: Nach dem am 9. Juni 2026 veröffentlichten Update „Monument of Triumph“ soll es keine neuen Live-Service-Inhalte mehr geben. Das geht aus einem Bericht von Forbes-Journalist Paul Tassi hervor. Bungies Shooter bleibt demnach zwar online und spielbar, doch die fortlaufende inhaltliche Erweiterung von Destiny 2 soll an diesem Punkt enden.
Wirtschaftliche Gründe statt Sony-Theorie
Paul Tassi schreibt bei Forbes unter Verweis auf Quellen aus dem Bungie-Umfeld, dass hinter der Entscheidung vor allem wirtschaftliche Gründe stehen sollen. Intern fällt dabei laut seinem Bericht wohl der Ausdruck „cruel math“.
Gemeint ist: Die Einnahmen des Shooters reichen offenbar nicht mehr aus, um Entwicklung, Betrieb und Support dauerhaft zu tragen. So schildert es Tassi mit Verweis auf Bungie-Quellen. Für viele Fans ist das eine ernüchternde Nachricht. Als Erklärung wirkt sie im Moment allerdings deutlich glaubwürdiger als vieles, was zuletzt in der Community spekuliert wurde.
Dazu kommt ein weiterer Punkt, der fast genauso wichtig ist: Bei Bungie, so Tassi, stützt niemand die Theorie, Sony habe nach Problemen mit anderen Live-Service-Projekten im PlayStation-Umfeld aus „Rache“ durchgegriffen. Genau diese Lesart hatte zuletzt in Teilen der Community an Fahrt aufgenommen. Den vorliegenden Berichten nach wird sie intern aber klar zurückgewiesen.
Monument of Triumph bleibt das letzte Update
Bereits im Mai 2026 hatte Bungie angekündigt, dass „Monument of Triumph“ das letzte Inhaltsupdate für Destiny 2 sein wird. Veröffentlicht wurde das Update dann am 9. Juni 2026.
Spielbar bleibt der Shooter weiterhin. Neue Live-Service-Inhalte sind nach dem Forbes-Bericht aber wohl nicht mehr eingeplant. Destiny 2 bleibt also online und bietet auch weiter den bestehenden Content, nur die laufende inhaltliche Erweiterung des Spiels ist damit beendet.
Die Zahlen hinter dem Kurswechsel
Dass Bungie finanziell unter Druck steht, kommt allerdings nicht aus dem Nichts. Schon Ende 2023 berichteten mehrere Medien, der Umsatz des Studios liege im laufenden Geschäftsjahr 45 Prozent unter den internen Erwartungen.
Zuletzt schätzten Analysten Bungies Jahresumsatz auf rund 200 Millionen US-Dollar. Auch Sonys Übernahme des Studios im Jahr 2022 für 3,6 Milliarden US-Dollar wurde rückblickend unter anderem als Rettungsanker eingeordnet, der Bungie wirtschaftlich stabilisieren sollte.
Direkte, belastbare Finanzdaten zu Destiny 2 selbst gibt es öffentlich allerdings nicht. Vieles von dem, was gerade eingeordnet wird, stützt sich deshalb auf Insiderberichte, Leaks und journalistische Recherchen, nicht auf breite Offenlegungen von Bungie oder auf direkte Aussagen aus der Sony-Führung.
Steam-Hoch, Marathon und Destiny 3
Für die Community ist das besonders bitter: „Monument of Triumph“ schob die Zahl der gleichzeitigen Spieler auf Steam laut den von Paul Tassi zitierten Berichten auf rund 167.000 nach oben. Das ist der höchste Wert seit „The Final Shape“ im Jahr 2024.
Offenbar hat selbst dieser Schub nicht gereicht. Das spricht dafür, dass Bungie sich nicht an kurzfristigen Spitzenwerten orientiert, sondern an einer längerfristigen Rechnung aus Kosten und Ertrag.
Zusätzlichen Druck könnte auch Marathon erzeugen, das kommerziell wohl hinter den Erwartungen geblieben sein soll. Gleichzeitig kursieren Berichte über mögliche Entlassungen, die im Extremfall bis zu 50 Prozent der Belegschaft betreffen könnten.
Für viele Spieler endet damit eine Ära. Gleichzeitig wächst das Interesse an einem möglichen Destiny 3, Fan-Petitionen eingeschlossen.
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