Tesla hat das Robotaxi Tesla Cybercab mit integriertem „Starlink V5“ angekündigt. Darauf wiesen sowohl Tesla als auch der Satelliteninternetanbieter Starlink in sozialen Medien hin. Auf einem veröffentlichten Schnittbild ist die Antenne gut sichtbar im Fahrzeugdach untergebracht. Vieles bleibt aber offen: Es gibt weder technische Daten noch Preise, keinen Zeitplan und auch keine konkreten Angaben dazu, wie das System eingesetzt werden soll. Deshalb ist im Moment auch nicht klar, ob diese Integration Teil der Serienversion ist oder eher zeigt, wohin spätere Ausbaustufen gehen könnten.
In den sozialen Medien schrieben Tesla und Starlink, dass „Starlink V5“ direkt in das Robotaxi integriert sei.
Starlink direkt in die Fahrzeugstruktur integriert
Der zentrale Punkt der Ankündigung ist die Integration selbst. Tesla scheint die Starlink-Hardware nicht einfach als zusätzliche Komponente anzubauen, sondern direkt in die Struktur des Tesla Cybercab einzupassen. Das wirkt nach einem enger gefassten Einsatz als bei mobilen Hotspots oder den üblichen Nachrüstlösungen.
Daraus folgt allerdings nicht, dass Teslas autonomes Fahren vom Satelliteninternet abhängen würde. Das System läuft auf dem bordeigenen Rechner des Fahrzeugs und braucht für eine sichere Fahrt keine durchgehende Internetverbindung. Die Anbindung dürfte eher für Dienste rund um den Betrieb gedacht sein, etwa für Navigation, Flottensteuerung, Fernsupport, Software-Updates oder Medienangebote.
Warum ein Robotaxi Satelliteninternet nutzen könnte
Die eigentliche offene Frage ist das Einsatzgebiet. Teslas Robotaxi-Dienst läuft bislang nur in begrenzten, geografisch klar abgegrenzten Zonen, darunter Austin, Houston, Dallas, Miami und Teile der Bay Area. In solchen städtischen Regionen ist die Mobilfunkabdeckung meist gut. Deshalb wirkt ein Satelliten-Backup für den Alltag erst einmal nicht zwingend.
Naheliegend wäre Starlink als zusätzliche Redundanz. Wenn der Mobilfunk kurz ausfällt, könnte die Verbindung für Disposition, Telemetrie oder Fernsupport bestehen bleiben. Für Sie als Fahrgast hätte die Anbindung noch einen zweiten möglichen Nutzen: Elon Musk betonte ausdrücklich die Unterhaltung im Fahrzeug. Über so eine Verbindung ließe sich also auch Video-Streaming in hoher Auflösung nutzen.
V5-Hardware passt besser zum Elektroauto
Technisch dürfte die neuere V5-Hardware deutlich besser zum Einsatz im Fahrzeug passen als frühere Starlink-Generationen. Beobachter gehen davon aus, dass das Terminal kleiner und leichter ausfällt und mit etwa 35 bis 50 Watt nur ungefähr halb so viel Energie braucht wie V4. Gleichzeitig ist in Berichten von Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 375 Mbit/s die Rede. Für ein Elektroauto ist das nicht nebensächlich, weil eine sparsamere Antenne den Einfluss auf die Reichweite begrenzt.
Wichtige Fragen bleiben offen
Trotzdem bleiben einige Unsicherheiten. Berichten zufolge ist das V5-Terminal laut Starlink nicht in erster Linie für den Einsatz während der Fahrt gedacht, auch wenn es regulatorisch schon Genehmigungen für mobile Bodenstationen gibt. Wie stabil die Verbindung in einem fahrenden Fahrzeug tatsächlich ist, dürfte stark von der Umgebung abhängen. Gerade in dicht bebauten Innenstädten mit Häuserschluchten könnten Abschattungen schnell zum Problem werden.
Dazu kommt die wirtschaftliche Seite. Wenn Tesla Starlink breit in die eigene Flotte einbaut, könnte das SpaceX zusätzliche, wiederkehrende Abo-Einnahmen verschaffen. Ob daraus für Robotaxis ein echter praktischer Vorteil entsteht oder ob es vor allem ein weiteres Bindeglied in Elon Musks Firmengeflecht ist, muss Tesla noch erklären.
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