xAI verliert alle 11 Mitgründer: Grok liegt intern hinter Claude zurück

xAI steht nach übereinstimmenden Berichten gerade vor einem tiefen personellen Einschnitt. Inzwischen sollen sämtliche 11 ursprünglichen Mitgründer das Unternehmen verlassen haben. Dazu kommt, so heißt es in den Berichten, ein deutlich breiterer Aderlass in der Belegschaft. Gerade für Beobachter fällt das auf, weil xAI noch ein junges Unternehmen ist und zugleich mit sehr großen Ambitionen antritt.

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xAI zwischen Expansion und Abgängen

Auffällig ist auch der Zeitpunkt. Die Turbulenzen fallen verschiedenen Berichten zufolge nicht in eine Phase der Schwäche, sondern mitten in eine aggressive Expansion. Anfang 2026 sammelte xAI demnach rund 20 Milliarden US-Dollar ein und wurde dabei mit etwa 230 Milliarden US-Dollar bewertet. Im Februar 2026 folgte laut mehreren Berichten dann die Fusion von xAI mit SpaceX zu einer gemeinsamen Struktur, die den Angaben zufolge auf rund 1,25 Billionen US-Dollar taxiert wurde.

Druck auf Grok im Wettbewerb mit Claude

Ehemalige Beschäftigte schildern in mehreren Berichten eine Arbeitskultur mit extremem Druck, stark zentralisierten Entscheidungen und kaum Raum für Widerspruch. Die Führung soll demnach stark auf Elon Musk zugeschnitten gewesen sein, während Teams nur begrenzte Autonomie hatten und Gegenrede in diesem Klima offenbar nicht erwünscht war. Genau diese Mischung gilt in den Berichten als einer der Hauptgründe für die hohe Fluktuation.

Inhaltlich habe intern vor allem ein Ziel alles überlagert: Grok auf das Niveau von Claude zu bringen. Projekte und Kommunikationskanäle seien laut den Berichten ausdrücklich auf diesen Vergleich ausgerichtet worden. Vor allem bei Programmieraufgaben sei die Unzufriedenheit intern groß gewesen, weil Grok dort als Nachzügler gegolten habe.

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Zusätzliche Brisanz bekommt die Lage durch einen Vorwurf, der in mehreren Berichten auftaucht: xAI soll Antworten von Claude genutzt haben, um eigene Coding-Modelle zu verbessern. Nachdem der offizielle Zugriff weggefallen sei, soll das laut den Berichten teils sogar über private Konten weitergelaufen sein. Wie groß das tatsächlich war, bleibt offen. Der Bericht zeigt aber ziemlich klar, wie groß der interne Druck gewesen sein muss, zu einem direkten Rivalen aufzuschließen.

Entlassungen trotz Milliardenbewertung

Bereits im März 2026 war in mehreren Berichten zu lesen, xAI plane den Abbau von bis zu 30 Prozent der Belegschaft. Andere Berichte gingen noch weiter. Dort war davon die Rede, dass in einem schnellen Neustart sogar mehr als 70 Prozent des Teams entlassen worden seien, um das Unternehmen enger auf Musks Vorstellungen auszurichten.

Nach außen gibt sich xAI gleichzeitig als eng verzahnter Akteur am Markt. Grok ist direkt mit X verbunden und kann dadurch auf große Mengen aktueller Nutzerdaten zugreifen. Außerdem kontrolliert xAI weite Teile der Kette selbst, von den Modellen über die Infrastruktur bis hin zur Auslieferung an Endnutzer.

Weitere Kontroversen erhöhen den Druck

Zu den internen Spannungen kommen externe Probleme hinzu. Grok stand zuletzt laut mehreren Berichten unter anderem wegen Deepfake-Bildern , Fragen zum Umgang mit Daten in Coding-Werkzeugen und Falschinformationen in der Kritik. Dazu kommen den Berichten zufolge Beschwerden rund um den Supercomputer Colossus in Memphis, darunter Umweltfragen und der hohe Ressourcenbedarf.

Unterm Strich bleibt ein widersprüchliches Bild. xAI verfügt über enorme finanzielle Mittel, mächtige Vertriebskanäle und politische Sichtbarkeit. Gleichzeitig deuten die Berichte auf grundlegende operative Probleme hin. Offen ist, ob ein harter Reset das Unternehmen stabilisieren kann oder ob der personelle Aderlass Grok auf lange Sicht ausbremst.

Author: jeffersonbetaizar

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