Valve hat Steam heute auf Windows, Mac und Linux ein Komfort-Update verpasst. Vor allem Wunschlisten, Geschenke und der Gast-Checkout werden damit ein gutes Stück praktischer.
Geschenke ohne eigenes Konto
Nach Angaben von Valve lassen sich viele Steam-Spiele ab sofort über den erweiterten Gast-Checkout als Geschenk kaufen, auch wenn man selbst keinen Steam-Account hat. Bisher war der Einkauf ohne Konto dem Unternehmen zufolge vor allem bei Geschenkkarten und Hardware möglich. Wenn Sie einen geteilten Wunschlisten-Link bekommen, können Sie daraus jetzt direkt einen Titel auswählen und verschenken.
Wunschlisten einfacher teilen
Auch bei den Wunschlisten schiebt Steam laut Valve neue Freigabe-Optionen nach. Sie können entweder die komplette Liste per Link teilen oder nur eine gefilterte Kategorie verschicken. So können Freunde oder Familienmitglieder ziemlich gezielt sehen, was Sie sich wünschen, und den Kauf gleich über diesen Link abschließen.
E-Mail-Geschenke kehren zurück
Außerdem bringt Valve eine Funktion zurück, die schon einmal da war: Spiele und Geschenkkarten lassen sich wieder direkt an eine E-Mail-Adresse senden. Den Steam-Namen der Empfängerin oder des Empfängers müssen Sie dafür nicht kennen.
2017 war die Option laut Valve entfernt worden, unter anderem wegen Missbrauch und Betrugsfällen. Ganz frei von Regeln läuft das Comeback aber nicht. Nicht eingelöste Geschenke werden laut Valve nach 30 Tagen automatisch erstattet. Dazu kommt, dass Absender und Empfänger im selben Land sitzen müssen.
Regionen und Preise
Auch beim Verschenken über Regionsgrenzen hinweg soll es Verbesserungen geben. In bestimmten Fällen rechnet Steam die Preise automatisch um, wenn Sie Freunden in teureren Regionen ein Spiel kaufen. Bedingung ist laut Valve, dass die Person auf Ihrer Freundesliste steht. Aus Nutzerberichten ist allerdings weiter von Einschränkungen die Rede, etwa in Teilen der Türkei und in Lateinamerika.
Mehr Ordnung in der Wunschliste
Bei den Wunschlisten selbst räumt Steam ebenfalls auf. Laut Valve können Nutzer jetzt eigene Kategorien anlegen, Spiele mit einem Klick filtern und Titel direkt auf der Shopseite einer Kategorie zuweisen. Benachrichtigungen lassen sich gezielt nur für einzelne Bereiche aktivieren, zum Beispiel für Rollenspiele oder Koop-Games. Dazu kommen eine schnellere Suche, Autovervollständigung, Hinweise auf verfügbare Demos und Mikro-Trailer, sobald man mit der Maus über die Spielsymbole fährt.
Für Steam ist das Update alles andere als nebensächlich. Nach Valves eigenen Angaben kommt die Plattform auf rund 132 Millionen monatlich aktive Nutzer und auf mehr als 42 Millionen gleichzeitig aktive Accounts. Wunschlisten gelten in der Spielebranche außerdem als wichtiger Gradmesser für Interesse und Sichtbarkeit, gerade bei Indie-Spielen.
Zuletzt war in Berichten zu lesen, dass Spiele mit weniger als ungefähr 80.000 Wishlists im Bereich „Popular Upcoming“ schlechter Chancen auf eine prominente Platzierung haben. Valve macht Steam damit bequemer, keine Frage, stärkt gleichzeitig aber auch eines der wichtigsten Werkzeuge für Auffindbarkeit, Kaufentscheidungen und Reichweite.
Die Aktualisierung ist für alle Nutzer empfehlenswert.
Downloads: Download Steam für Windows, Mac und Linux