Salesforce gibt Slackbot in Slack für Unternehmen mehr Aufgaben mit: Der Assistent arbeitet jetzt direkt mit Unternehmenssystemen und erledigt Dinge im Chat. Angebunden sind laut Salesforce unter anderem CRM, Tableau und Data 360. Verfügbar ist das Ganze in den kostenpflichtigen Slack-Tarifen Business+ und Enterprise+.
Slackbot mit CRM, Tableau und Freigaben in Slack
Mit Slackbot können Sie laut Salesforce jetzt in natürlicher Sprache auf Geschäftsdaten zugreifen, ohne Slack verlassen zu müssen. Dafür hat Salesforce den Assistenten an eigene Dienste wie CRM, Tableau und Data 360 gekoppelt, teils auch über eigene MCP-Server für weitere spezialisierte Assistenten.
Im Arbeitsalltag heißt das laut Salesforce: Sie können den Verlauf eines Kundendeals aufrufen, CRM-Einträge ändern, Visualisierungen in Tableau erzeugen oder Freigaben in DocuSign anstoßen. Dazu kommen Gesprächszusammenfassungen, das Erstellen von Slack-Canvases und Unterstützung bei der Terminfindung.
Für Unternehmen dürfte vor allem der Kontext im Workspace zählen. Slackbot kann nach Angaben von Salesforce auf Gesprächsverläufe, Dateien und angebundene Quellen wie Google Drive oder OneDrive zugreifen.
Genau darum geht es: weniger Sprünge zwischen Apps und Informationen dort, wo Teams ohnehin arbeiten.
Salesforce baut Slack zur Arbeitsoberfläche aus
Die Erweiterung passt in die größere Linie von Salesforce. Slack soll sich vom reinen Kommunikationswerkzeug zu einer zentralen Arbeitsoberfläche entwickeln. Unterhaltungen sind nach Darstellung des Unternehmens nicht mehr nur Diskussionen, sondern sollen direkt in Aktionen, Projekte und datenbasierte Entscheidungen übergehen.
Deshalb verzahnt Salesforce seine Produkte enger mit Slack. Neue Salesforce Channels verknüpfen laut Salesforce CRM-Datensätze direkt mit Slack-Konversationen. Dazu kommt Tableau Next in Slack. Kennzahlen und Dashboards lassen sich damit nach Angaben von Salesforce direkt in laufende Arbeitsabläufe holen und dort auch teilen.
Salesforce beschränkt sich dabei nicht auf die eigenen Dienste. Auch Partner-Angebote von Adobe, Anthropic, Cohere und Perplexity lassen sich laut Salesforce einbinden. Das spricht für ein offeneres Modell, bei dem Unternehmen je nach Aufgabe unterschiedliche spezialisierte Helfer in Slack einsetzen können.
Wettbewerb mit Microsoft Teams und Google Workspace
Mit dem Ausbau legt sich Salesforce noch direkter mit Microsoft und Google an. Beide Anbieter verankern zusätzliche Automatisierung und Assistenten immer tiefer in ihren Produktivitätssuiten. Vor allem Microsoft Teams bleibt mit mehr als 320 Millionen monatlich aktiven Nutzern, so die Angaben von Microsoft, ein echtes Schwergewicht.
Salesforce hält dagegen, dass Slack Kommunikation, Daten und Workflows enger zusammenbringt. Seit dem Start von Slack AI wurden laut Salesforce mehr als 600 Millionen Nachrichten zusammengefasst. Das soll 1,1 Millionen eingesparten Stunden entsprechen.
Die neuen Funktionen sind laut Salesforce ab sofort in Slack für Unternehmen verfügbar, und zwar in den kostenpflichtigen Tarifen Business+ und Enterprise+.
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