Die Autorin H.D. Carlton hat am 15. Juli 2026 bekannt gegeben, dass ihr Roman „Haunting Adeline“ fürs Kino verfilmt werden soll.
Cat and Mouse Duet statt Einzelverfilmung
Nach allem, was bisher bekannt ist, dürfte sich das Projekt nicht nur um den ersten Band drehen. Vieles spricht eher dafür, dass das komplette „Cat and Mouse Duet“ adaptiert werden soll, also „Haunting Adeline“ und „Hunting Adeline“.
Das ist ein wichtiger Punkt, weil der Stoff eben nicht als in sich geschlossene Einzelgeschichte funktioniert. Die Wirkung der Reihe lebt stark von der Zuspitzung zwischen dem ersten und dem zweiten Band. Aus Sicht vieler Fans wirkt deshalb eine Zweiteilung oder ein größer angelegtes Filmprojekt deutlich schlüssiger als eine stark eingedampfte Verfilmung von nur einem Buch.
BookTok- und Goodreads-Phänomen
Mit der nun von H.D. Carlton bestätigten Verfilmung schafft es eines der auffälligsten Phänomene der vergangenen Jahre aus BookTok und Goodreads Richtung Hollywood, oder zumindest auf die große Leinwand. „Haunting Adeline“ liegt bei Goodreads inzwischen laut Plattform bei mehr als 948.000 Bewertungen.
Kaum ein anderer Titel an der Schnittstelle von Dark Romance, Horror und Thriller sorgt derzeit für ähnlich starke Reaktionen. Die Ankündigung von H.D. Carlton macht damit vor allem eines klar: Aus dem Online-Hype soll jetzt tatsächlich ein Filmprojekt werden.
Warum die Vorlage so umstritten ist
Der enorme Hype um „Haunting Adeline“ war von Anfang an von massiver Kritik begleitet. Das Buch ist berüchtigt für seine expliziten Inhalte und die langen Trigger-Warnungen.
Dazu gehören unter anderem Stalking, sexualisierte Gewalt, Entführung und grafisch geschilderte Gewalt. Genau diese Elemente machen die Vorlage für viele Leserinnen und Leser so faszinierend, während sie für andere völlig indiskutabel ist.
Kein Wunder also, dass auch die Reaktionen auf die Filmankündigung weit auseinandergehen. Ein Teil der Community freut sich, andere stellen schon jetzt die Frage, ob eine werkgetreue Verfilmung überhaupt möglich ist, ohne die extremen und psychisch belastenden Aspekte spürbar abzuschwächen.
Zwischen Kernzielgruppe und Mainstream
Genau hier liegt die heikle Aufgabe des Projekts. Wenn die Verfilmung zu stark entschärft wird, dürfte das die Kernzielgruppe verärgern, die gerade diese radikale Intensität aus den Büchern erwartet.
Eine kompromisslose Umsetzung wiederum könnte es für ein breiteres Filmpublikum und für mögliche Vertriebspartner schwierig machen. Gerade die toxischen und stark umstrittenen Beziehungsdynamiken werden im Film vermutlich noch genauer beobachtet werden als im Roman.
Was auf Social Media und in Leserunden schon jetzt hitzig verhandelt wird, kann schnell in eine deutlich größere Kulturdebatte kippen.
Noch keine Details zu Produktion und Start
Bis jetzt wurden rund um die von H.D. Carlton angekündigte Verfilmung weder ein Studio noch eine Produktionsfirma öffentlich genannt. Auch zu ausführenden Produzenten, zur Besetzung, zur Regie, zum Drehbuch und zu einem möglichen Startzeitraum gibt es bislang keine bestätigten Informationen.
Vorerst steht damit nur eines fest: „Haunting Adeline“ soll verfilmt werden. Die Debatten darüber laufen schon.