Offenbar schaut sich Nintendo gerade an, ob es eine OLED-Version der Nintendo Switch 2 geben soll.
Kommt eine Nintendo Switch 2 OLED?
Nach Berichten aus der Branche könnte wieder Samsung Display die Panels liefern, also derselbe Partner, der schon beim ersten OLED-Modell der Switch im Spiel war.
Abwegig wäre das nicht. Für viele war die erste Nintendo Switch OLED die beste Ausgabe der Hybridkonsole, obwohl sich bei Leistung und Auflösung im Grunde nichts geändert hatte.
Bei der Nintendo Switch 2 könnte der Unterschied größer sein. Im Gespräch ist ein Full-HD-Panel mit 1.920 x 1.080 Pixeln.
Verglichen mit dem 720p-Display der ersten Nintendo Switch OLED wäre das ein klarer Schritt nach vorn. Gerade im Handheld-Modus würde man so ein Panel ziemlich deutlich sehen: sattere Farben, stärkerer Kontrast und Schwarztöne, die wirklich dunkel wirken.
Der größte Bremsklotz ist der Preis
Und genau da wird es für Nintendo heikel.
Hersteller haben gerade mit Engpässen bei Speicher und Halbleitern zu tun, dazu kommen steigende Kosten. Brisant ist das auch deshalb, weil die reguläre Nintendo Switch 2 in den USA erst im September 2026 um 50 Dollar teurer wurde und jetzt bei 499 Dollar liegt.
OLED-Panels kosten nach wie vor spürbar mehr als LCDs.
Wenn schon die Basiskonsole 499 Dollar kostet, wird eine OLED-Version kaum zum selben Preis im Regal stehen. Analysten gehen eher davon aus, dass noch ein Aufpreis dazukommt, irgendwo im hohen zweistelligen bis niedrigen dreistelligen Dollar-Bereich.
Damit würde eine Nintendo Switch 2 OLED schnell bei 599 Dollar oder sogar darüber landen. In Online-Diskussionen ist das Interesse an einem besseren Display zwar klar zu sehen, aber beim Preis werden viele inzwischen skeptisch.
Marktstart wohl frühestens 2027 oder 2028
Wer jetzt auf eine schnelle Ankündigung hofft, sollte die Erwartungen besser etwas runternehmen.
Falls Nintendo das Projekt tatsächlich absegnet, könnte die Entwicklung Berichten nach erst gegen Ende 2026 anlaufen. Mit einer Massenproduktion wäre dann wohl frühestens Ende 2027 oder Anfang 2028 zu rechnen.
Viel spricht dafür, dass Nintendo erst einmal die aktuelle Hardware sauber stabilisieren und wirtschaftlich absichern will, bevor später noch eine teurere Variante nachgeschoben wird.
Nintendo arbeitet schon an weiteren Hardware-Anpassungen
Daneben gibt es auch Hinweise auf kleinere Überarbeitungen der bestehenden Nintendo-Switch-2-Hardware.
So kursieren Berichte über ein überarbeitetes Sharp-LCD-Panel, das Ghosting-Probleme verringern soll. Außerdem hat Nintendo schon bestätigt, dass eine für Europa vorgesehene Revision der Nintendo Switch 2 mit einem vom Nutzer austauschbaren Akku erscheint, damit die EU-Vorgaben erfüllt werden.
Die Nachfrage nach der Nintendo Switch 2 ist derweil weiterhin hoch. Vor der Preiserhöhung soll es in Japan sogar noch einmal einen deutlichen Verkaufsschub gegeben haben.
Das zeigt ziemlich klar: Interesse an der Konsole ist da. Genauso klar ist aber auch, dass Käufer inzwischen viel genauer auf den Preis schauen.
Und genau deshalb könnte ausgerechnet das Feature, das sich viele Nutzer wünschen, für Nintendo am Ende zum schwierigsten Schritt werden.