Iron Monkey in den USA: Tarantino-Fassung sorgte für Erfolg und Kritik

Der Hongkong-Martial-Arts-Film Iron Monkey von Regisseur Yuen Woo-ping erreichte 2001 in den USA vor allem deshalb ein größeres Publikum, weil Miramax ihn mit dem Aufdruck „Quentin Tarantino Presents“ veröffentlichte. Ganz unumstritten war das damals aber nicht. Die US-Fassung entfernte sich an mehreren Stellen spürbar vom Hongkong-Original aus dem Jahr 1993. Erst 2023 brachte Shout! Factory eine 2K-restaurierte Blu-ray der Hongkong-Fassung heraus, die laut Shout! Factory wieder deutlich näher an der ursprünglichen Intention liegt.

In den USA zog vor allem Tarantinos Name

Als Miramax den Hongkong-Martial-Arts-Film Iron Monkey 2001 unter dem Banner „Quentin Tarantino Presents“ ins Kino brachte, erreichte Iron Monkey laut Miramax plötzlich ein viel größeres amerikanisches Publikum und bekam einen breiten Kinostart.

Tarantinos Name hatte damals längst Gewicht und funktionierte für viele US-Zuschauer fast wie ein Qualitätssiegel.

So war Iron Monkey in den USA auf einmal nicht mehr nur ein Importfilm für Genrefans, sondern ein Titel mit echter Mainstream-Präsenz.

Miramax griff für die US-Fassung kräftig ein

Genau da lag allerdings auch der Haken, denn die größere Reichweite kam mit einer Version, die sich in Teilen ziemlich drastisch vom Original abhob.

Berichten aus der damaligen Rezeption nach strich Miramax unter anderem Szenen, nahm komödiantische Momente zurück, glättete Synchronisation und Untertitel und veränderte auch das Sounddesign.

Nach denselben Berichten kamen noch weitere Kürzungen dazu, damit der Film eine PG-13-Freigabe bekam.

Das machte Iron Monkey für ein breiteres Publikum zwar zugänglicher, kostete den Film aber einen Teil seiner kulturellen Nuancen und seines eigenen Rhythmus.

Für das US-Publikum bedeutete das über Jahre vor allem eines: Viele lernten Iron Monkey zuerst genau in dieser bearbeiteten Fassung kennen.

Ein neuer Soundtrack verschob den ganzen Ton

Besonders heikel war dabei die Musik.

Miramax ersetzte den Originalscore laut Berichten aus der damaligen Rezeption durch eine neue Vertonung, die sich stärker an einem international leichter vermarktbaren Stil orientierte.

Kritiker sahen darin den Versuch, Iron Monkey klanglich näher an den damaligen Wuxia-Boom heranzurücken, den Tiger and Dragon populär gemacht hatte.

Gerade bei Hongkong-Actionfilmen ist Musik eben mehr als bloße Begleitung. Sie setzt die Tonlage, sie hält Humor, Tempo und Pathos zusammen.

Warum Fans bis heute von einer „verstümmelten“ Version reden

Für viele Anhänger des Hongkong-Kinos galt die US-Version deshalb lange als „verstümmelt“.

Der Vorwurf dahinter blieb im Kern immer gleich: Die Balance aus Action, Komödie und lokalem Kolorit, die Yuen Woo-ping und Produzent Tsui Hark im Original auszeichnete, wurde zugunsten einer glatteren Fassung abgeschwächt, die sich im Westen leichter vermarkten ließ.

Dadurch blieb auch Quentin Tarantinos Rolle widersprüchlich. Ohne seine Unterstützung hätte Iron Monkey in den USA diese Reichweite vermutlich nie bekommen. Gleichzeitig hing sein Name an einer Veröffentlichung, die viele Fans als Eingriff in die künstlerische Integrität des Films betrachteten.

Bis heute ist außerdem nur lückenhaft dokumentiert, wie die Fassung außerhalb Hongkongs und der USA aufgenommen wurde; direkte Aussagen von Yuen Woo-ping oder Tsui Hark speziell zur Miramax-Version sind nach wie vor rar.

Die eigentliche Wende kam erst 2023

Erst seit 2023 lässt sich Iron Monkey wieder in einer Form sehen, die deutlich näher an der ursprünglichen Intention liegt: Shout! Factory veröffentlichte laut Shout! Factory eine 2K-restaurierte Blu-ray der Hongkong-Fassung.

Diese Edition enthält laut Shout! Factory den originalen kantonesischen Ton und die ursprüngliche Musik.

