Marvel hat neue Spider-Man-Geschichten angekündigt, in denen Peter Parker in mehreren Comic-Kontinuitäten stirbt, sogar im Umfeld des kommenden Spiels Marvel Rivals.
Für Leser ist das einerseits ein echter Paukenschlag, andererseits fast schon vertraut. Kaum ein Superheld ist so oft gestorben, beinahe gestorben oder auf irgendeine comictypische Weise zurückgekommen wie Spider-Man. Neu ist diesmal vor allem, wie offensiv Marvel dieses Motiv gerade an mehreren Stellen gleichzeitig ausspielt.
Spider-Man stirbt bei Marvel gleich mehrfach
Am klarsten sieht man das im neuen Ultimate-Universum. In der Storyline Ultimate Endgame wird nach Angaben von Marvel ein älterer Peter Parker getötet, also eine Version der Figur, die verheiratet ist und Kinder hat.
Dahinter steckt der Maker, die böse Variante von Reed Richards. Und gerade weil dieser Peter Parker nicht mehr als überforderter Teenager, sondern als gereifter Familienmensch angelegt ist, trifft sein Tod härter.
Zur selben Zeit greift auch Marvels Hauptkontinuität Earth-616 auf dasselbe Grundmotiv zurück. In Eight Deaths of Spider-Man, einer laut Marvel Ende 2024 gestarteten Storyline, schickt Doctor Doom Spider-Man gegen eine übernatürliche Bedrohung ins Feld.
Ausgerechnet Doctor Doom ist dort Sorcerer Supreme und verpasst Peter Parker laut Marvel einen magischen Anzug plus acht Extraleben. Die Richtung ist ziemlich eindeutig: Spider-Man soll mehrfach sterben und jedes Mal wieder zurückkommen.
Sogar außerhalb der Comics taucht das Thema auf. Im Zusammenhang mit dem kommenden Spiel Marvel Rivals ist laut Marvel offenbar ebenfalls eine Spider-Man-Version gestorben.
In der Hintergrundgeschichte von Marvel Rivals sieht man Daredevil, wie er den sterbenden Helden in den Armen hält. Das ist zwar eine eigene Version der Figur, aber der Eindruck verstärkt sich trotzdem: Marvel stellt Peter Parker im Moment medienübergreifend sehr bewusst als Opferfigur in den Mittelpunkt.
Was hinter dem neuen Ultimate-Tod steckt
Der Tod in Ultimate Endgame erinnert ganz bewusst an einen der prägendsten Spider-Man-Momente der vergangenen Jahrzehnte. Im ursprünglichen Ultimate-Universum starb Peter Parker schon 2011 in Death of Spider-Man, damals im Kampf gegen den Green Goblin.
Die Folgen dieser Geschichte waren direkt zu spüren: Sie machte den Weg frei für Miles Morales als neuen Spider-Man.
Genau deshalb schauen Fans bei jeder neuen Todesmeldung so genau hin. Wenn Marvel einen Spider-Man sterben lässt, geht es meist nicht nur um den Schockeffekt. Oft wird damit auch eine Nachfolge vorbereitet, ein Neustart angestoßen oder eine neue Lesart der Figur eröffnet.
Warum Marvel immer wieder Peter Parker sterben lässt
Dass Spider-Man ständig mit dem Tod konfrontiert wird, ist in den Comics fast schon Tradition. Peter Parker wurde in früheren Geschichten unter anderem von Morlun an den Rand des Todes gebracht, von Doctor Octopus verdrängt und in stark mystisch aufgeladenen Storylines wiederbelebt oder gleich neu definiert.
Ein endgültiger Schlusspunkt ist der Tod bei Spider-Man schon lange nicht mehr. Er ist längst ein erzählerisches Werkzeug geworden.
Genau deshalb fallen auch die Reaktionen der Leser so unterschiedlich aus. Neue Ankündigungen wie Eight Deaths of Spider-Man lösen regelmäßig Diskussionen, Überraschung und wilde Spekulationen aus.
Viele Langzeitfans reagieren auf solche Schlagzeilen allerdings auch mit Skepsis. Dass ein Marvel-Flaggschiffheld dauerhaft tot bleibt, halten heute nur noch wenige für realistisch.
Trotzdem zieht das Thema weiter. Selbst wenn am Ende fast jeder Spider-Man zurückkehrt, erzeugt Marvel mit solchen Geschichten Aufmerksamkeit und zeigt nebenbei, dass Peter Parker auch nach Jahrzehnten noch zu den emotional wirksamsten Figuren des Verlags gehört.
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