KI-Bildgeneratoren liefern jetzt bessere Bilder: Der Hochglanz-Look verrät sie weiter

Im direkten Vergleich machen Muse, Gemini und ChatGPT Images 2.0 gerade einen spürbaren Schritt nach vorn. Die Bilder sind klar besser geworden: Hände passen öfter, der Aufbau von Szenen hält, und selbst Text klappt meist zuverlässiger. Gleichzeitig fällt etwas anderes ins Auge: Viele Motive wirken inzwischen auffällig glatt, geschniegelt und fast schon wie Werbematerial.

Bessere Hände, stabilere Szenen und lesbarer Text

Bei allen drei Werkzeugen kann man inzwischen meist deutlich stimmigere Szenen erwarten. Auffällige Patzer, schiefe Finger, ineinanderfallende Gegenstände oder diese typischen zerfallenden Hände, tauchten in unserem Vergleich seltener auf.

Vor allem bei einfachen Motiven lief es in unserem Test sehr gut. Ein Beispiel: eine Katze auf einem Koffer neben einem Regenschirm. Genau an solchen Vorgaben sieht man, dass Positionsangaben inzwischen besser verstanden und auch sauberer umgesetzt werden. Auch Innenräume, Straßenszenen und ganz normale Alltagssituationen wirkten auf den ersten Blick schlüssig.

Ein echter Fortschritt zeigt sich auch beim Text. In einem Test mit dem Poster eines fiktiven Coffee Shops lieferten alle drei Tools brauchbare, lesbare Schrift.

ChatGPT Images 2.0 hat sich an dieser Stelle ebenfalls verbessert, auch bei nicht-lateinischen Schriften. Genau solche Fortschritte treiben die Nutzung in großen Märkten an.

Der neue Schwachpunkt: der Premium-Look

Technisch sind die Modelle stabiler geworden. Dafür springt jetzt ein anderes Problem umso stärker ins Auge. Viele Motive sehen aus wie Werbekampagnen: zu sauber, zu perfekt ausgeleuchtet, zu sorgfältig arrangiert.

Müde Büroangestellte wirken oft eher wie Models aus einer Kampagne. Straßenszenen haben zwar die richtigen Objekte, aber oft fehlt das, was echte Bilder glaubwürdig macht: Schmutz, Zufall, kleine Reibungen. Wohnungen erinnern dadurch schnell eher an perfekt inszenierte Immobilienfotos.

Dieses Fake-Premium-Gefühl zog sich in unserem Vergleich durch viele Beispiele. Gerade bei lokal geprägten Motiven bleibt das sichtbar.

Eine Straßenessenszene in Manila zeigte bei Meta Muse und Google Gemini zwar typische Details wie Plastikhocker, nassen Asphalt, Motorräder, Dampf und Planen, wirkte am Ende aber trotzdem zu glatt und geschniegelt.

Die Anbieter setzen unterschiedliche Schwerpunkte

Meta sieht Muse eher als soziales Bildwerkzeug innerhalb der eigenen Apps. Google legt bei Gemini den Fokus auf Tempo, Bearbeitung und eine enge Einbindung. OpenAI stellt bei ChatGPT Images 2.0 eher Text, visuelle Kontrolle und den Umgang mit komplexeren Prompts in den Vordergrund.

Am Ende rücken die Bilder trotzdem oft nah zusammen: attraktiv, sauber, hell und auf ein breites Publikum zugeschnitten.

Tempo, Präzision und Sonderwünsche

Meta Muse und Google Gemini arbeiteten in unserem Vergleich meistens schneller. ChatGPT Images 2.0 lieferte früh schon ein starkes, einfaches Motiv, hatte bei einem Poster im Alltagstest aber spürbare Probleme: mehr als drei Minuten Wartezeit, drei Fehlversuche und erst in einem neuen Chat kam am Ende ein brauchbares Ergebnis heraus.

Google Gemini erzeugte zwischendurch eher ein Foto von einem Poster als das Poster selbst.

Auch sehr spezielle Produktwünsche bleiben heikel. Die Anfrage nach Open-Ear-Wireless-Earbuds führte bei allen drei Modellen zu generischen, hochwertig wirkenden Ergebnissen, die in der Sache aber ungenau waren.

Marktprognosen rechnen für 2026 mit 12,4 Milliarden, bei mehr als 150 Millionen monatlich aktiven Nutzern und rund 80 Millionen erzeugten Bildern pro Tag. Berichten zufolge erkennen Menschen solche Bilder nur noch in 38 Prozent der Fälle. Verraten wird das Bild immer seltener durch Fehler, sondern durch seine verdächtige Perfektion.

Downloads: Download Gemini für Android und iOS; Download ChatGPT für Android und iOS

Author: Chema Carvajal Sarabia

{ "de-DE": "Journalist, spezialisiert auf Technologie, Unterhaltung und Videospiele. Über das zu schreiben, was mich begeistert (Gadgets, Spiele und Filme), ermöglicht es mir, bei Verstand zu bleiben und mit einem Lächeln im Gesicht aufzuwachen, wenn der Wecker klingelt. PS: Das stimmt nicht 100% der Zeit.", "en-US": "Journalist specialized in technology, entertainment and video games. Writing about what I'm passionate about (gadgets, games and movies) allows me to stay sane and wake up with a smile on my face when the alarm clock goes off. PS: this is not true 100% of the time.", "es-ES": "Content Manager - Periodista especializado en tecnología, entretenimiento y videojuegos. Escribir sobre lo que me apasiona (cacharros, juegos y cine) me permite seguir cuerdo y despertarme con una sonrisa cuando suena el despertador. PD: esto no es cierto el 100 % de las veces.", "fr-FR": "Journaliste spécialisé dans la technologie, le divertissement et les jeux vidéo. Écrire sur ce qui me passionne (gadgets, jeux et films) me permet de rester sain d'esprit et de me réveiller avec le sourire aux lèvres quand le réveil sonne. PS : cela n'est pas vrai 100 % du temps.", "it-IT": "Giornalista specializzato in tecnologia, intrattenimento e videogiochi. Scrivere di ciò che mi appassiona (gadget, giochi e film) mi permette di mantenere la sanità mentale e di svegliarmi con un sorriso sul viso quando suona la sveglia. PS: questo non è vero al 100% del tempo.", "ja-JP": "", "nl-NL": "", "pl-PL": "", "pt-BR": "Jornalista especializado em tecnologia, entretenimento e videogames. Escrever sobre o que me apaixona (gadgets, jogos e filmes) me permite manter a sanidade e acordar com um sorriso no rosto quando o despertador toca. PS: isso não é verdade 100% do tempo.", "social": { "email": "chemacs91@gmail.com", "facebook": "", "twitter": "https://twitter.com/chematopetazo", "linkedin": "" } }