Downloads: Iron Monkey als 2K-restaurierte Blu-ray

Stranger Things: Netflix kündigt offizielles Vecna-Spin-off an – es ist ein Arcade-Spiel

Netflix und seine Partner treiben das „Stranger Things“-Universum auch nach dem Ende der Hauptserie weiter voran. Mit dabei sind das neue „Vecna“-Projekt, die seit dem 23. April 2026 bei Netflix verfügbare Animationsserie Stranger Things: Tales From ’85 und weitere geplante Formate. Hinter dem offiziell angekündigten „Vecna-Spin-off“ steckt allerdings keine neue düstere Serie, sondern ein Arcade-Automat für Spielhallen.

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Die Hauptserie Stranger Things mag abgeschlossen sein, die Marke selbst wird von Netflix und seinen Partnern trotzdem weiter ausgebaut.

Wer beim neuen offiziellen „Vecna-Spin-off“ auf eine finstere Serienfortsetzung oder vielleicht sogar ein TV-Special gehofft hatte, dürfte entsprechend ernüchtert sein.

Vecna-Spin-off ist ein Arcade-Spiel

Beim neuen „Vecna“-Projekt geht es nämlich um einen Arcade-Automaten für Spielhallen.

Das Redemption-Game von Raw Thrills setzt auf ein sehr simples Prinzip: Sie werfen Schaumstoffbälle auf Ziele auf einem Bildschirm, bekämpfen Demogorgons und arbeiten sich bis zu einem Bosskampf gegen Vecna vor.

Optisch bedient sich der Automat klar an Motiven aus der Netflix-Serie Stranger Things, spielerisch bleibt das Ganze aber eher schlicht.

Genau daran entzündet sich bei vielen Fans die Kritik.

Auf Reddit wurde das Spiel unter anderem als repetitiv und ideenarm bezeichnet.

Der zentrale Vorwurf lautet: Eine Marke, die vor allem von Atmosphäre, Figuren und Spannung lebt, werde hier auf ein einfaches Jahrmarktprinzip heruntergebrochen.

Für viele ist der Automat deshalb eher ein Lizenzprodukt für Spielhallen als ein Spin-off, das den Kosmos auf sinnvolle Weise erweitert.

Tales From ’85 ist derzeit die wichtigste Erweiterung

Wer eher nach einer inhaltlichen Fortsetzung sucht, wird im Moment deutlich eher bei Stranger Things: Tales From ’85 fündig.

Seit dem 23. April 2026 ist die Animationsserie Stranger Things: Tales From ’85 bei Netflix zu sehen.

Die Serie spielt zwischen Staffel 2 und 3 und erzählt eine eigenständige Geschichte mit den bekannten Hauptfiguren, die diesmal allerdings von neuen Sprecherinnen und Sprechern vertont werden.

Die Reaktionen auf Stranger Things: Tales From ’85 fallen gemischt aus.

Gelobt werden vor allem der leichtere Ton und der starke 80er-Jahre-Nostalgiefaktor.

Andere Zuschauer empfinden Stranger Things: Tales From ’85 dagegen als zu entschärfte, stellenweise repetitive Variante des Originals, die spürbar stärker auf ein jüngeres Publikum zugeschnitten ist.

Trotzdem gilt Stranger Things: Tales From ’85 derzeit als die wichtigste inhaltliche Erweiterung des Franchise.

Live-Action-Spin-off bleibt in Entwicklung

Daneben befindet sich noch ein separates Live-Action-Spin-off von Stranger Things in einer frühen Entwicklungsphase.

Matt und Ross Duffer haben bereits klargestellt, dass dieses Live-Action-Spin-off keine direkte Fortsetzung werden soll.

Geplant sind stattdessen eine neue Geschichte, neue Figuren und ein anderes Setting in einer anderen Dekade.

Wichtig dabei: Matt und Ross Duffer betreuen das Projekt nicht selbst als Showrunner.

Stattdessen konzentrieren sich Matt und Ross Duffer auf einen eigenständigen Kinofilm für Paramount.

Ein künftiges Stranger-Things-Serienprojekt könnte sich dadurch eigenständiger anfühlen als die bisherigen Ableger.

Franchise wächst über mehrere Formate weiter

Neben dem Arcade-Spiel und der Animationsserie lebt Stranger Things außerdem in Romanen und Comics weiter.

Außerdem wird schon über eine mögliche zweite Staffel von Stranger Things: Tales From ’85 gesprochen.

Für Netflix bleibt Stranger Things damit ein wertvolles Universum, auch wenn sich hinter dem Begriff Spin-off eben nicht immer gleich die nächste große Serie verbirgt.

Yellowstone ist nach dem Finale aktuell die Nummer 1 auf Paramount+

Yellowstone ist laut Paramount+ derzeit die meistgesehene TV-Serie auf Paramount+ weltweit.

