In einer aktuellen Beta von Spotify für Android sind im Code Hinweise auf eine Anbindung an Android XR für smarte Brillen aufgetaucht. Vieles spricht dafür, dass Spotify die Musiksteuerung und das Erstellen von Playlists direkt mit Googles KI-Assistent Gemini auf künftigen Brillen mit Android XR verknüpfen will. Offiziell ist die Funktion noch nicht angekündigt. Wann sie startet, in welchen Ländern sie verfügbar sein wird und welche Brillen unterstützt werden, ist bisher offen.
Musik passend zur Umgebung
Spotify scheint an einer Funktion zu arbeiten, die Musiksteuerung und Playlist-Erstellung direkt auf kommende Android-XR-Brillen bringt, zusammen mit Googles Gemini. Darauf deuten die Funde im Code der aktuellen Android-Beta hin.
Per Sprache Musik zu starten, wäre dabei wohl nur ein Teil der Sache. Die Hinweise legen nahe, dass Spotify auch Empfehlungen ausspielen könnte, die sich daran orientieren, was Sie gerade vor sich haben.
Eine wichtige Rolle spielt laut den Code-Funden die Verknüpfung mit dem Google-Konto. Über die Brille sollen sich später Playlists anfordern, Songs starten oder neue Vorschläge abrufen lassen, ohne dass Sie jedes Mal zum Smartphone greifen müssen.
Spannend ist vor allem der kontextbezogene Ansatz. Wenn die Hinweise stimmen, könnten musikalische Impulse direkt aus der realen Umgebung entstehen, etwa bei einem Spaziergang durch eine volle Innenstadt, am Strand oder vor einer Sehenswürdigkeit. Spotify würde damit beim personalisierten Hören noch einen Schritt weitergehen und nicht nur frühere Vorlieben einbeziehen, sondern auch die Situation, in der Sie gerade sind.
Spracheingabe und Google-Anbindung
Angekündigt hat Spotify die Funktion bisher nicht. Die Hinweise stammen aus dem App-Code einer Android-Beta und zeigen vor allem, wohin die Entwicklung gerade läuft.
Vieles deutet darauf hin, dass eine Anmeldung über das Google-Konto vorgesehen ist, damit Brille, Android XR und Gemini sauber zusammenspielen.
Ein paar entscheidende Fragen sind aber weiter offen. Einen bestätigten Starttermin gibt es bislang genauso wenig wie eine vollständige Liste der kompatiblen Brillen.
Auch bei den Ländern bleibt vieles unklar. Dasselbe gilt für die Frage, wie gut die Erkennung der Umgebung im Alltag am Ende wirklich funktioniert und welche Sprachen zum Start unterstützt werden.
Passt zur Strategie von Spotify und Google
Für Spotify wäre so eine Integration der nächste logische Schritt bei Musikentdeckung und personalisierten Mixes. Der Dienst setzt seit Jahren auf Formate wie Discover Weekly und probiert immer wieder Playlist-Werkzeuge aus, die auf Eingaben, Stimmungen und den Nutzungskontext reagieren.
Mit einer Brillen-Integration würde sich das aus der App heraus direkt in den Alltag verlagern.
Das Projekt passt auch zu Googles größerem Vorstoß bei smarter Brillentechnik. Für den Herbst werden Geräte mit Gemini-Unterstützung erwartet, zuerst wohl mit starkem Fokus auf Audio, später dann auch mit Displays.
Als Partner werden unter anderem Samsung, Qualcomm, Warby Parker und Gentle Monster genannt. Spotify wäre mit so einer Idee außerdem nicht allein: Meta bietet auf den Ray-Ban Smart Glasses schon eine ähnliche Funktion an, bei der sich Musik nach dem auswählen lässt, was Sie gerade ansehen. Genau daran lässt sich ganz gut ablesen, wohin sich Unterhaltungselektronik bewegt: weg vom Tippen auf dem Smartphone, hin zu Diensten, die sich unauffällig an Situation und Umgebung anpassen.
Downloads: Spotify für Android und iOS herunterladen