Die PlayStation 6 soll, wenn man dem Insider Kepler_L2 glaubt, weiter für 2027 eingeplant sein. Damit stellt er sich gegen die jüngsten Berichte, die Sonys nächste Heimkonsole erst für 2028 oder sogar 2029 erwarten.
Für PlayStation-Fans wäre ein Release im Jahr 2027 klar die beruhigendere Nachricht. Der Termin würde zu Sonys bisherigem Hardware-Takt passen, und er deckt sich auch mit mehreren Leaks, die seit Monaten genau in diese Richtung zeigen.
PlayStation 6: Warum 2027 weiter als wahrscheinlich gilt
Ausgelöst wurde die neue Debatte durch einen Jahresbericht der Embracer Group. Darin geht es unter anderem um Analysteneinschätzungen zu steigenden Bauteilkosten. Im Fokus steht vor allem DRAM, dessen Preise laut dem Bericht auch wegen der hohen Nachfrage aus dem KI-Bereich weiter anziehen könnten.
Ein Teil der Beobachter leitete daraus ab, dass Sony die PlayStation 6 verschieben könnte, um die Hardware später und damit womöglich günstiger auf den Markt zu bringen.
Genau da setzt der Widerspruch von Kepler_L2 an. Der Insider ist in der Vergangenheit schon mehrfach mit sehr genauen Infos zu Technik und Chips aufgefallen und hält die Gerüchte über eine Verschiebung für nicht überzeugend.
Seiner Einschätzung nach bleibt 2027 also weiterhin der Plan, den Sony verfolgt. Auch ein Blick auf die Vergangenheit spricht eher dafür: Die PlayStation 5 kam Ende 2020 auf den Markt, ein Nachfolger sieben Jahre später würde ziemlich sauber in den üblichen Lebenszyklus einer PlayStation-Konsole passen.
Daran ändern auch Mid-Gen-Updates wie die PlayStation 4 Pro oder die PlayStation 5 Pro nicht viel.
Kosten, Chips und Fertigung
Zusätzliche Unterstützung bekommt die 2027-Prognose vom YouTube-Kanal Moore’s Law is Dead. Dort war zuletzt ebenfalls von einem Release in genau diesem Zeitfenster die Rede. Die Begründung dahinter: Wenn Sony seine langfristigen Entwicklungs- und Fertigungspläne schon mit AMD und TSMC abgestimmt hat, wäre eine größere Verzögerung organisatorisch schwer durchzuziehen und finanziell nur bedingt reizvoll.
Ganz so eindeutig sehen es aber nicht alle. David Gibson von MST Financial und Berichte von SandStoneInsights aus Japan haben darauf hingewiesen, dass Sony den Lebenszyklus der PlayStation 5 auch verlängern könnte.
Dafür gibt es aus betriebswirtschaftlicher Sicht durchaus Argumente: hohe Entwicklungskosten, eine unsichere Konjunktur und dazu weiterhin starke Verkaufszahlen der PlayStation 5. Ein späterer Generationswechsel wäre also alles andere als abwegig.
Handheld-Gerüchte und möglicher Xbox-Gegenspieler
Mehrere Leaks sprechen für 2027 nicht nur von einer neuen Heimkonsole, sondern auch von einem PlayStation-Handheld mit dem Codenamen „Canis“. Dazu kommen Gerüchte um einen PlayStation-5-„Power Saver Mode“, der angeblich mit künftiger Kompatibilität zusammenhängen könnte.
Falls Sony tatsächlich 2027 loslegt, könnte das direkt auf den nächsten Schlagabtausch mit Microsoft hinauslaufen. Auch die nächste Xbox, die zuletzt unter dem Codenamen „Project Helix“ auftauchte, soll Berichten zufolge das Weihnachtsgeschäft 2027 ins Visier nehmen.
Eine offizielle Bestätigung gibt es bisher nicht. Wenn man sich den aktuellen Stand anschaut, wirkt ein Start der PlayStation 6 im Jahr 2027 im Moment aber plausibler als eine Verschiebung auf 2028 oder 2029.