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Yellowstone ist nach dem Finale größer als je zuvor Die Hauptserie Yellowstone ist zwar schon im Dezember 2024 zu Ende gegangen. Gebremst hat das Taylor Sheridans Erfolgsdrama aber offenbar nicht. Nach Angaben von Paramount+ ist Yellowstone aktuell die weltweit meistgesehene TV-Serie auf der eigenen Plattform. In 17 Ländern steht die Serie laut Paramount+ derzeit auf Platz eins, in insgesamt 25 Märkten taucht sie in den Trends auf.

Für Paramount kommt das genau zur richtigen Zeit. Yellowstone gehörte schon vorher zu den wichtigsten Zugpferden des Konzerns. Die Interesse nach dem Finale nicht abflaut, sondern sich auf Streaming-Ebene noch einmal neu entfaltet.

Der Western funktioniert längst nicht nur in den USA Vor allem der internationale Lauf der Serie fällt auf. Dass ein US-Western laut Paramount+ in 17 Ländern auf Platz eins landet, und das auch jenseits des klassischen Heimatmarkts, zeigt, wie weit das Franchise inzwischen reicht. Branchenbeobachter sagen seit Jahren, dass Sheridan dem Western für eine neue Generation neues Leben eingehaucht hat. In den aktuellen Abrufzahlen sieht Paramount genau das bestätigt.

Auch in den USA bleibt die Marke ein Magnet In den USA läuft Yellowstone nicht bei Paramount+, sondern bei Peacock. An der Anziehungskraft ändert das wenig. Die Premiere der letzten Staffel im November 2024 kam nach Angaben des Paramount Network innerhalb von drei Tagen auf mehr als 21 Millionen Zuschauer. Gleichzeitig wurde diese finale Staffel laut Paramount+ auch zum bisher erfolgreichsten internationalen Serienstart des Dienstes. Man sieht daran ziemlich deutlich: Yellowstone ist längst mehr als nur ein einzelner Serienerfolg.

Die Spinoffs halten das Yellowstone-Universum am Laufen Auch bei den Ablegern läuft es rund. Dutton Ranch stellte laut Paramount+ direkt zum Start einen Plattform-Rekord unter den Originalproduktionen auf und erreichte in der ersten Woche weltweit 12,9 Millionen Aufrufe. Noch stärker war nach Angaben von Paramount+ Marshals mit 19,3 Millionen Zuschauern. Damit wurde die Serie zur meistgesehenen Free-TV-Produktion der Saison 2025/2026.

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Hinzu kommen laut Paramount+ für Dutton Ranch in den ersten drei Tagen 99 Millionen Videoabrufe und 2 Millionen Interaktionen in den sozialen Netzwerken. Mit 6666 ist der nächste Ableger bereits in Arbeit. Yellowstone als Hauptserie ist abgeschlossen. Das Yellowstone-Universum wächst trotzdem weiter.

Downloads: Download Paramount+ für Android und iOS; Download Peacock für Android und iOS

Star Wars: Visions: Tsukumo: Neuer Manga hinterfragt jetzt die Macht bei Droiden

Star Wars: Visions: Tsukumo, eine Geschichte aus dem Visions-Kosmos von Star Wars, hat jetzt eine neue erzählerische Erweiterung bekommen. Und die deutet etwas an, das in diesem Universum lange eher außen vor blieb: eine mögliche Verbindung zwischen Droiden und der Macht.

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Droiden und die Macht

Star Wars: Visions: Tsukumo spielt nach Order 66, also in der Zeit nach dem Fall des Jedi-Ordens. Im Zentrum steht der Jedi-Ritter Nagi Tsukumo, einer der wenigen Überlebenden der Großen Jedi-Säuberung, der mit zwei Droiden durch die Galaxis reist. Gemeinsam machen sich Nagi Tsukumo und seine beiden Begleiter auf die Suche nach einem sagenumwobenen „Droid Paradise“.

Der Manga erzählt damit nicht einfach nur ein klassisches Abenteuer auf Reisen. Im Kern steht eine größere, fast schon philosophische Frage: Können Droiden von der Macht berührt werden, oder vielleicht auf eine Weise mit ihr verbunden sein, die bisher niemand wirklich in Betracht gezogen hat? In der bekannten Star-Wars-Lore war dieser Gedanke bislang eher ausgeschlossen, bestenfalls mal am Rand angedeutet. Tsukumo rückt genau diesen Punkt nun mitten ins Zentrum der Handlung.

