Lucasfilm hat angekündigt, die unveränderte Original-Kinofassung von Star Wars aus dem Jahr 1977 am 19. Februar 2027 noch einmal auf die große Leinwand zu bringen.
Zum 50. Geburtstag der Reihe läuft damit offenbar nicht die spätere Special Edition, sondern wieder genau die Fassung, die damals im Kino zu sehen war.
Für viele Zuschauer wäre das das Ende eines langen Streitthemas, das schon seit den 90er Jahren für Frust sorgt. Offiziell verfügbar waren schließlich über weite Strecken vor allem die von George Lucas überarbeiteten Versionen von Star Wars: Eine neue Hoffnung.
Star Wars: Die Originalfassung von 1977 kehrt 2027 ins Kino zurück
Nach heutigem Stand beginnt die limitierte Kinoauswertung laut Lucasfilm am 19. Februar 2027. Sie gehört laut dem Studio zu den großen Feierlichkeiten rund um das 50. Jubiläum von Star Wars.
Spannend daran ist vor allem eines: Es wäre die erste breite Kinoauswertung der unveränderten Originalfassung seit ungefähr 30 Jahren.
Und genau darum hat die Ankündigung für viele Fans so viel Gewicht. Die ursprüngliche Filmfassung war über Jahre eher ein Mythos, etwas, über das gesprochen wurde, das man aber kaum regulär sehen konnte.
Es gab zwar diverse Heimkino-Veröffentlichungen und dazu Fan-Restaurationen. Für die breite Öffentlichkeit stand fast immer die überarbeitete Version im Vordergrund.
Warum die Special Editions bis heute umstritten sind
Seit 1997 bestimmt vor allem die Special Edition, wie der erste Star Wars-Film wahrgenommen wird. George Lucas ließ damals unter anderem digitale Effekte einbauen, Szenen ändern oder verlängern und auch am Sound nacharbeiten. Aus Star Wars wurde dabei endgültig Star Wars: Episode IV – A New Hope, und genau diese Fassung setzte sich als feste Version im Kanon des Franchise durch.
Ein Teil des Publikums sah darin einfach ein technisches Update. Für viele andere fühlte es sich so an, als würde das Kino-Original von 1977 Stück für Stück aus dem öffentlichen Blick verschwinden.
Deshalb sehen viele in der geplanten Wiederaufführung mehr als nur ein Jubiläums-Event. Das Original bekommt damit offenbar wieder den Platz, der ihm historisch zusteht.
Da steckt auch viel Symbolik drin. George Lucas hat die Special Editions über Jahre praktisch wie die endgültigen Fassungen behandelt.
Umso auffälliger ist es, dass ausgerechnet zum 50. Jubiläum nun das unveränderte Original wieder ins Zentrum rückt. Das wirkt fast wie eine späte Kurskorrektur.
Was zum 50. Jubiläum sonst noch geplant ist
Für 2027 hat Lucasfilm daneben noch weitere Star Wars-Projekte angekündigt. Genannt wurden außerdem Star Wars: Starfighter von Regisseur Shawn Levy mit Ryan Gosling, eine neue Staffel von Ahsoka und Star Wars: The Experience im Franklin Institute in Philadelphia.
Bei aller Euphorie sind aber noch einige Punkte offen. Die bisherige Berichterstattung richtet sich vor allem auf die USA. Noch unklar ist, ob und wann andere Märkte dazukommen, wie genau die Restaurierung aussehen wird und welche Rolle George Lucas bei dem Projekt spielt, beziehungsweise ob er sich öffentlich überhaupt dazu äußert.