Microsoft wird die Preise für seine Xbox-Series-Konsolen weltweit zum 1. August 2026 anheben.
Xbox wird ab 1. August 2026 teurer
Ab dem 1. August 2026 werden Microsofts Xbox-Series-Konsolen weltweit teurer. Das Unternehmen hat die Preiserhöhung selbst angekündigt. Es ist schon die zweite größere Anpassung binnen nicht einmal zwölf Monaten. Für den Konsolenmarkt ist das eher untypisch, weil Hardware mit zunehmendem Alter normalerweise günstiger wird, nicht teurer.
Vor allem bei den Standardmodellen fällt der Aufschlag deutlich aus. Konsolen mit 512 GB Speicher sollen um 100 Dollar teurer werden, Varianten mit 1 TB um 150 Dollar. In den USA liegt die Xbox Series S mit 512 GB dann bei 499,99 Dollar, die Xbox Series S mit 1 TB bei 599,99 Dollar. Für die Xbox Series X mit 1 TB und Disc-Laufwerk ruft Microsoft künftig 799,99 Dollar auf.
Preise auf dem Niveau von High-End-Hardware
Mit dieser Runde schiebt Microsoft seine Konsolen preislich in Bereiche, die viele eher von High-End-Hardware kennen.
Besonders die Xbox Series X mit Laufwerk landet damit in einer Preiszone, die für eine klassische Spielkonsole im Massenmarkt auffällig hoch ist.
Zur Begründung verweist Microsoft auf deutlich gestiegene Kosten bei zentralen Bauteilen. Nach Unternehmensangaben haben sich unter anderem Speicher und RAM im Preis mehr als verdoppelt. Und eine schnelle Entspannung erwartet man dort offenbar nicht. Eher im Gegenteil: Microsoft hält es für möglich, dass die Kosten sogar noch weiter steigen.
Warum Konsolen nicht mehr automatisch billiger werden
Die Preiserhöhung legt ein Problem offen, das längst nicht nur Microsoft trifft. In der Unterhaltungselektronik sorgen teurere Komponenten, anhaltender Druck auf die Lieferketten und insgesamt höhere Produktionskosten dafür, dass der frühere Preisverfall bei Konsolen weitgehend ausbleibt.
Früher war die Rechnung simpel: Je älter eine Konsole wurde, desto interessanter wurde sie für neue Käufer, weil der Preis mit der Zeit sank.
Genau dieses Muster funktioniert im Moment nur noch eingeschränkt. Die Hersteller versuchen stattdessen, ihre Margen zu halten oder die gestiegenen Kosten zumindest teilweise weiterzureichen.
2-TB-Modell fliegt aus dem Programm
Parallel zur neuen Preisstruktur nimmt Microsoft auch ein Modell aus dem Sortiment. Die Xbox Series X mit 2 TB verschwindet. Der Konzern strafft damit sein Angebot, während die übrigen Varianten gleichzeitig teurer werden.
Für Käufer, die besonders viel internen Speicher brauchen, ist das eine schlechte Nachricht. Erst recht, weil ausgerechnet Speicher laut Microsoft zu den wichtigsten Kostentreibern hinter der aktuellen Preiserhöhung gehört.
Was Käufer jetzt beachten sollten
Offiziell spricht Microsoft von einer weltweiten Preiserhöhung. Konkrete neue Verkaufspreise für Märkte wie Deutschland, Großbritannien, Japan oder Australien wurden zunächst aber nicht für alle Regionen im Detail genannt.
Wer mit dem Kauf liebäugelt, sollte die lokalen Preislisten im Handel in den kommenden Tagen genau beobachten.
Microsoft verweist außerdem auf verschiedene Finanzierungs- und Sparmodelle, die den Preisanstieg etwas abfedern sollen. Genannt werden unter anderem „Buy now, pay later“-Angebote, zinsfreie Ratenkäufe über Partner sowie Trade-in-Programme.
Für preisbewusste Spieler dürften solche Optionen in Zukunft wichtiger werden. An der eigentlichen Entwicklung ändert das aber nichts: Die Einstiegshürde für neue Xbox-Hardware steigt spürbar.
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