Jetzt lässt sich in der Geschichte auch verfolgen, wie Nagi Tsukumos tiefer Glaube an die Macht auf seine mechanischen Begleiter übergeht. Das mündet schließlich in eine Begegnung mit einem Attentäter-Droiden, der Jedi jagt und durch Nagi Tsukumos unerschütterliche Überzeugung beginnt, sein eigenes Programm infrage zu stellen. Nicht nur Menschen. Auch Maschinen scheinen hier zu einer Art innerem Erwachen fähig zu sein.

Nicht kanonisch, aber für Fans relevant

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Lucasfilm führt Star Wars: Visions ausdrücklich außerhalb des offiziellen Kanons. Gerade das gibt dem Format seinen Reiz: Kreative können mit Figuren, Mythen und Ideen spielen, ohne sich strikt an die bestehende Kontinuität halten zu müssen. Bei Tsukumo ist genau das zu sehen.

Ganz neu ist der Gedanke allerdings nicht. Schon die Visions-Episode „T0-B1“ hat in eine ähnliche Richtung gearbeitet. Dort träumt ein Droide davon, ein Jedi zu werden, und wirkt in einigen Momenten sogar machtsensitiv. Tsukumo geht jetzt noch weiter und legt den Schwerpunkt klarer auf das Verhältnis von Glaube, Bewusstsein und mechanischem Leben.

Kreativteam und erste Reaktionen

Hinter dem Manga Star Wars: Visions: Tsukumo stehen Eiichi Shimizu und Tomohiro Shimoguchi. Viele Genre-Fans kennen die beiden unter anderem durch ihre Arbeit an Ultraman. Entsprechend zeigt sich auch hier ihr Stil: dynamisch, emotional, visuell markant, ohne dabei die spirituelle Seite von Star Wars aus dem Blick zu verlieren.

Die ersten Reaktionen aus der Fangemeinde fallen überwiegend positiv aus. Besonders oft genannt werden die emotionale Erzählweise, der ungewohnte Blick auf die Jedi-Philosophie und der Mut, an einer Grenze zu rütteln, die in der Saga bisher ziemlich fest wirkte. Im Fandom gibt es zwar inzwischen eine gewisse Müdigkeit, wenn schon wieder eine Geschichte rund um Order 66 auftaucht. Tsukumo hebt sich mit seinem Fokus auf die Macht und auf Droiden aber spürbar von dieser Masse ab. Ob diese Idee irgendwann doch noch in den offiziellen Kanon übernommen wird, ist weiter offen.

Stephen Kings Schlaflos rückt nach Carrie in den Fokus: Warum Mike Flanagan perfekt passt

Berichten zufolge arbeitet Filmemacher Mike Flanagan im Juli 2026 für Prime Video an einer achtteiligen Miniserie zu Stephen Kings Carrie. Gleichzeitig gerät mit Stephen Kings Roman Schlaflos von 1994 schon der nächste denkbare King-Stoff in den Blick.

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Carrie kommt zum richtigen Zeitpunkt

Die Mitte Juli veröffentlichten ersten Bilder zur Carrie-Serie, die im Herbst 2026 erwartet wird, sehen nach einer modernen Neuinterpretation aus, die die Mythologie des Romans noch ausbauen könnte. Genau diese Mischung aus Werktreue und mutiger Neufassung ist der Grund, warum viele Beobachter Stephen Kings Schlaflos von 1994 für ein ideales Flanagan-Projekt halten.

Warum Schlaflos zu Flanagan passt

Stephen Kings Schlaflos zählt zu seinen großen Romanen, die bis heute unangetastet geblieben sind. Im Zentrum steht der Rentner Ralph Roberts aus Derry, Maine, dessen fortschreitende Schlaflosigkeit seine Wahrnehmung verschiebt. Ralph Roberts beginnt, Auren zu sehen, und stößt auf eine verborgene Realität hinter dem ganz normalen Alltag.

Daraus wächst ein kosmischer Konflikt zwischen „The Purpose“ und „The Random“.

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Das liegt sehr nah an Flanagans Stärken. Mike Flanagan ist für Horror bekannt, der emotional geerdet bleibt und psychische Belastung mit metaphysischen Ideen zusammenbringt. Schlaflos bündelt genau das: intime Figurenarbeit, surreale Schreckensbilder, epische Fantasy und sogar Anklänge an Lovecraft.

Wer Flanagans Arbeiten wie Spuk in Hill House, Midnight Mass oder seine Stephen-King-Verfilmungen kennt, sieht diese Überschneidungen sofort.

