Riot Games hat League of Legends Classic am 26. Juni 2026 offiziell für PC angekündigt. Ausführlich zeigen will das Studio das Projekt bei den Finals des Mid-Season Invitational (MSI) am 11. Juli 2026 in Daejeon in Südkorea.
Was Riot Games bisher offiziell gesagt hat
Der Schritt kommt nach Funden von Dataminern in der Public Beta Environment (PBE). Dort waren unter anderem Dateien, Begriffe und erste Assets zu dem Projekt aufgetaucht. Viel mehr als den Namen hat Riot Games zunächst aber nicht preisgegeben. Klar ist jetzt trotzdem: Ein Retro-Ableger von League of Legends kommt tatsächlich.
Die ausführliche Präsentation hebt sich Riot Games für die MSI-Finals am 11. Juli 2026 in Daejeon in Südkorea auf. Bis dahin bleibt vieles offen und einiges reine Spekulation, auch wenn die Leaks schon ein ziemlich konkretes Bild liefern. Riot Games setzt League of Legends Classic offenbar als Rückgriff auf eine frühe Phase des Spiels auf. League erschien im Oktober 2009 und hat sich seitdem bei Karte, Items, Runen, Masteries und Champion-Reworks massiv verändert.
Viele Beobachter gehen davon aus, dass Riot Games vor allem wegen der immer lauter werdenden Community-Spekulationen und der PBE-Leaks früher als geplant an die Öffentlichkeit gegangen ist.
Diese Features deuten die Leaks an
Mehrere Funde in der Testumgebung sprechen dafür, dass League of Legends Classic die ursprüngliche Version von Summoner’s Rift zurückbringen könnte. Laut den Leaks sollen auch das alte Runen- und Mastery-System sowie klassische Items wie Heart of Gold und Deathfire Grasp dabei sein. Beim Champion-Roster deutet ebenfalls vieles auf die Anfangsjahre hin: Die Leaks nennen einen Startkader mit rund 60 frühen Champions.
Für Veteranen liegt der Reiz vor allem in älteren Kits und Versionen, die längst überarbeitet wurden oder komplett aus dem Spiel verschwunden sind. Dazu kommen Hinweise auf ein eigenes Fortschrittssystem. League of Legends Classic könnte nach den Datamines also mehr sein als nur eine alternative Queue im Hauptclient und stattdessen mit einem separaten Stufenaufstieg von 1 bis 30 arbeiten.
Auch die Möglichkeit steht im Raum, dass das Ganze als zeitlich begrenzter Spielmodus erscheint und nicht als dauerhaftes, eigenständiges Produkt.
Welche Fragen noch offen sind
Riot Games hat bisher nicht gesagt, welche Saison oder welcher Patch als Vorlage dient. Genauso offen ist die Frage, ob League of Legends Classic eine feste Momentaufnahme bleibt oder sich mit der Zeit weiterentwickelt. Dazu kommen die üblichen Streitpunkte: Balance, Support und Monetarisierung.
Datamines erwähnen zwar einen möglichen Battle Pass und einen separaten Shop, bestätigt ist davon bislang nichts. Gerade bei einem kompetitiven PvP-Spiel macht das einen großen Unterschied, weil die Langzeitmotivation, anders als etwa bei World of Warcraft Classic, stark davon abhängt, wie fair, spielbar und gepflegt sich diese alte Version im Alltag anfühlt.
Nostalgie trifft Skepsis in der Community
In der Community fallen die Reaktionen gemischt aus. Viele langjährige Spieler freuen sich auf ein altes League of Legends mit klassischen Systemen und dem Charme der frühen Jahre. Andere halten dagegen, dass frühere Versionen nicht nur nostalgisch waren, sondern oft auch sperriger, unausgeglichener und deutlich weniger komfortabel.
Die entscheidende Frage ist deshalb längst nicht mehr, ob League of Legends Classic kommt, sondern welche Version Riot Games am Ende tatsächlich ausliefert. Spätestens am 11. Juli 2026 dürfte das Studio zeigen, ob daraus ein ernstzunehmender neuer Modus für PC wird oder nur ein kurzer Trip zurück in die Vergangenheit.
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