OpenClaw hat ab sofort seine ersten offiziellen Begleit-Apps für Android und iOS veröffentlicht. Damit lässt sich der selbst gehostete Assistent laut Projekt zum ersten Mal per nativer Smartphone-App nutzen. Ganz rund wirkt der Start allerdings noch nicht. In ersten Rückmeldungen von Nutzern ist von fehleranfälligem Pairing, instabilen Verbindungen und einer Oberfläche die Rede, die an mehreren Stellen noch unfertig wirkt. Für Einsteiger bleibt außerdem die Einrichtung mitsamt Sicherheits- und Rechteverwaltung eine echte Hürde.
OpenClaw-App für Android und iPhone: Das steckt in der mobilen Version
Über die neuen Apps lassen sich ab sofort klassische Chats führen. Laut OpenClaw kommen außerdem Sprachsteuerung per Push-to-talk im sogenannten Talk-Modus dazu sowie Freigaben für Aktionen, die über das OpenClaw Gateway angefragt werden. Wenn unterwegs eine Anfrage eingeht, können Sie bestimmte Vorgänge direkt am Handy bestätigen oder ablehnen.
Kein Standalone-Dienst, sondern Begleit-Apps für ein lokales Gateway
Wichtig ist dabei vor allem eins: Die Apps sind keine eigenständigen Assistenten. Sie laufen nur zusammen mit einem bereits aktiven OpenClaw Gateway , das Sie selbst hosten. Dieses Gateway kann OpenClaw zufolge auf dem Mac, unter Linux oder unter Windows per WSL2 laufen und ist die eigentliche Schaltzentrale.
Der lokale Ansatz bleibt damit erhalten. OpenClaw hebt hervor, dass Gateway, Verschlüsselungsschlüssel, Konfigurationen und Berechtigungen in Ihrer Hand bleiben. Genau das ist für viele Nutzer einer der wichtigsten Gründe, sich lieber dafür zu entscheiden als für einen reinen Cloud-Dienst.
Zugriff auf Gerätefunktionen und flexible Erweiterungen
Mit Ihrer Zustimmung können die Apps laut OpenClaw unter anderem auf Kamera, Bildschirm , Standort, Fotos, Kontakte, Kalender und Erinnerungen zugreifen. Das macht deutlich mehr möglich, bringt aber auch die üblichen Fragen mit sich: Wie bequem ist das im Alltag, wie steht es um den Datenschutz, und wie gut lässt sich Missbrauch verhindern?
Bei einfachen Chats bleibt OpenClaw ohnehin nicht stehen. Je nach Konfiguration können Sie Shell-Befehle ausführen lassen, einen Webbrowser steuern oder Dateien auf dem Host-Rechner verwalten. Für die Verarbeitung lassen sich laut Projekt unter anderem Modelle von OpenAI, Anthropic und Google anbinden, ebenso selbst gehostete Optionen wie Ollama.
Wichtiger Schritt für unterwegs, aber noch nicht für alle Nutzer
Bisher lief die mobile Nutzung oft über WhatsApp, Telegram oder Slack. Die nativen Apps versprechen also eine direktere und sauberer integrierte Nutzung. Die ersten Eindrücke sprechen im Moment aber eher für eine frühe Version , die sich vor allem an erfahrene Nutzer richtet. Wer Spaß an Selbsthosting hat, bekommt hier ein spannendes Werkzeug für unterwegs. Für den Massenmarkt wirkt OpenClaw auf dem Smartphone vorerst noch zu sperrig.
Downloads: Download OpenClaw für Android, Download OpenClaw für iOS