Schwer verfilmbar und gerade deshalb interessant

Dass Stephen Kings Schlaflos bis heute nie verfilmt wurde, hat mehrere Gründe. Der Roman ist mit fast 800 Seiten sehr umfangreich, die Hauptfiguren sind überwiegend älter, und einige seiner zentralen Bilder gelten als visuell kaum zu fassen, darunter die unheimlichen „kleinen kahlen Ärzte“. Dazu kommt, wie eng das Buch in Kings Gesamtmythologie eingewoben ist.

An genau solchen Stoffen hat Flanagan sich allerdings schon mehr als einmal festgebissen. Mit Gerald’s Game von 2017, Doctor Sleep von 2019 und The Life of Chuck von 2024 hat Mike Flanagan gezeigt, dass er auch Werke überzeugend auf die Leinwand oder den Bildschirm bringen kann, die lange als kaum verfilmbar galten.

Besonders stark ist Mike Flanagan immer dann, wenn Horror nicht bloß erschrecken soll, sondern auch emotionale und existenzielle Fragen mitverhandelt.

Die Verbindung zu Der Dunkle Turm

Dazu kommt die enge Verbindung von Stephen Kings Schlaflos zu Stephen Kings Der Dunkle Turm. Der Crimson King spielt eine zentrale Rolle, viele Motive lesen sich wie eine Ergänzung zu Kings großem Fantasy-Horror-Kosmos. Für Flanagan macht das den Roman gleich doppelt reizvoll, weil seine seit Langem geplante Dunkle Turm-Adaption weiter nur langsam vorankommt.

Nach eigenen Angaben hat Mike Flanagan bereits Drehbücher für eine auf fünf Staffeln angelegte TV-Umsetzung geschrieben, die Stephen King ihm zufolge abgesegnet hat. Im Juli 2026 sagte Mike Flanagan allerdings auch, dass das Projekt noch immer auf die Zusage eines Studios wartet.

Eine offizielle Aussage zu Stephen Kings Schlaflos gibt es bislang nicht. Falls Mike Flanagan nach Carrie den nächsten King-Stoff frei wählen kann, liegt dieser nie verfilmte Bestseller ziemlich nah.

Haunting Adeline wird verfilmt: H.D. Carlton kündigt Kinofilm an

Die Autorin H.D. Carlton hat am 15. Juli 2026 bekannt gegeben, dass ihr Roman „Haunting Adeline“ fürs Kino verfilmt werden soll.

Cat and Mouse Duet statt Einzelverfilmung

Nach allem, was bisher bekannt ist, dürfte sich das Projekt nicht nur um den ersten Band drehen. Vieles spricht eher dafür, dass das komplette „Cat and Mouse Duet“ adaptiert werden soll, also „Haunting Adeline“ und „Hunting Adeline“.

Das ist ein wichtiger Punkt, weil der Stoff eben nicht als in sich geschlossene Einzelgeschichte funktioniert. Die Wirkung der Reihe lebt stark von der Zuspitzung zwischen dem ersten und dem zweiten Band. Aus Sicht vieler Fans wirkt deshalb eine Zweiteilung oder ein größer angelegtes Filmprojekt deutlich schlüssiger als eine stark eingedampfte Verfilmung von nur einem Buch.

BookTok- und Goodreads-Phänomen

Mit der nun von H.D. Carlton bestätigten Verfilmung schafft es eines der auffälligsten Phänomene der vergangenen Jahre aus BookTok und Goodreads Richtung Hollywood, oder zumindest auf die große Leinwand. „Haunting Adeline“ liegt bei Goodreads inzwischen laut Plattform bei mehr als 948.000 Bewertungen.

Kaum ein anderer Titel an der Schnittstelle von Dark Romance, Horror und Thriller sorgt derzeit für ähnlich starke Reaktionen. Die Ankündigung von H.D. Carlton macht damit vor allem eines klar: Aus dem Online-Hype soll jetzt tatsächlich ein Filmprojekt werden.

Warum die Vorlage so umstritten ist

Der enorme Hype um „Haunting Adeline“ war von Anfang an von massiver Kritik begleitet. Das Buch ist berüchtigt für seine expliziten Inhalte und die langen Trigger-Warnungen.

Dazu gehören unter anderem Stalking, sexualisierte Gewalt, Entführung und grafisch geschilderte Gewalt. Genau diese Elemente machen die Vorlage für viele Leserinnen und Leser so faszinierend, während sie für andere völlig indiskutabel ist.

Kein Wunder also, dass auch die Reaktionen auf die Filmankündigung weit auseinandergehen. Ein Teil der Community freut sich, andere stellen schon jetzt die Frage, ob eine werkgetreue Verfilmung überhaupt möglich ist, ohne die extremen und psychisch belastenden Aspekte spürbar abzuschwächen.

Zwischen Kernzielgruppe und Mainstream

Genau hier liegt die heikle Aufgabe des Projekts. Wenn die Verfilmung zu stark entschärft wird, dürfte das die Kernzielgruppe verärgern, die gerade diese radikale Intensität aus den Büchern erwartet.

Eine kompromisslose Umsetzung wiederum könnte es für ein breiteres Filmpublikum und für mögliche Vertriebspartner schwierig machen. Gerade die toxischen und stark umstrittenen Beziehungsdynamiken werden im Film vermutlich noch genauer beobachtet werden als im Roman.

Was auf Social Media und in Leserunden schon jetzt hitzig verhandelt wird, kann schnell in eine deutlich größere Kulturdebatte kippen.

Noch keine Details zu Produktion und Start

Bis jetzt wurden rund um die von H.D. Carlton angekündigte Verfilmung weder ein Studio noch eine Produktionsfirma öffentlich genannt. Auch zu ausführenden Produzenten, zur Besetzung, zur Regie, zum Drehbuch und zu einem möglichen Startzeitraum gibt es bislang keine bestätigten Informationen.

Vorerst steht damit nur eines fest: „Haunting Adeline“ soll verfilmt werden. Die Debatten darüber laufen schon.

Fantastic Four 3: Neue Konzeptbilder zeigen nie gedrehte Upgrades für Chris Evans und Marvels Team

Fast 20 Jahre nach dem Ende des Projekts hat Concept Artist Jerad S. Marantz mehrere Entwürfe aus der Vorproduktion von „Fantastic Four 3“ veröffentlicht. Die Bilder öffnen noch einmal ein Fenster zu der nie realisierten Fortsetzung der frühen Marvel-Filmreihe nach „Fantastic Four“ und „Fantastic Four: Rise of the Silver Surfer“. Zu sehen ist, in welche Richtung sich „Fantastic Four 3“ um 2009 entwickeln sollte.

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Darunter sind auch Entwürfe, die einen seltenen Blick auf deutlich umgestaltete Hauptfiguren erlauben.

Human Torch mit neuem Look, Thing deutlich massiver

Am meisten sticht Johnny Storm heraus. Auf den von Jerad S. Marantz geteilten Designs trägt Chris Evans’ Human Torch längere Haare, dazu kommen blau gefärbte Flammen statt des vertrauten orange-gelben Feuers.

Die Figur wirkt dadurch härter, fast angriffslustiger, eher wie eine weitergedachte Version, wie man sie aus den Comics oder aus späteren Interpretationen kennt.

Auch die anderen Mitglieder der Fantastic Four sollten optisch überarbeitet werden. Reed Richards, gespielt von Ioan Gruffudd, ist auf den Entwürfen mit Bart zu sehen und wirkt dadurch älter und abgeklärter. Jessica Albas Sue Storm trägt eine überarbeitete Uniform mit weißen Akzenten.

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Und dann ist da noch Michael Chiklis’ Thing. In den Entwürfen ist er deutlich größer und massiver als in den ersten beiden Filmen. Genau dieses Design kommt in sozialen Netzwerken bisher besonders gut an, weil es wuchtiger wirkt und näher an den Comics liegt.

Skrulls, Alicia Masters, Puppet Master und Black Panther

Jerad S. Marantz sagte außerdem, dass er für das Projekt auch Skrulls entworfen habe. Das legt nahe, dass die formwandelnden Aliens zumindest zeitweise als Gegenspieler eingeplant waren.

„Fantastic Four 3“ hätte damit schon sehr früh ein Element aufgegriffen, das Jahre später im Marvel Cinematic Universe (MCU) viel wichtiger werden sollte.

Daneben kursierten noch weitere Ideen: die Beziehung zwischen The Thing und Alicia Masters, Puppet Master als möglicher Bösewicht und womöglich auch Black Panther. Ob all das gleichzeitig Teil eines konkreten Drehbuchs war, bleibt offen.

Die Konzeptzeichnungen sprechen aber dafür, dass die Fortsetzung größer gedacht war als die beiden Vorgänger.

Nach „Rise of the Silver Surfer“ wurde das Projekt gestoppt

Am Ende wurde „Fantastic Four 3“ nach „Fantastic Four: Rise of the Silver Surfer“ nicht mehr umgesetzt. Der zweite Film blieb finanziell hinter den Erwartungen zurück, und auch bei Kritik und Publikum lief es nicht so, wie man sich das offenbar erhofft hatte, obwohl wohl mit einer Trilogie geplant worden war und Berichten zufolge Verträge über drei Filme bestanden.

Für Chris Evans hatte die Absage später größere Folgen. Weil es keinen dritten „Fantastic Four“-Film gab, war der Weg frei für seine Marvel-Rückkehr als Steve Rogers in „Captain America: The First Avenger“.

Zusätzliche Aufmerksamkeit bekommt das Material auch deshalb, weil Marvel Studios mit „The Fantastic Four: First Steps“ gerade den MCU-Neustart vorbereitet und Chris Evans erst vor Kurzem in „Deadpool & Wolverine“ noch einmal als Johnny Storm zu sehen war. In sozialen Netzwerken fallen die Reaktionen auf Jerad S. Marantz’ Entwürfe überwiegend positiv aus, besonders beim bulligeren Design von Thing.

Steam erneut in der Kritik: Refunds treffen kurze Indie-Spiele

Steams Rückerstattungssystem steht mal wieder in der Kritik. Nach den aktuellen Regeln können Sie ein Spiel in der Regel innerhalb von 14 Tagen nach dem Kauf zurückgeben, solange Sie weniger als zwei Stunden gespielt haben, und bekommen den vollen Preis erstattet. Genau diese Regel wird gerade wieder heiß diskutiert, weil vor allem Indie-Entwickler darin ein grundsätzliches Problem sehen.

Rückerstattungen bringen Indie-Entwickler auf die Palme

Besonders viel Aufmerksamkeit bekommt im Moment das Indie-Spiel „Paddle Paddle Paddle“. Mateo Covic vom Studio Zoroarts sagt, der Titel sei mehr als 55.000 Mal zurückerstattet worden. Das entspreche einer Rückerstattungsquote von 21 Prozent. Auffällig ist das auch deshalb, weil „Paddle Paddle Paddle“ auf Steam gleichzeitig die Bewertung „Sehr positiv“ trägt.

Für Mateo Covic steckt dahinter mehr als einfach nur eine größere Zahl unzufriedener Käufer. Aus seiner Sicht zeigt sich hier ein Problem im System. Nach Angaben des Entwicklers gab es sogar Kommentare von Nutzern, in denen Spieler ganz offen damit angaben, „Paddle Paddle Paddle“ in weniger als zwei Stunden beendet und danach zurückgegeben zu haben.

Nicht nur die Rückgaben selbst sorgen für Frust. Diese Haltung erst recht.

Vor allem kurze Spiele geraten durch die Zwei-Stunden-Regel unter Druck

Die Kritik zielt vor allem auf kurze, klar fokussierte Indie-Spiele. Große Open-World-Spiele oder Multiplayer-Titel reißen die Zwei-Stunden-Marke meistens ziemlich schnell. Narrative, experimentelle oder bewusst kompakte Produktionen sind da viel anfälliger. Genau deshalb sagen Entwickler, dass die Steam-Regel am Ende einen falschen Anreiz setzt: Spiele lieber künstlich strecken, statt sie kurz und präzise zu halten.

Aus kurzen, polierten Erlebnissen könnten so Titel werden, die mit zusätzlichem Inhalt aufgebläht werden, nur damit das Risiko einer Rückerstattung sinkt. Für den Indie-Markt wäre das ein schlechtes Signal, denn viele kreative Ideen funktionieren gerade deshalb so gut, weil sie nicht länger dauern, als sie müssen.

Die Debatte endet auch nicht bei „Paddle Paddle Paddle“. Schon die Teams hinter „No Case Should Remain Unsolved“, „Summer of ’58“ und „Before Your Eyes“ haben berichtet, dass Spieler ihre Spiele nach dem Durchspielen wieder zurückgegeben hätten.

Valve untersagt Missbrauch, doch in der Praxis bleibt vieles offen

Valve schreibt in den Steam-Richtlinien zwar ausdrücklich, dass Rückerstattungen nicht dafür gedacht sind, Spiele kostenlos mitzunehmen. Das Unternehmen behält sich auch vor, Anträge von Nutzern abzulehnen, die das System missbrauchen. Nur bleibt offen, wie konsequent Valve diese Klausel im Alltag wirklich durchsetzt und ab welchem Punkt ein Verhalten überhaupt als Missbrauch zählt.

Genau an dieser Stelle entzündet sich der Streit. Viele Spieler wollen starke Verbraucherrechte nicht aufweichen, gerade in einem Markt, in dem Releases technisch oder qualitativ enttäuschen können. Entwickler kurzer Spiele verlangen dagegen mehr Schutz vor dem Prinzip „durchspielen und zurückgeben“.

Im Gespräch sind zum Beispiel gut sichtbare Angaben zur erwarteten Spielzeit direkt auf den Store-Seiten oder strengere Grenzen für Rückerstattungen bei Titeln, die klar als kurze Spiele beworben werden. Eine einfache Lösung ist bisher nicht in Sicht.

Downloads: Steam für Windows, Mac und Linux herunterladen

Pokémon Winds & Waves: Leak verrät jetzt angebliche Starter-Typen

The Pokémon Company hat Pokémon Winds & Waves am 27. Februar 2026 für Nintendo Switch 2 angekündigt. Jetzt macht ein unbestätigter Leak die Runde, in dem es um die angeblichen Typen der Endentwicklungen der Starter geht. Offiziell ist dazu weiter nichts bekannt. Weder The Pokémon Company noch Game Freak haben die Gerüchte kommentiert.

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Angebliche Typen der Starter

Nach den derzeit kursierenden Angaben aus dem Leak des Social-Media-Nutzers „Light“ soll Browt am Ende Pflanze/Boden werden, Gecqua Wasser/Psycho und Pombon Feuer/Fee. Gerade die Kombination Feuer/Fee sticht heraus, weil sie für Starter eher ungewöhnlich wirkt und in der Community schon jetzt viele Diskussionen ausgelöst haben soll. Entscheidend bleibt trotzdem derselbe Punkt: Bislang ist davon nichts bestätigt. Weder The Pokémon Company noch Game Freak haben sich zu den Gerüchten geäußert.

Quelle des Leaks

Die Informationen werden vor allem dem Social-Media-Nutzer „Light“ zugeschrieben. Von dort aus haben mehrere Gaming-Seiten und Community-Accounts den Leak weitergetragen. Wenn Sie das Ganze einordnen wollen, sollten Sie genau da ansetzen: Ein Gerücht wirkt schnell offiziell, sobald es oft genug zitiert wird, auch wenn es weiterhin nirgends verifiziert ist.

Fans reagieren vor allem auf Pombon

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Schaut man auf Reaktionen in sozialen Netzwerken und Foren, fällt das Echo bislang überwiegend positiv aus. Viele Spielerinnen und Spieler schreiben dort, dass die gemeldeten Typen weniger konventionell wirken als die üblichen Starter-Entwicklungen.

Besonders viel Aufmerksamkeit bekommt Pombon. Im Leak von „Light“ ist nicht nur von einer Endentwicklung mit Feuer/Fee die Rede, sondern auch von einem vierbeinigen Design, das eher an einen Löwen oder Hund erinnern soll. Das kommt laut den Reaktionen vieler Fans gut an, vor allem bei denen, die sich seit Jahren wieder einen Feuerstarter wünschen, der nicht auf zwei Beinen steht. Allein dieser Designhinweis hat die Spekulationen in Foren und sozialen Netzwerken schon deutlich angefacht.

Diskussionen zu Stärken und Schwächen

Wie so oft bei Pokémon-Leaks hat in der Community sofort die Debatte über die spielerischen Folgen begonnen. Feuer/Fee wirkt auf dem Papier offensiv stark und zugleich wie eine Typkombination, mit der man einiges anfangen könnte.

Wasser/Psycho sehen viele Fans in den laufenden Diskussionen als solide Mischung, die sowohl offensiv als auch defensiv gute Möglichkeiten bieten könnte. Bei Pflanze/Boden gehen die Einschätzungen etwas weiter auseinander: Die Kombination verspricht nützliche Coverage und kann in Matchups ziemlich unangenehm werden, bringt aber auch eine klare Achillesferse mit, nämlich eine vierfache Schwäche gegen Eis-Attacken. Werte, Fähigkeiten und Movesets kennt derzeit allerdings niemand.

Was zu Pokémon Winds & Waves bekannt ist

Pokémon Winds & Waves wurde von The Pokémon Company am 27. Februar 2026 zum 30. Jubiläum der Reihe als Titel der 10. Generation vorgestellt. Der Release ist laut The Pokémon Company für 2027 auf Nintendo Switch 2 geplant.

Zum selben Leak von „Light“ gehören außerdem Behauptungen zu den Cover-Legendären. Für Winds ist von einem Garuda-inspirierten Pokémon die Rede, für Waves von einer Naga-artigen Meerjungfrauen-Kreatur. Auch dafür gibt es bislang keinerlei offizielle Bestätigung.

Auffällig ist außerdem, dass viele Berichte vor allem die Begeisterung der Fans herausstellen, während die Quelle selbst seltener genauer eingeordnet wird und eine tiefere Analyse möglicher Folgen für das Meta oft ausbleibt. Unterm Strich sind die angeblichen Starter-Typen bei Pokémon Winds & Waves damit vorerst vor allem eins: eine spannende Spekulation.

Pokémon Winds & Waves für Nintendo Switch 2 ist noch nicht als Download verfügbar.